Beiträge von Stephan*

    Hallo,


    Ergänzung, bzw. Korrektur:
    Ich meinte im Fall des Silikat Ex nicht dieses, sondern Phosphat Ex. (Also bitte im Text oben einfach "Phosphat" statt "Silikat" lesen) :) 
    Mit Silikat hatte ich nur kurzzeitig Probleme, als ich ein sehr schönen grauen Kies in einem Teilbereich von 2 Becken hatte. Im größeren Aquarium wurde das tatsächlich etwas zu viel mit den Kieselalgen, aber ich finde die ehrlich gesagt doch ziemlich harmlos. Den Kies habe ich aus diesem Becken wieder entfernt und das Silikat damit auch verschwunden. Im zweiten Becken habe ich diesen Kies, der für das Silikat verantwortlich ist, sogar noch drinnen. Die Nadelwelse freuen sich dort über die Algen. Für mich zusammen mit Sturisoma Festivum oder Aureum die besten Algenputzer im Südamerika-Bereich.
    Nur leider mögen die keine Pinselalgen.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    für manchen mit großem Pinselalgenproblem sicher ein guter Tip.
    Mein Ding ist es nicht "Kontinent-fremde" Fische einzusetzen, um ein Algenproblem zu beseitigen. Dazu werden diese Algenfresser relativ groß und sind später durchaus zänkisch, was ich so gehört habe.
    Bei mir kämen sie eh nicht in Frage, weil sie sonst meinen Aufwuchsfressern wie Hypoptopoma Gulare oder noch schlimmer Pterosturisoma Microps das Futter wegfressen würden. Ich bin froh, wenn die ein paar Algen finden.
    Leider fressen die halt auch keine Pinselalgen.


    Ich habe da auch schon einiges probiert, auch um eher an die Ursachen zu gehen, welche die Pinselalgen wachsen lassen.
    Leider ist man ja selbst bei sehr weichem und saurem Wasser - wie in der Südamerikaaquaristik eigentlich Voraussetzung - nicht gegen Pinselalgen gefeit.


    Mit Filtergranulaten die unerwünschtes Nitrat oder Silikat chemisch abbauen, wie Nitrat Ex oder Silikat Ex, habe ich gar keine guten Erfahrungen gemacht.
    Diese haben meist das Aquarium noch mehr durcheinander gebracht und für Probleme gesorgt, die vorher gar nicht da waren.
    Beispielsweise braune, schleimige Beläge auf Pflanzen, Wurzeln und anderen Einrichtungsgegenständen in den strömungsärmeren Regionen des Beckens (Nitrat Ex), oder komplette Wachstumseinstellung der Pflanzen, was zu noch mehr Algen führte (SilikatEx).
    Letzteres lässt sich halt nicht dosieren, so dass man einen gewissen Restgehalt, den auch die Pflanzen zu benötigen scheinen, erreicht.
    Diese Versuche habe ich sehr schnell wieder eingestellt.
    Was dagegen wirklich sehr gut funktioniert, und bei mir komplett frei von Nachteilen ist, ist das Bio-NitratEx. Hier wird Nitrat in sauerstoffarmen Milieu (erreicht durch einen recht dichten Beutel) von Bakterien "veratmet".
    Im Trägermaterial sind zusätzlich Nährstoffe für die Bakterien, damit sie ihre Arbeit erledigen können.
    Selbst wenn ich mein üblichen 2 wöchigen Wasserwechsel-Rhythmus nicht einhalten konnte und es auch mal 4 Wochen wurden, bleibt jetzt das Nirtat konstant bei etwa 10 mg/l.
    Nitrat scheinen Pinselalgen schon zu mögen, genauso wie lange Wasserwechsel-rythmen durch die sie länger Zeit haben ihre Sporen gründlich im Wasser zu verteilen.
    Auch Schlammansammlungen, sei es im Becken, oder auch im Filter, scheinen Pinselalgen auch zusätzlichen Aufschwung zu geben.
    Nach langem probieren habe ich daher auch festgestellt, dass in Becken mit Mattenfilter die Pinselalgen eher vorhanden bleiben, als in Becken mit anderer Filterung. Ich habe gute Erfahrung damit gemacht HMF eher etwas schneller durchströmen zu lassen, als zu langsam und Mulmansammlungen hinter der Matte regelmäßig weg zu saugen. Das bedingte jedenfalls deutlich geringeres Algenwachstum. Es werden für HMFs immer die berühmten 5-10 cm/Min als Durchströmungsgeschwindigkeit genannt. Ich bin inzwischen bei 10cm/Min oder ganz wenig darüber.
    Das mal so ganz allgemein.


    Also, ich will nochmal zusammenfassen, was ich zur Pinselalgenbekämpfung gemacht habe und was ganz gut klappt.


