Beiträge von Stephan*

    Hallo,


    ich hatte eher mal in Jahreszeiten Probleme Wasser zu bekommen, wo man es nicht denkt. Beispielsweise letztes Jahr im Herbst. Da hat es einfach nicht geregnet. Für solche Fälle habe ich eine kleine Osmose-Anlage.
    Aber normal nehme ich immer Regenwasser. Die Winter sind bei uns hier nicht so kalt, dass ich die Tonne leer machen muss. Und bis auf mal kurz im Januar gibt es auch kein Eis drauf. Wohne halt in einer der wärmsten Ecken Deutschlands. Ich zapfe immer eine Reserve ab in große Kanister,
    auch damit ich diese temperieren kann. Man kann sich ja 150-200 Liter irgendwo hinstellen. Ist halt bisschen Arbeit, aber was tut man nicht alles ...


    Grüße,
    Stephan

    Hallo Lukas,


    naja, zwischen "sie werden es überleben" und "empfohlene dauerhafte Haltungsbedingung" ist das der Unterschied, würde ich mal sagen. Geophagus in der Nähe der 20°dG zu halten ist sicher nicht gut.
    Schau einfach mal: L-ko hat diese Woche ein Thema eröffnet "Wasserwerte Südamerika". Da ist ein Link zu einer Karte. Da kannst du lauter Messpunkte anschauen mit Wasserwerten. Da ist fast überall die Leitfähigkeit dabei. Den Wert kann man leicht in Härtegrad umrechnen. Wenn ich es richtig im Kopf habe ist das zirka 33µS/cm = 1 °dG.
    Wenn man mal verschiedene Gebiete anschaut, dann sind da viele mit nicht mal 1°dG. Wenn man unterschiedliche Gebiete anschaut, wo verschiedene Geophagus Arten leben, dann liegen die eigentlich durchweg unter 2°dG. Es gibt villeicht mal "extreme Ausreißer" bis 5°dG. Dann ist es sicher nicht ideal dort vorkommende Fische jenseits der 10°dG zu halten.
    Bei G. Red Head kann ich dir auch sagen, dass das allein in der Färbung der Tiere einen deutlichen Unterschied macht, ob die etwas härteres Wasser haben, oder schön weiches, leicht saures. Im Verhalten sowieso.


    Härte aus Wasser bekommen ist halt schwer. Osmose ist der üblichste. Ich kann auch kein Leitungswasser nehmen, ich benutze eigentlich schon immer Regenwasser. Hat den Vorteil, dass dies auch leicht sauer ist und im Normalfall kein Nitrat aufweist (kann im Frühjahr bei viel Pollen ein wenig drin sein).


    15°dG ist eher was für Mittelamerikaner ...


    Gruß,
    Stephan


    @ Thomas, ja Lukas wollte ich antworten. :)
    Nachzuchten tollerieren meist mehr Härte, aber ideal finde ich das dennoch nicht dauerhaft. Mit Wildfängen wird das auch bei Geophagus Red Head nichts.
    Die meisten Gymnogeophagus sollte man halt kühler halten, zumindest zeitweise deutlich kühler. Sie machen es zwar mit, aber alt werden die so nicht. Und zusammen mit L91 wird das schwierig.

    Hallo,


    also, die kleinen Arten wie Geophagus taeniopareius und grammepareius werden zwar nur 15cm sind aber untereinander auch eher aggressiv und schwimmfreudig, also eigentlich auch nur was für größere Becken. Gerade weil man dann auch ein paar halten sollte, damit sich Aggressionen verteilen. Wie Chris oben auch schreibt, gehen vielleicht am ehesten G. parnaibae, oder pindare. Die liegen so um die 16cm. Mehr als 6 Tiere würde ich da aber auch nicht nehmen, gerade wenn die mal ausgewachsen und brutpflegend sind, wird das schon eng.
    Bei G. Tapajos Red Head kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die Männchen so 18cm schon erreichen. Auch sind sie sehr schwimmfreudig und definitiv keine Gruppenfische. Ich hatte zwei Paare. Das Ging, war aber auch viel Gejage und Gezanke. Verletzen tun sich die Tiere nicht, es ist aber eine ständige Unruhe und letzendlich stress für die Tiere. Es gibt auch Naturbeschreibungen, die sagen, dass Tapajos Red Head in Gegensatz zu anderen Erdfressern eher Paarweise angetroffen werden und nicht in Gruppen.
    Größere Arten würde ich nicht nehmen, das wird zu eng.


    Alternativen wären wie andere auch schon geschrieben haben Guianacara oder Biotodoma. Biotodoma ist ja optisch schon recht nahe an Geophagen, aber halt etwas kleiner.
    Bei Guianacara würde ich auch nicht die allergrößte Art nehmen (gibt ja auch kleinere mit eher 13cm, andere werden auch 18cm), weil die auch recht munter und etwas zänkischer sein können. Aber Guianacara haben den Vorteil, dass sie in der Natur Brutkolonien bilden. Also, auch da einigermaßen dicht aufeinander brüten. Daher ist eine Aquariumhaltung da nicht so das Problem und man wird auch 3 Paare vermutlich halten können.
    Mit den Wasserwerten sollte man bei alle den Fischen aber schon nochmal etwas "südamerika-spezifischer" werden.


    Wenn du in dem Becken zwei L91 hast, die ausgewachsen sind, weiß ich nicht, ob man da noch viele andere Welse braucht. Maximal etwas wehrhaftes wie Panaquolus-Arten.


    Grüße,
    Stephan

    Hallo Inge,


    sehr schönes Becken. Ich finde es sieht super eingerichtet aus.
    Meine Freundin hat ein ähnliches Becken, wenn auch deutlich weniger "gescapt" und mehr Fische. Das ist 120 * 30 * 25cm. Das ist aber bis auf die ursprünglich 10 Red Rili Garnelen ein Südamerikabecken. Da schwimmen 4 Biotodoma, Panzerwelse, 2 kleine Peckoltia und ursprünglich 2 Ancistrus Rio Paraguay.
    Inzwischen wimmelt es nur so an mehreren Ancistrus Bruten und Garnelen und wir müssen immer mal wieder abfischen. Schnecken loswerden und Garnelen behahlten ist immer schwierig.
    Aber viel Spaß mit deinem Becken!


    Grüße,
    Stephan

    Hallo,


    steht in der Anleitung. Ich meine, 1 Beutel auf 50 Liter Wasser. Im 200er Becken sind ja auch keine 200 Liter Wasser. Ich würde auch geringer anfangen und mal 2 Beutel nehmen. Wenn sich der Nitrat-Wert nur leicht erhöht, dann ist es ja auch okay, Wasserwechsel machen muss man eh, allein wegen Keimbelastung usw.
    Pass aber auf, wenn du die ganze Zeit Filtermaterial verwendet hast, dass Nitrit abbaut. Vielleicht ist dein Filter momentan gar nicht in der Lage Nitrit biologisch abzubauen, weil es über das Material chemisch passiert ist.
    Ich würde das Filter erstmal mit gutem Material wie Siporax (neben den Beuteln) befüllen, und wieder eine Zeit einlaufen lassen, bevor du das Becken besetzt. Nicht das du am Ende eine Problem mit Nitrit bekommst.
    Diese Ionentauscher pfuschen halt eigentlich ins Gleichgewicht des " Biotop Aquarium" rein. Deswegen bin ich da auch kein Fan von.


    Grüsse!

    Hallo Inge,


    nein, das ist eher vergleichbar mit dem normalen Nitrat Ex. Da sind neben Ton Harze drin, die als Ionentauscher dienen. Die unerwünschten Stoffe werden chemisch umgewandelt und nicht biologisch abgebaut.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo Thomas,


    ich habe hier schon mal sehr ausführliche Beiträge zu LED Beleuchtung geschrieben:
    https://americanfish.de/index.…612&highlight=#post168612
    Einfach da mal lesen :)