    1. sehr weiches, leicht saures Wasser. (Pinselalgen lagern Kalk ein und mögen härteres Wasser mit höherem PH Wert noch mehr)


    2. Sandboden: Kaum Zwischenräume im Bodengrund für Mulmansammlung.


    3. Betroffene Einrichtungsgegenstände wie Wurzeln oder Steine gründlich überbrühen. Ich habe schon davon gelesen, dass Leute davon abraten, weil dann Bakterien darauf auch kaputt gehen, aber in einem gut eingelaufenen Becken mit funktionierendem Filter ist das überhaupt kein Problem.
    Die danach rötlichen oder Hellgrünen Pinselalgen werden abgebrüht von vielen Fischen gefressen. Man muss das natürlich alles auf einmal machen. Hier und da mal anfangen bringt gar nichts.


    4.Betroffene Pflanzen oder Pflanzenblätter rigoros hinaus schmeißen. Algen an Scheiben, Filterdüsen etc. gründlich mechanisch reinigen.


    5. Regelmäßige Wasserwechsel in nicht zu großem Rhythmus, um Nährstoffe wie Nitrat nicht zu hoch werden zu lassen und um die im Wasser befindlichen Sporen zu reduzieren.


    6. Sehr wichtiger Punkt(!): Richtiger Filteraufbau. Der sieht mittlerweile folgendermaßen aus: Grober Filterschwamm (schnell durchströmt, kein Schwamm als Biofilter). Gröbere Filtermaterialien wie Tonröhren oder anderes "Gestein", evtl. noch ein Schwamm, dann eine dünne Fein-Filterschicht aus Watte.
    Im Fall von Eheim-Professional-Filtern ziehe ich eine Schicht mit etwa einem Drittel der "serienmäßigen" Dicke ab, und baue das ins Filter. Das reicht aus um feinen Schmutz zu filtern, der Durchfluss bleibt aber länger erhalten.
    Erst jetzt hinter die feine Schicht packe ich das hauptsächlich biologisch aktive Material. Das normale Siporax hat sich als sehr gut gegen Pinselalgen erwiesen. Zusätzlich in eine Ecke die Bio-NirtatEX Beutel, damit es nicht zu viele Nährstoffe gibt, wenn man doch mal nicht zum Wasserwechsel kommt.
    In Becken mit HMF habe ich zusätzlich kleine Innenfilter gehängt mit Siporax und dem Bio-NitratEx.


    7. Zeitweiser Einsatz von UV Klärer. Damit die Sporen im Wasser kaputt gehen.


    8. Pflanzen! Eine Mischung aus Schnellwachsenden und langsameren. Sehr hilfreich zum Nährstoffabbau sind auch Schwimmpflanzen. Ich bin da ein großer Freund von Schwimmendem Hornfarn.


    9. Dünger: Ich benutze regelmäßig Mineraldünger für ein gutes Pflanzenwachstum. Eisendünger nur sporadisch. Die üblichen Tagesdünger auch mit Vorsicht, da sie viel Eisen enthalten. Eisen benötigen natürlich auch die Pflanzen, daher sollte man ihn dazu geben, dass sie flott wachsen und den Algen die Nährstoffe wegnehmen. Zu viel Eisen im Wasser gefällt aber auch den Pinselalgen ausgesprochen gut. Man erkennt Eisenmangel aber gut daran, dass schnellwachsende Pflanzen an den neuen Trieben sehr hell werden. Spätestens dann ist es Zeit für Eisendünger. Vielleicht ist ein Eisentest in einem gut eingelaufenem Becken der sinnvollste aller Wassertests. Der Rest läuft bei mir zumindest auch so konstant.


    10. CO2. Ich benutze keine CO2 Düngung, weil sie mir bei Fehlfunktion zu gefährlich ist. Die Fische geben ja bereits schon konstant gute Mengen an das Wasser ab. Man darf es nur nicht austreiben, indem man Sauerstoff mit Luftpumpen oder Diffusoren hineinbläst. Ich benutze daher auch bei meinen Mattenfiltern keine Luftheber mehr. Eine gut bewegte Oberfläche ist wichtiger und ausreichend für genug Sauerstoff im Becken.
    Von Flüssig-CO2 Düngern ist absolut abzuraten. Diese enthalten Gluteraldehyd. Das wirkt zwar sehr gut gegen Algen, aber nicht wegen dem CO2, sondern weil es ein Algizid ist. Den Fischen bekommt das auch nicht gut, es können sich bei empfindlichen Arten Vergiftungserscheinungen zeigen, oder auch die Vortpflanzungsfähigkeit wird beeinträchtigt.


    Wenn ich mich daran sauber halte, habe ich im größeren Becken mit Außenfiltern quasi keine Pinselalgen mehr. Im kleineren Becken, das mit HMF läuft sind die Algen sehr stark reduziert, hier bekomme ich sie schwer ganz weg, weil die Algen teilweise das HMF besiedeln.
    Allerdings ist das ganze doch sehr im Rahmen und ich kann damit gut leben.


    Verschiedene Beleuchtungen ergaben bei mir was Pinselalgen angeht dagegen kein eindeutiges Bild. Weder bei der Lichtfarbe, schon gar nicht bei der Beleuchtungsdauer.


    Das sind so meine Erfahrungen mit Pinselalgen.
    Grüße,
    Stephan

    Hallo,


    das ist mal ganz schön schwierig.
    Die großen, die mir aus der Region einfallen, haben aber Juvenil ganz andere Färbungen als Erwachsen und sehen auch ganz anders aus.
    Das leichte Streifenmuster, das man in den ersten drei Bildern erkennt, haben ja viele Crenis aus der Saxatilis Gruppe.
    Aber so weder ein Punkt auf der Seite, noch am Schwanz, das ist schon ungewöhnlich.
    Keine rechte Ahnung. Ich würde aber auf etwas mittelgroßes Tippen, wenn ich müsste.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo Thomas,


    ich hatte schon Crenicichla Reganis und auch diese Orinoco Tiere. Allerdings immer nur Paare.
    Mir ist auch aufgefallen, dass sie deutlich unterschiedlich vom Verhalten sind. Die Reganis schwammen bei mir anfangs in 160 Liter, später in 300 Liter Aquarium und waren bis auf ein paar Wochen nach einer missglückten Brut ein Herz und eine Seele.
    Auch sonst waren sie sehr friedlich. Das Männchen war am Ende fast 16cm groß, trotz relativ genügsamer und nicht zu üppiger Fütterung (ich kann diese gemästeten, verfetteten Aquarien-crenis nicht leiden). Das war wohl eine recht große Variante, da er die Größe recht schnell erreichte.
    Dennoch blieb selbst das große Männchen lieber bei einer Beutegröße vom Format von Endler-Männchen. Ausgewachsene Guppy-Weibchen wurden komplett in Ruhe gelassen. Überhaupt war er eher auf Garnelen aus, als auf Fische, wenn er mal in den seltenen Fällen ausnahmsweise größeres Lebendfutter bekam. Auch Schnecken wurden geschickt aus den Häusern gezogen.


    Die Orinocos waren da ganz anders. Es war ein sehr dominantes Weibchen (9cm), das selbst die Hosen an behielt, als das Männchen größer war und ein Männchen das am Ende ca. 11cm erreichte.
    Die beiden kamen in ein 160er Aquarium. Die 6 Guppies, die da noch drin waren, waren sofort weg. Zu meiner Überraschung als erstes die größten Weibchen. Die Orinoco Variante scheint deutlich stärker auf Fische aus zu sein, was mir auch später noch auffiel. Alles was ins Becken kam wurde erst einmal sehr genau inspiziert und angepeilt, ob man es nicht fressen könnte. Auch das Maul ist im Verhältnis zum Fisch deutlich größer als bei den Reganis.
    Die beiden haben sich auch nicht so toll verstanden. Zwar wurde sich nicht viel gejagt oder gefetzt, wenn man sich begegnete verjagte das Weibchen aber stets das Männchen. Auch Panzerwelse und Co wurden nicht gerade zart angefasst, was ich von den Reganis gar nicht kannte.
    Leider hatte ich die Tiere nur etwa ein Jahr. Beide hatten minimal zu sehen einen leicht dunkleren Schatten auf der Seite, der langsam größer wurde. Haben sie bereits mitgebracht. Ich tippe auf einen inneren Wurmbefall, der sich aber auch nicht behandeln lies. Leider gingen beide irgendwann ohne weitere Auffälligkeiten einfach ein.
    Und ich schließe mich Adam an: Futterfische sollten wirklich die große Ausnahme bleiben. Die Tiere werden wirklich nicht schöner dadurch und man tut Ihnen damit auch keinen gefallen. Weiße Mückenlarven, Artemien und mal kleine Garnelen sind die deutlich bessere Wahl.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    "Panzerwelse gekümmert unter Geophagus" kann man nicht direkt sagen. Den ging es gut und die haben auch Eier gelegt, aber sind halt einfach so gut wie nicht gewachsen.


    Satanoperca kenne ich als wesentlich ruhiger als die meisten Geophagus. Könnte mir vorstellen, dass das vielleicht besser geht mit Skalaren als die Geophagus.