    Ich finde deine Härte-Werte für Südamerika zu hoch und der PH könnte etwas runter. Gerade Geophagus können durchaus zu Lochkrankheit neigen, was bei höherem PH auch eher auftritt und mit einbringen von Huminsäuren auch deutlich weniger kommt, bzw. das Problem lösen kann.
    L-Welse würde ich dann auch keine zu großen Nehmen. Hypancistrus-, Pnaquolus, Pecoltiaarten z.B. . Kleinere Ancistomus-Arten wären auch noch eine Möglichkeit. L91 können schon ganz schöne Kaliber werden. Geht aber noch in dem Becken, wenn sich die beiden vertragen und es nur 2 sind. Panzerwelse finde ich persönlich mit einer Geophagusgruppe nicht ideal, die können da recht kurz kommen, da das schon Nahrungskonkurrenten sind und die Barsche sich da natürlich durchsetzen. Kann gehen, muss aber nicht, hängt von Anzahl und Beckengröße und Art ab. Geophagus ist halt auch nicht gleich Geophagus. Manche sind eher Gruppenfische, manche gar nicht (z.B. Tapajos Red Head), manche werden gut 15cm manche 30cm.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    ich halte Nitrat auch nicht für problematisch, bei dem Besatz. Ich habe teilweise in meinen Becken auch Efeutute, die im Becken wurzelt und heraus wächst. Wichtig ist, dass du falls du Triebe abschneidest, sie aber erst wo anders 2 Wochen auswässern lässt und dort Wurzeln bilden.
    Aus der Schnittstelle kann Pflanzensaft kommen, der giftig ist. Also nicht abschneiden und gleich ins Aquarium.
    Von Ionentauschern oder auf der Basis arbeitende Filtermaterialien kann ich nur abraten. Erstens ziehen die dir auch alle Huminsäuren aus dem Wasser und außerdem hatte ich, als ich damit mal probiert hatte, das Problem, dass verstärkt unliebsame Algen oder auch braune Schmierbeläge (wohl Bakterien) aufgetreten sind, die vorher nie da waren. Also, das würde ich lassen.
    Was ich dagegen sehr empfehlen kann sind die Bio-Nitrat-Ex-Beutelchen von J** (wichtig ist das BIO, gibt es auch ohne Bio, dann ist das aber ein Ionentauscher). Das sind kleine, recht dichte Beutel, die im Filter plaziert werden. Darin ist ein Trägerstoff und ein Nährstoff. Durch das relativ dichte Päckchen wird der Beutel nur langsam durchströmt und es bildet sich ein sauerstoffarmes Milieu. Darin bilden sich dann Bakterien, die Nitrat "veratmen" und es bleibt nur Stickstoff über, der ausgast. In einem Außenfilter angewendet, rate ich, die Beutel in den Körben an den Rand "hochkannt zu stellen". Damit wird der Filterdurchfluß wenig beeinträchtigt (wie gesagt, die sind sehr dicht) und sie arbeiten meiner Erfahrung nach effektiver. Nach Anleitung verwendet gibt es keine Nachteile. Es löst sich auch sonst nichts ins Wasser. In seltenen fällen können sich wohl geringe Mengen von CO2 aus dem Nährstoff lösen. Das geschieht aber wohl eher bei Meerwasserbecken und ist da auch nateiliger, im Süßwasser ist das bisschen CO2 gar nicht relevant. Hab solche Beutel in Becken ohne jegliche Nachteile und auch bei empfindlichen Fischen. Wie gesagt, es ist hat ein Biologischer Abbau und kein chemischer, daher ohne unerwünschte Stoffe oder Änderung von anderen Wasserparametern.
    Am deutlichsten war die Wirkung bei einem kleinen 60er Becken mit nur einem Beutel im Filter. Hat man in das Leitungswasser hinein gewechselt (was ich sonst nicht mache) mit 15 mg/L Nitrat, war das Nitrat trotz Fischbesatz bei eingelaufenem Filter nach einer Woche kaum mehr nachweisbar. Also, es funktioniert.


    Ansonsten bin ich schon ein Pflanzenfan. Aus meinem 150er Becken schmeiße ich alle 2-3 Wochen einen kompletten Eimer Pflanzen raus. Das sind schon ein paar umgewandelte Nährstoffe ...


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    also, die Karte ist echt superinteressant. Ist schon beeindruckend, wie sogar in der gleichen Jahreszeit im gleichen Jahr im Verlauf des Flusses die Wasserwerte teilweise enorm schwanken.
    Wahrscheinlich stark geprägt von Zuflüssen. Der Rio Ventuari ist da ein tolles Beispiel. PH Werte zwischen 7,1 und 5,6, ja im späteren Verlauf bis runter auf 5,1. Das sind 2 PH Schwankung im gleichen Fluss zur selben Jahreszeit.
    Das ist schon beeindruckend. Da sieht man, dass solche Ratschläge wie "dieser Fisch kommt aus dem Fluß und bracht deswegen PH 6,5" oft deutlich von der Wahrheit weg sein können.
    Danke nochmal.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo Elko,