    Grüße,


    Stephan

    Hi Christian,


    ich würde nur Panzerwelse in das Becken tun, wenn es wirklich verdrecken sollte, was ich bei Geophagus nicht glaube.
    Ich hatte mit Tapajos Red Heads Panzerwelse zusammen. Und zwar Brochis. Ergebnis: Die halbwüchsigen Geophagus sind flott auf Ihre Endgröße gewachsen, die Brochis sind in den 5 Jahren fast nicht gewachsen und wirklich noch mini.
    Inzwischen sitzen Sie in meinem neuen Becken mit Skalaren zusammen und sind in den 6 Wochen schon mehr gewachsen, als in den Jahren davor.
    Geophagus sind einfach körperlich völlig Überlegene Nahrungskonkurrenten, da haben Panzerwelse keine Chance.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    aus aktuellem Anlass hole ich das alte Thema mal hervor.
    Ich habe mir vor 2 Wochen 4 Laetacaras gekauft und 6 Salmler. Die Laetacara sind bei mir nur "zwischengesetzt" und die wollte ich in 2 Wochen jemandem mitbringen.
    Dann der große Fehler (Schande über mein Haupt :whistling::S ) : Nach Jahren mit Fischen in Karantänebecken setzen ohne irgendwelche Probleme, habe ich es diesmal unterlassen, da ich nicht extra wieder ein Becken aufstellen wollte und die Tiere auch vom Händler des Vertrauens kamen.
    Der Fehler passiert mir so schnell nicht wieder.
    Die Fische saßen 3 Tage in meinem 160er Becken zusammen mit meinem restlichen Besatz, der nur aus Welsen besteht. Alle Fische waren sehr munter und gefräßig. Am 3. Tag kam ein Laetacara mit einem gleich großen Salmler quer im Maul an, der sonst fit aussah, allerdings war ein Auge ausgebissen.
    2 Minuten später fischte ich das Tier Tod heraus, das zweite Auge fehlte da auch. So aggressiv kannte ich die kleinen Barsche bisher nicht.
    Also, die restlichen Salmler herausgefangen und in ein Becken zu anderen Salmler und Schmetterlingsbuntbarschen gesteckt.
    Am Abend des Tages dann der Schock: Die Barsche haben kleine weiße Pünktchen. Salmler gecheckt: Das gleiche Bild. Eindeutig Ichthyo


    Also gut, nicht lange gefackelt, behandelt mit Sera Protazol. Ergebnis: Kein Effekt. Nach dem 80% Wasserwechsel in beiden Becken habe ich weiter behandelt mit Malachitgrün und Methylenblau. Hatte damit eigentlich immer gute Erfahrungen. Behandlung immer 1. Tag hineingeben, 2. Tag leichtes nachdosieren, 3. Tag 60% Wasserwechsel und das Spiel von neuem. Temperatur habe ich ebenfalls versucht zu erhöhen, bei mehr als 29° hängen allerdings die Welse trotz sehr guter Belüftung hechelnd an der Wasseroberfläche, also mehr geht nicht. Ergänzend habe ich Sera Ectopur gegeben. Mit Kochsalz habe ich in der Vergangenheit nur schlechte Erfahrungen gemacht. Selbst geringe Dosen haben bei mir insbesondere Panzerwelse keine 5 Minuten mitgemacht.
    Daher habe ich so behandelt.
    Ergebnis im Becken 2 nach 11 Tagen: Alle Salmler waren zweitweise stark befallen. 2 Salmler sind gestorben, der Rest hat keine Pünktchen mehr. Ein Schmetterlingsbuntbarsch hat nach einem Tag Behandlungspause 3 weiße Punkte. Also, weiter zu Ende behandeln.


    Ergebnis Becken 1 nach 4 Tagen: Minimale Besserung bei den Barschen, ein L333 ist befallen.
    Ergebnis Becken 1 nach 1 Woche: L333 wieder Pünktchenfrei, Barsche unverändert.
    Nach Nachlesen über recht resistente Stämme und Behandlungsmethoden eine Behandlung mit Malachitgrün und Acriflavin versucht, natürlich nach vorherigem Wasserwechsel. Ergebnis:
    Am nächsten Tag leichte Besserung was Pünktchen angeht, allerdings liegen Barsche nur noch taumelnd am Boden.
    Also, wieder großer Wasserwechsel, einen Tag keine Behandlung (Nur Bananenbaumblätter, Erlenzapfen. Ergebnis:
    Barsche schwimmen wieder, haben aber auch mehr Pünktchen. Also, wieder Malachitgrün + Methylenblau, bei den Salmlern hat es ja auch angeschlagen.
    Tag 10 im Becken 1: Barsche haben mehr Pünktchen denn je.
    Also, Wasserwechsel, nochmal Behandlung mit Protazol probieren.
    Tag 11 (heute). Wenn es bis Abend keine Besserung gibt, werden die Barsche herausgefangen und intensiv mit Salz behandelt und in extra Becken gesetzt. Dann dürfte auch mehr Temperatur möglich sein.
    Im Becken sind keine anderen Fische befallen. Das wird nochmal nachbehandelt, aber ich habe keine Lust mehr, die Welse der Íntensivbehandlung auszusetzen.


    Ich habe ehrlich gesagt auch so einen hartnäckigen Fall von Ichthyo noch nie erlebt. Da sieht man wieder wie wichtig Karantänebecken sind.
    Nach 10 Tagen mehr als jeden 2 Tag Wasserwechsel in 2 Becken geht mir auch das Wasser aus. Da ich hier kaum Leitungswasser nutzen kann, es die ganze Zeit nicht regnet und kein Regenwasser vorhanden ist und ich kaum mit dem Osmosewasser nachkomme wird's echt langsam eng.
    Aquaristik kann manchmal auch ganz schon frustrieren.


    Hat jemand noch Tips für mich?


    Grüße,
    Stephan

    Hallo Pascal,


    das würde ich definitiv nicht machen. Ich habe Tiere aus der Steindachneri-Gruppe immer als sehr robust und durchsetzungsfähig, teilweise sogar als ziemliche Streithammel erlebt.
    Tapajos red heads sind dagegen zwar sehr munter und auch schwimmfreudig, aber anderen Barschen doch sehr schnell unterlegen. Bei mir hatten selbst ausgewachsene Red Head-Männchen mit 18cm unter 13cm großen Inka-Steinbuntbarschen gekümmert, die deswegen raus mussten.
    Ich würde Tapajos Red Heads nur mit harmlosen Fischen vergesellschaften, oder mit Tieren, die sich räumlich nicht ins Gehege kommen. Bei mir ging das mit Hechtsalmler beispielsweise wunderbar.
    Wie groß ist den das Becken?


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    das ist schade, dass es da zu Fehlbildungen kam.
    Also, mein Männchen war das Gegenteil von "Schisser". Auch das Weibchen, das wirklich nicht groß war, hat ein sehr dominantes Crenicichla "notophtalmus" Orinoco Weibchen locker im Griff gehabt.
    Später hatten selbst die Geophagus-Weibchen Respekt vor der kleinen. Und Sie hat sich selbst mit den mehr als doppelt so großen Geophagus Männchen angelegt, wenn sie in Brutstimmung war.
    Ich habe auch den Eindruck, das deine Tiere da leider eins weg bekommen haben.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    was? Ein Jahr und noch kein Nachwuchs ??? :D 
    Ich hatte Tahuantinsuyoa Macantzatza zeitweise. Ich hatte 4 Tiere bekommen mit etwa 5-6cm. Die haben sich sehr schnell als 2 Paare heraus gestellt. In 160 Liter Becken waren diese dann auch nur ein Viertel Jahr haltbar, dann habe ich ein Paar abgegeben. Untereinander waren die Kollegen doch sehr aggressiv.
    Das andere Paar blieb im Becken und hatte auch kurz darauf die ersten Eier. Die Geschlechter waren deutlich unterscheidbar. Das Männchen war bereits 10cm groß und hatte länger ausgezogene Rücken- und Afterflossen. Außerdem war es vom Verhalten deutlich dominant und prächtiger in der Färbung. Das Weibchen blieb deutlich kleiner und hatte mehr Tarnfärbung mit größeren Dunkel-Anteilen.