    das ist echt super! Danke!
    Ich bin schon länger am überlegen, ob es bei den Werten nicht allgemein jahreszeitlich bedingt größere Schwankungen gibt.
    Daher ist es schön, dass auch das Datum dabei ist.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,


    ich musst oben nochmal kurz ändern, weil ich mir am Ende selbst nicht mehr sicher war :rolleyes: 
    Aber so passt es.
    Also, du kannst dein Filter auch locker mit 30 cm/s auslegen und hast mit Siporax immer noch eine super biologische Filterwirkung.


    Die Formel ist:


    Pumpgeschwindigkeit (l/h) = Filterquerschnittsfläche (cm²) * 60 * gewünschte Durchflussgeschwindigkeit (cm/min) / 1000


    Sagen wir mal dein Filter hat ein Durchmesser von 35,5cm (müsste laut Internet so sein). Dann kommst du auf rund 990cm² Querschnittsfläche. Mit einer Durchflussgeschwindigkeit von 30 cm/min kämst du dann auf eine Pumpleistung von knapp 1800 l/h. Mit 20cm/min auf rund 1200 l/h.


    Also, ich würde irgendwas dazwischen nehmen. So 1200 bis 1500 l/h, das passt auf alle Fälle.
    Um das noch anzumerken: Die Eheim Filter die so eine hohe, theoretische Durchströmungsgeschwindigkeit haben (über 40cm/min), haben diese in Wirklichkeit nicht. Das ist zum Beispiel das 600er Model. Das hat den gleichen Querschnitt wie das 250er, aber eine stärkere Pumpe.
    Allerdings hat das 600er auch 2 Körbe mit Material mehr. Das hemmt dann doch deutlich und der tatsächliche Durchsatz ist damit gar nicht viel größer wie beim 250er. Es hat aber mehr Filtervolumen.
    Also, es kommt natürlich auch etwas darauf an, was da "hinten dran hängt".


    Lange Rede kurzer Sinn: Ich wollte damit hauptsächlich sagen, dass du den 2260 bei 1000 l/h sicher nicht noch drosseln musst, weil das für den großen Filter eigentlich schon wenig ist.


    Gruß,

    Hallo,


    sorry, war die ganz falsche Einheit. Ich meinte 20 Zentimeter pro Min (cm/Min).
    Also, die Durchströmungsgeschwindigkeit des Substrats. Damit und der Filterquerschnittsfläche des Filters kann man dann die Pumpleistung berechnen.
    Ja, poröse Filtergranulate kann man mit der Durchströmungsgeschwindigkeit gut betreiben. Und Siporax ist von der Besiedelung ja mit da beste.
    Ich hatte mal die Eheim Professional 3-Filter überschlagen, die laufen sogar bei 28-über 40 cm/Minute. Das 1200 XXL ist davon das langsamste. Und die Eheim-Filter haben auch in Vergleichstests, die ich gelesen habe, von der Zügigkeit der Denitrifikation sehr gut abgeschnitten.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo nochmal,


    kleiner Denkfehler mit der Pumpleistung. Dass die niedriger durch den Höhenunterschied ist, gilt für Unterschrankanlagen, also offenen Filterbecken. Ein geschlossener Außenfilter luftdicht mit Schläuchen angeschlossen ist natürlich eine andere Geschichte. Wenn da keine Luft drin ist, ist ja einfach der Wasserstand oben beim Aquarium und die Pumpe muss nur umwälzen und nicht hoch pumpen. Also, sollte die Pumpe - zumindest im sauberen Zustand - annähernd Die Pumpleistung dier Herstellerangabe erreichen. Wie Mathias schreibt, hemmen natürlich die Filtermaterialien, Schläuche usw. etwas, sowie das sich zusetzende Filtermedium.