    Die Fortpflanzung ist sehr interessant. Die Eiablage erfolgt auf kleines, mobiles, Substrat. Blätter, oder Blattstücke (Seemandelbaum) werden benutzt, noch besser und beliebter aber kleine, flache Holzstücke (vielleicht 2cm breit, 4-5cm lang und recht dünn), so wie sie manchmal von Wurzeln im Aquarium abgehen (zumindest wenn man Panaquolus oder Panaque im Becken hat) :) 
    Die Teile müssen für die Fische transportabel sein. Sollte es in einer Ecke des Beckens zu unruhig sein, wird das Substrat samt Eiern einfach weggezogen. Nachts wird das Hölzchen dann umgedreht (auf die Eier gelegt), so dass Welse beispielsweise nicht so einfach dran kommen. Das Männchen mach die erweiterte Revierverteidigung, das Weibchen bleibt bei den Eiern stehen und verteidigt diese. Allgemein wird sehr "gründlich" bewacht. :) 
    Nach dem Schlupf werden die Larven ins Maul genommen. Ja, es sind tatsächlich Maulbrüter! Beide Geschlechter bewachen die Jungen. Bei mir kam es regelmäßig um einen Streit um die Brut, das Weibchen zog irgendwann immer den kürzeren und wurde stark gejagt. Da ich die Jungen nach einiger Zeit getrennt aufgezogen habe und auch das Paar für ein paar Wochen getrennt habe, vertrugen sich die beiden nach dem zusammensetzen dann auch bald wieder und es kam erneut zur Eiablage. Insgesamt sind es nur 20-30 Eier, dafür wurde wirklich oft gebrütet. Ich konnte das Paar allerdings nicht dauerhaft im 100cm Becken halten. Das Weibchen wurde manchmal ganz schön gefetzt und das Männchen war inzwischen 12cm groß.
    Daher kamen Sie ins große Becken zu meinen Geophagus, Hujeta-Salmlern und Co. Das Ging eine Zeit. Irgendwann hatte das Männchen am Ende fast 14cm (Weibchen vielleicht 8cm), war sehr kräftig, fraß auch locker mal ein Guppiemännchen (der eigentlich für die Salmler bestimmt war) und schlug die 18cm großen Geophagus Männer in die Flucht. Also von Zwergbuntbarsch-Charakter konnte man bei dem Fisch wirklich nicht sprechen. Das war der Punkt, als ich die Tiere schweren Herzens abgab, da sie mir leider viel zu viel Unruhe in das Becken brachten. Die Geophagus bekamen nicht ein Gelege mehr auf die Reihe, was vorher kein Problem war. Dennoch habe ich die Tahuantinsuyoa Macantzatzas sehr gemocht.


    Allgemein ein wirklich sehr interessanter, robuster Fisch, den ich nur mit robusten Arten vergesellschaften würde und der trotz nicht gerade enormer eigener Größe, nicht dauerhaft in Becken unter 1,5m gehalten werden sollte, da er einfach recht territorial und durchsätzungsfähig ist. Innerartlich sind Sie ab einer bestimmten Größe sehr aggressiv. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mehr als ein Paar in einem Becken dauerhaft geht und selbst das sollte wie gesagt Minimum 1,5m haben. Man kann den Fisch bestimmt auch gut in sehr große Becken setzen, wo er (so lange er nicht gefressen wird) sicher auch mit großen, robusten Arten, klar kommt.


    Die Nachzuchten sind auch deutlich ruppiger untereinander als beispielsweise gleich große Geophagus. Und beim Fressen manchmal wie Piranhas.


    Achja, meine Wasserwerte: 26-28°C, PH 6-6,5, kaum messbare Härte (fast nur Regenwasser), Erlenzapfen, Seemandelbaumblätter, ...


    Gruß,


    Stephan

    Hallo,


    ich habe inzwischen auch ein wenig Erfahrungen mit kleineren Strömungspumpen sammeln können.
    Ich selbst habe vor über 2 Jahren eine Tunze Turbelle Nanostream 6015 gekauft. Damals noch mit dem einfachen "starren" Halter. Die Pumpe war Anfangs sehr leise, nur ein leichtes Brummen war zu hören.
    Später hat Sie nach Reinigung kurzzeitig etwas mehr gebrummt, wurde dann aber "wie gewohnt" recht leise.
    Zur gleichen Zeit hat sich eine Freundin eine Eheim streamOn+ 2000 gekauft. Anfangs war das Ding fast gar nicht zu hören. Damit war aber nach 2 Monaten Schluss. Seit dem rappelt das Ding vor sich hin, wenn man Sie mal reinigt (selbst einfach nur mal durchspült), ist sie danach richtig übel laut.
    Meine Eltern hatten sich ebenfalls vor 1,5 Jahren die gleiche Eheimpumpe für Ihr 100cm Aqualantis-Becken geholt. Gleiche Erfahrung. Anfangs schön ruhig, gute Strömung, aber nach 2-3 Monaten nur noch Brumm-Terror. Nach Reinigung war Sie extrem laut, für einen Wohnraum inakzeptabel. Nebendran Fernsehen schauen war nicht drin.
    Nach einem 3/4 Jahr kam das Ding raus und wurde gegen eine Tunze Turbelle Nanostream 6015 mit neuer "Silence Klemme" getauscht. Seitdem läuft diese völlig geräuschlos. Strömung ist vom Eindruck absolut identisch.


    Ich habe meiner Tunze Turbelle Nanostream 6015 vor 2 Wochen auch eine "Silence Klemme" nachgerüstet und sie in mein neues Becken gesteckt. Die Pumpe, die seit über 2 Jahren ständig im Einsatz war und an der keine Teile getauscht wurden, außer besagter, neuer Klemme, arbeitet nun komplett geräuschlos. Man hört wirklich gar nichts und kann auch gar keine Vibrationen am Becken spüren.
    Für mich persönlich daher klar die bessere Pumpe.


    Beste Grüße,
    Stephan

    Hallo,


    ich hatte so etwas mal vor knapp 15 Jahren bei einem Andinoacara rivulatus. Das sah genauso aus. Der Fisch ist trotz Behandlung eingegangen. Der Grund war dann schnell klar. Der gut 20cm Goldsaumbuntbarsch hatte einen Antennenwels mir 12cm gefressen.
    Er war zum Schluss unten fast aufgerissen. Ich habe aus dem toten Fisch den Kopfpanzer mit den Brustflossenstrahlen des Welses heraus gezogen, den dieser nicht verdauen konnte.
    Danach ist mir vor einiger Zeit ein ausgewachsener Geophagus Tapajos Red Head (7 Jahre altes Männchen mit 18cm) eingegangen. Der hatte einen dick aufgeblähten Bauch. Alle anderen Fische im Becken waren vollkommen gesund. Aber einer der Brochis Splendens (mittelgroßes Tier) fehlte. Schlecht gefüttert waren alle Tiere nicht!
    Anscheinend übernehmen sich manche Barsche gelegentlich.
    Ich würde bei dir auch tippen, dass er etwas gefressen hat, das er nicht verdauen kann. Wüsste leider nicht, was man da machen kann.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    ich habe am Samstag einen GHL Mitras Lightbar 2 bekommen. Der ist für meine neues Becken. Ich habe sie aus Interesse mal über mein bisheriges gelegt, in dem bisher 2 T5 Röhren mit 5000K und 6000K (die 6000er ist von Dennerle, die andere weiß ich nicht mehr) waren.
    Mein Kurz-fazit, ohne jetzt irgendetwas eingestellt zu haben, oder den lightbar 2 an den Computer gehängt zu haben, war, dass er absolut vergleichbar aussah. Tendenziell fand ich den GHL sogar schöner, da die Pflanzen etwas weniger "giftig" grün aussahen und damit natürlicher. Das dürfte wohl am Blauanteil der T5 Röhren liegen.
    Die Geophagus sahen etwas farbenfroher aus und dazu gab es einen leichten Kringeleffekt. Also, ich fand es sehr schön. Dabei war wie gesagt noch keine Steuerung dazwischen, mit der man bei den GHL das Spektrum in alle Richtungen einstellen kann.
    Ich bin mal gespannt, wie es im neuen Becken wird. Übrigens haben die GHL Mitras einen CRI>95.
    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    also meine Acestridium gibt es mittlerweile leider auch nicht mehr. Haben sich als sehr empfindlich auch gegen Nitrat herausgestellt. Einmal konnte nicht im gewohnten Zyklus Wasser gewechselt werden, da ich krank war. Danach waren es 2 weniger. Der Nitratwert war gerade mal bei 15-20 mg/l.
    Gleichen Wert hatte ich nochmal, als ich nicht an gewohnt gutes Wechselwasser kam. Wieder 2 weniger. Von den letzten 2 verschwand einer spurlos, der andere hielt noch eine ganze Weile durch, bis er das Fressen einstellte.
    Ich werde Sie mir nicht mehr holen. Sehr schwierig, trotz recht viel Mühe bei der Pflege.


    Dass man sie ohne Bodengrund besser halten kann, leuchtet ein. Sie gehen halt einfach zum fressen nur an glatte Flächen.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    sehr sicher sind auch kleine Crenicichla Compressiceps. Die sind zwar deutlich Insektenfresser, an Jungfische gehen sie aber auch. Innerartlich halt recht agressiv, aber dein Becken ist groß genug.
    Crenicichla Regani oder sp. aff. "Notophtalmus" Orinoco gehen bei dir dagegen nicht. Hatte beides schon und muss sagen, dass insbesondere die kleineren sp. aff. "Notophtalmus" Orinoco sich als recht ausgeprägte, kleine Fischräuber heraus gestellt haben.
    Da wären die Hemigrammus bleheri alle weg.
    Biotodoma wäre auch sehr schön und schaffen die jungen Schwertträger sicherlich auch weg.

    Hallo,


    ich bekomme bald auch mein 150er Becken. 140er GHL Mitras Balken ist bestellt. Habe zwischen Dennerle und GHL geschwankt. (Dennerle ist wohl auch von GHL entwickelt und etwas günstiger) Ich bin unter anderem wegen der Herunterregelung der Lampe bei zu großer Wärmeentwicklung auf GHL geschwenkt. Bei mir kommt noch eine Abdeckung drüber, daher ist mir das lieber. Oben aufmachen geht immer, gerade weil unter den LEDs noch Scheiben sind, aber der Normalfall wird bei mir ein komplett geschlossenes Becken mit dem Balken unter einer Abdeckung.