    Gruß,
    Stephan

    Hallo zusammen,


    ich bin da relativ nahe an der Meinung von Mathias. Von Reihenschaltung halte ich auch nichts (Was soll das bringen?, mir fallen nur Nachteile ein) und die beiden Filter separat zu betreiben ist sicher sinnvoller.
    Ich habe selbst im Prinzip etwas ähnliches, nur eine Nummer kleiner.
    Bei mir ackern ein Eheim 2075 und ein Eheim 2071 an meinem Becken mit rund 380 Litern. Zu viel mechanische Fillterung mach meiner Ansicht nach gar nicht so den Sinn. Insbesondere stapelweise Schwämme.
    Ich denke, dass ein sinnvoller Aufbau der Materialien, wichtiger ist. Beispiel bei den Professional 3 Filtern mit mehreren Kammern, wie deinem 2180 oder meinem 2075: In der Vorkammer hat man schon mal einen groben Schwamm,
    und in der Kammer vor dem Schwamm befindet sich auch der meiste Dreck im ganzen Filter. Wer Panaque oder Panaquolus im Becken hat, holt da nach einiger Laufzeit etwas raus, was nasser Walderde ähnelt.
    Die nächste untere Kammer würde ich mit losem Material bestücken, das auch viel Dreck aufnehmen kann, wie Plastik oder Tonröhren. Danach kann ruhig nochmal Schwamm, der den Dreck auch zurück hält. In der nächsten Kammer habe ich bereits biologisches Granulat und hier schon oben drauf eine Dünne schicht Fließ (aber nur ein 1/4 bis 1/3 des Originalfließ; kann man einfach auseinander ziehen). Das hält viel feine Stoffe zurück, dennoch sinkt die Standzeit des Filtes nicht so krass ab. Über dem Fließ sitzt bei mir die letzte sehr saubere Kammer, die nur biologische Bedeutung hat. Da ist Siporax drin und bei mir noch 3 BIO-Nitrat-Ex Beutelchen in den Ecken der Kammer. Ich bin inzwischen ein großer Freund dieses Zeug, da es tatsächlich was bringt, aber die Wasserwerte ansonsten nicht verändert. Das andere Filter ist bei mir ähnlich aufgebaut, nur abgespeckt, aufgrund von weniger Kammern. Ich mache die Filter dann etwa alle 3 Monate sauber. Dann ist die Leistung bei dem Aufbau zwar immer noch ok, aber man merkt das am Algenwachstum. Einige Algen, wie Pinselalgen mögen wohl viel Mulm und Abbaustoffe im System und sprießen dann mehr. Nach Filterreinigung hat das dann wieder ein Ende.


    Mit der Durchströmungsgeschwindigkeit wird meiner Meinung nach von vielen zu sehr angeraten, sie niedrig zu halten. Das geht aber vor allem auf biologische Filterung mit Schämmen, sprich Mattenfiltern, zurück. Und selbst da wir meiner Meinung nach gerne untertrieben. Es heißt hier immer gerne 5-10 cm/sec soll die Durchströmungsgeschwindigkeit sein. Ich habe mit 5-7 cm/sec schlechte Erfahrungen gemacht. Meine letzte Matte läuft bei 10cm/sec und das jetzt einwandfrei. Biologische Filtergranulate vertragen wesentlich höher Durchflußgeschindigkeiten. Das poröse Material wird auch dann noch sehr gut von Bakterien besiedelt. Insbesondere so etwas wie Siporax. Da sind 18-20 l/s kein Problem. Und in dem Bereich liegen auch die neueren Eheim Filter. In diesem Bereich kann man auch den 2260 betreiben. Kann man ja einfach über die Querschnittsfläche des Filters ausrechnen und die Pumpleistung entsprechend anpassen. Wobei die angegebene Pumpleistung bei Filter im Unterschrank nie erreicht wird, weil die angegebene ohne Höhenunterschied ist. Bei Tunze gab es zur Höhe und Pumpleistung ihrer Pumpen immer Diagramme auf der Homepage. Nur mal zur Orientierung. Aus dem Bauch heruaus halte ich 1000l pro Stunde für einen 2260 schon für sehr wenig, insbesondere im Unterschrank. Drosseln würde ich da auf keinen Fall mehr. Wie Mathias schreibt, ist das dann doch recht wenig Umströmung und Sauerstoffversorgung. Ich persönlich würde jetzt schon höher ansetzten.