    Ich habe seit längerer Zeit eine FLUVAL AQUALIFE & PLANT LED 22 W auf einem 165l Eckbecken. Pflanzen Wachsen sehr gut, Licht ist angenehm. Die Lampe hat aber keinerlei Spielereien, außer einem manuell einschaltbaren Mondlicht. Der Balken und Netzteil wird relativ warm, allerdings hatte das auch kein negativen Auswirkungen. Es gibt ein neueres Model 2.0 , das mehr Licht bringt, dimmbar und mit einem Vorschaltgerät per Smartphone steuerbar ist.


    Meine Eltern haben die recht Günstige LED von Aqualantis in einem 100cm Becken (gut 45cm hoch). Die kann auch Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und macht das eigentlich ganz gut. Nur der eine Balken macht das Becken nicht knallhell, aber ausreichend und normale Pflanzen wachsen sehr schnell. Cabomba z.B. macht leicht 25cm pro Woche.


    Meine Freundin hat einen 105 Led Balken von Solar Stinger (37W) auf einem 120cm Becken. Alles dimmbar mit Sonnen-auf- und -untergang und Mondlicht. Der Balken ist schon sehr hell und wird auch bei voller Leistung nicht sehr warm. Lediglich die Verarbeitung der Kunststoff-Endkappen des Balkens bei der Montage der Halteplatten fand ich jetzt nicht sooo berauschend. Aber das ist eher ein kleiner Schönheitsfehler. Ansonsten wirkt die Lampe sehr hell, wobei ich das im Aquarium schlecht beurteilen kann, da das Becken nur 30cm breit und 25cm hoch ist. Die Lampe ist deutlich heruntergeregelt (RGB bei unter 20% tagsüber) weiß bei ca. 80% und es ist sehr hell und pflanzen wachsen sehr gut. Algen gibt es in dem Becken quasi gar nicht.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    ich kann das ganze sehr gut verstehen. Bestes Beispiel sind die diversen Krebsarten. Jede Art, die davon auch nur zeitweise (und einige können das Dauerhaft) in unseren Gewässern überleben kann und potenzieller Träger der Krebpest ist, schadet dem einheimischen Arten massiv.
    Dass das ganze nicht in jedem Land Sinn macht, ist eine andere Geschichte, aber EU weit sicher leichter zu handhaben.
    Ich kann nicht viel falsches am Vorgehen erkennen. Es gibt nun mal genug Idioten, die nicht wissen was sie anrichten ...
    Da muss auch ein Hobby mal hinten anstehen, hier geht es um wichtigeres, als welches Tier daheim im wassergefüllten Glaskasten sitzt.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo Manuela,


    erst einmal finde ich das Leitungswasser gerade für Geophagus nicht gerade prickelnd. Finde GH und KH zu hoch und PH Wert auch. Hast Du kein anderes Wasser zur Verfügung? Regenwasser, Osmosewasser, ...
    Meine Geophagus bekommen bei PH ab 7 deutlich Hautläsionen, auch wenn sonst alles stimmt und ich nichts ändere. Ich würde nicht schauen, dass ich KH hoch bekomme, ich würde schauen, dass ich alles andere runter bekomme. Die Tiere kommen aus Gewässern, die kaum messbare Härte-Werte haben und sehr saures Wasser haben mit sehr viel Huminstoffen.
    Aber mir kommt es auch so vor, als ob da etwas anderes nicht stimmt. 1500 l/h finde ich für ein 450 Liter Becken ok, aber nicht üppig. Dazu ist sehr fraglich, ob die Pumpe das wirklich bringt. Mein Becken wird aktuell (tatsächlich) rund 5 mal die Stunde umgewälzt und das ist nicht zu viel.
    Es hängt aber viel mehr vom Aufbau des Filters ab. Du schreibst du filterst über die ganze Rückwand. Es macht einen riesigen Unterschied, ob "quer" oder "längs" gefiltert wird. Die Durchflussgeschwindigkeit des Wassers durch die Filtermedien muss passen und darf nicht zu hoch (sonst findet kein Abbau statt und Bakterien können sich nicht im Filtermaterial ansiedeln) werden, aber auch nicht zu niedrig ( sonst entstehen Faulgase). Also, Filterquerschnittsfläche und Pumpleistung müssen in einem gewissen Fenster aufeinander abgestimmt sein, sonst kann das Filter nicht richtig arbeiten.
    Gruß,
    Stephan


    PS: Und es war sicherlich spezielle Filterwatte gemeint. Wichtiger wäre, wenn die Durchflussgeschwindigkeit recht hoch ist, Siporax, Toröhren oder ähnliches. Bei langsam durchflossenen Filtern funktionieren Matten alleine auch hervorragend.