    Beste Grüße,
    Stephan

    Hallo Jeannot,


    bei meinem Becken ist 2cm über der Oberfläche eine Glasscheibe, 2cm darüber dann die LED Leiste. Das größere Becken ist darüber sogar nochmals abgedeckt.
    Theoretisch kannst du recht knapp über die Oberfläche gehen. Um so tiefer du gehst, um so mehr hast du halt den Effekt, dass ganz oben im Becken an der Scheibe die Fische nicht von vorne angestrahlt sind.
    Leisten wie GHL, Dennerle oder die Fluval haben schon einen großen Abstrahlwinkel mit 120°-130° aber auch das brauch eine gewisse Höhe um das Becken auch ganz oben auszuleuchten, oder du musst mit deinen Leisten näher an die Scheiben, also mehr Leisten benutzen.


    Um die andere Frage noch zu beantworten: Von der Helligkeit könnte dir bei GHL auch ein Balken reichen. Bei zweien wäre das Becken im oberen Bereich natürlich besser ausgeleuchtet, vor allem, wenn du recht knapp über die Oberfläche gehen willst.
    Im Fall von 2 Balken kann es gut sein, dass du die aber eine ganze Ecke runter regeln würdest. Viel mehr Strom verbrauchen würdest du da wohl nicht, aber die Anschaffungskosten hättest du halt. Aber die GHL ist halt auch eher Luxus und von der Simulation toll und eh nichts für Pfennigfuchser.
    Ich wollte dem Becken jetzt noch einen Panta Rhei Hydro Wizard verpassen, da ich beim Reinigen meine alte Strömungspumpe etwas verpfuscht habe, aber da ist meine Freundin erstmal ihr Veto eingelegt. Vielleicht nächstes Jahr ... :D


    Gruß,
    Stephan

    Hallo,
    ich kann ein wenig zu den auf dem Markt befindlichen und für den Aquaristikbereich gedachten LED-Lampen berichten. Ich selbst habe meine beiden Wohn- und Esszimmerbecken mit LED ausgestattet, meine Freundin hat eine LED Beleuchtung auf Ihrem Becken und auch meine Eltern haben auf LED umgerüstet. Alles unterschiedliche Hersteller.
    Eins noch vorneweg zu Thema Geophagus und Pflanzen. Ich hatte lange Red Heads in einem gut bepflanzten Becken. Wenn man nicht gerade mit Bodendeckern anfängt, ist das eigentlich kein Problem. Einfach gut Wurzelnde Pflanzen verwenden, die werden nicht so leicht ausgegraben, auch Riesenvalisnerien blieben bei mir immer stehen. Andere Pflanzen habe ich einfach in Lava Pflanzsteine gesetzt oder mit Schieferplatten in die ein Loch gebohrt war gesichert. Ansonsten einfach viel Aufsitzerpflanzen verwenden und das Becken ist auch mit Geophagus schön grün.
    Zurück zu den LEDs. Die folgenden Varianten sind natürlich teurer als ein paar Leuchtstoffröhren und Baumarkt-LEDs können halt aber auch mehr.
    Ich fang mal bei meiner Nobel-Variante.
    Auf meinem 150 x 50 x 53 (Wasserstand) Becken ist eine GHL Mitras Lightbar 2 drüber. Das Becken ist damit angenehm hell und das trotz Schwimmpflanzen und Valisnerien. Pflanzen wachsen sehr gut. Die Lichtfarbe ist super und könnte nicht besser sein. Die angegeben mittlere Lichtfarbe liegt bei 5500K mit sehr hohem CRI, wobei das bei dieser Lampe deutlich variiert werden kann. Auch entstehen Kringeleffekte bei bewegter Oberfläche, was ich ganz hübsch finde. Die Verarbeitungsqualität, Wärmemanagement und Qualität der LED sind spitze. Die LED Cluster sind austauschbar und die Lampe regelt runter, falls sie unter der Abdeckung doch mal zu warm werden sollte (konnte ich bislang nicht beobachten). Simulieren kann man natürlich alles erdenkliche. Kompletter Tagesverlauf, Mondlicht mit Mondphasen, Jahreszeiten, Wetter mit Bewölkung bis hin zu Gewitter. Alle Farbkanäle sind einzeln anwählbar und dimmbar, also alles geht und das bequem vom Computer aus.
    Einziger Nachteil: Der Preis, der ist zugegebener Maßen hoch. Eine kleiner Nachteil der sich daraus ergibt, dass ich nur einen Leuchtbalken in der Mitte habe, ist, dass Fische die direkt nahe an der Frontscheibe sehr hoch schwimmen, nicht mehr von vorne stärker „bestrahlt“ werden. Aber das ist nur ein kleiner Makel und bei den meisten größeren Becken mehr oder weniger der Fall. Und man muss erstmal durchblicken was man zum Betreiben der Lampe alles benötigt. Natürlich lässt sie sich auch ohne Steuerung betreiben. Viel Sinn diese Leuchte nur mit an uns aus zu betreiben macht es natürlich nicht.
    Mein Eckbecken hat eine Fluval Aqualife and Plant aus der ersten Generation als Beleuchtung. Die Ausleuchtung ist in dem 45cm hohen Becken sehr gut und hell. Tendenziell wirkt die Lichtfarbe etwas wärmer (5200K), ist aber nicht störend oder verfälscht spürbar Farben. Sie kann leider nur An, Aus und auf Mondlicht gestellt werden. Die Verarbeitung ist sehr gut, allerdings wird sowohl die Lampe als auch das Netzteil deutlich Wärmer als bei der GHL.
    Es gibt auch eine neuere Variante, die noch etwas heller ist, nicht mehr so warm im Ton (6500K) und dimmbar. Des weiteren gibt es ein Steuergerät mit Bedienung per Handy-app mit dem Ein Tagesablauf und Mondlicht programmiert werden kann als Zubehör.
    Meine Freundlich hat eine Solarstinger SunSrip 35 (gibt es auch als breitere 70 Version) daylight. Die Lichtfarbe beträgt 6500K und sieht sehr gut aus. Zur Helligkeit kann ich schlecht etwas sagen, was am Becken liegt 120 x 30 x 25. Dort ist sie natürlich superhell. Außerdem ist sie steuerbar mit Sonnenauf und Untergang, der programmierbar ist und die einzelnen Farbkanäle lassen sich einzeln steuern und dimmen. So natürlich auch ein Mondlicht. Die Verarbeitung ist gut, nur die Kunsstoffendkappen an der Leiste wirken für meinen Geschmack billig. Es gibt viele Haltemöglichkeiten. Die Lampe und Netzteil werden nicht übermäßig warm, wobei die 35 Variante auch nicht so viele LEDs hat. Preislich ist sie ganz interessant. Vielleicht könnte man damit auch leicht hellere und dunklere Bereiche im Becken abdecken (Sunstrip 70 und 35 kombinieren).
    Meine Eltern haben einen Aqualantis Easy LED Balken über Ihrem Becken. Ist nicht superhell, aber ausreichend für schnellen Wuchs normaler Pflanzen in dem 100 x 40 x 45 Becken. Lichtfarbe passt und Sonnenauf- und -untergang gibt es mit der Steuerung im Fest programmierten Ablauf. Mondlicht leider nicht. Wärmeentwicklung ist auch ok. Preislicht liegt die am günstigsten.


    Man hört öfter mal schlechtes, wenn es darum geht, dass sich Leute teure LED-Beleuchtungen fürs Aquarium geholt haben. Oft geht das auf die Eheim Balken zurück. Ich hatte mir die damals auch angeschaut und die Idee sehr schnell verworfen. Als einiger Balken von Eheim kommt eigentlich der komplett weiße daylight in Frage. Der hat allerdings gar keine Farb-LEDs. Die anderen haben alle viel zu hohe Kelvinzahlen. Insbesondere der „Plant“ für Pflanzen und dann kaltweiß macht aus meiner Sicht wirklich keinen Sinn. Das heißt dann im Umkehrschluß aber auch, dass man mit nur daytime Balken beispielsweise kein Mondlicht hin bekommt. Dazu ist die Lichtmenge eines Balkens nicht gerad üppig und man braucht eigentlich mehr, als bei so manchem Mitbewerber. Daher wird es schnell teuer und für das Geld gibt es dann aus meiner Sicht wirklich hochwertigeres.
    Interessant finde ich die Dennerle LEDs. Das sind abgespeckte GHL. Der Balken und das Steuergerät sieht sogar genauso aus und wird meines Wissens nach auch von GHL gefertigt. Es sind auch hochwertige LEDs verbaut und sie ist vielfältig steuer- und programmierbar.
    Natürlich kann man auch mit Röhren oder billigen LEDs deutlich günstiger Beleuchten, aber das sind mal so meine Erfahrungen mit den auf dem Markt befindlichen Produkten.
    Grüße,
    Stephan