Beiträge von Mathl

    Im Camp angekommen.....


    wird natürlich erst einmal das Nachtlager errichtet. Uns wurde für einen moderaten Preis eines der Gästehäuser angeboten, und ich als relatives "Schwergewicht" bekam natürlich den Platz zwischen den tragenden Stämmen. Solche Unterkünfte haben den Vorteil, dass man keine geeigneten Baumstämme suchen sowie den Untergrund peinlich säubern muß. In freier Natur müssen alle Äste, Laub ect. unter dem obligatorischen Moskitonetz beseitigt werden, da man nie weiß, welches Getier sich darin verbirgt. Und einen Regenschutz braucht man auch nicht anzubringen. Nachdem die sanitären Anlagen inspiziert und nicht als sooo gut befunden wurden, ging es zur Erkundung in die nähere Umgebung. Übrigens beobachtete ich am nächsten Morgen einen ziemlichen Andrang, der Vorhang hing herunter und es standen wartende Einheimische davor. Als Mitteleuropäer zieht man da ein ruhiges Plätzchen im Wald oder ein verstecktes Bad im fließenden Wasser, unter Beachtung der Strömungs-verhältnisse, vor.

    Zum Abendbrot gab es die beiden imposanten Spatelwelse in gegrillter Form, da wird man sogar als vorrangiger "Fleischvertilger" vom feinen Geschmack überzeugt.


    @ Thomas: L 52 gefallen mir auch immer wieder und so hatte ich mir 2011 einige aus dem Atabapo mitgenommen. Ihre Pracht zeigen sie aber nur bei den entsprechenden Parametern von Schwarzwasser.


    Beste Grüße von Mathias




    americanfish.de/index.php?attachment/44572/americanfish.de/index.php?attachment/44573/americanfish.de/index.php?attachment/44574/americanfish.de/index.php?attachment/44575/americanfish.de/index.php?attachment/44575/americanfish.de/index.php?attachment/44576/americanfish.de/index.php?attachment/44577/americanfish.de/index.php?attachment/44578/americanfish.de/index.php?attachment/44580/

    Hi Elko,


    gern geschehen. Es ist immer wieder ein faszinierendes Erlebnis fremde Welten zu ergründen, und wenn es dann noch mit seinem Hobby verbunden werden kann, ist das das I-Tüpfelchen. Wie schnell es geht, dass ein Land nicht mehr unter normalen Bedingungen bereist werden kann, sieht man ja deutlich an Venezuela. Hoffe nur, dass es irgendwann wieder möglich wird!


    Beste Grüße und eine angenehme Woche von Mathias

    Die nächste Station...…


    unserer Reise war schon von Weiten zu sehen. Es handelt sich um das attraktivste Reiseziel in dieser Gegend, die Cerros de Mavecure. (die Schreibweise ist nicht ganz eindeutig: auf einheimischen Schildern steht Mavicure, in Landarten, Reiseberichten ect. Mavecure) Drei Tafelberge ragen am Ufer des Inirida aus dem angrenzenden Urwald heraus. Der Pajarito (Vogelberg) ist mit 712 m der höchste davon. Bisher wurde er nur 2 mal von Bergsteigerteams bezwungen, 1992 von deutschen und 2015 von argentinischen Bergsteigern. Über die Besteigbarkeit des direkt daneben befindlichen Mono (Affenberg) kenne ich keine Aussage. Den Gipfel des Mavicure (dieser wird mit "i" geschrieben) am gegenüber liegenden Ufer kann man besteigen, eine gewisse Fitness natürlich vorausgesetzt. Um den Pajarito rankt sich eine Sage um eine indianische Schönheit Namens Inirida, welche nach dem Genuss eines Zaubertrankes den Gipfel rasant erklomm, dort in Ohnmacht fiel und nach dem Erwachen für immer dort, getrennt von ihrem Volk, blieb. Man kann dort in einem kleinen Camp übernachten, welches auch gern von den Einheimischen genutzt wird. Des Weiteren ist das Dorf El Remanso nicht weit entfernt und von dort aus kann man in Begleitung eines Guides ….aber dazu mehr in der Fortsetzung.

    Bei meinen Recherchen bin ich auch auf nachfolgenden Link gestoßen, welcher auch teilweise aus der Vogelperspektive einen Eindruck dieser herrlichen Gegend wieder gibt. Meine Videos können dies nicht so eindrucksvoll rüber bringen. (siehe ganz unten!)


    https://www.youtube.com/watch?v=Eo4KXW5lOzo


    Beste Grüße von Mathias


    @ Claus: Danke und mache ich doch gern.

    Und weiter geht`s.....


    den Inirida immer stromaufwärts an vereinzelten Dörfern vorbei. Am Uferprofil kann man ersehen, bis wohin in der Regenzeit der Wasserstand steigt. Aus Sicherheitsgründen werden die Häuser in einigen Siedlungen zusätzlich noch auf Stelzen gebaut. Unterwegs begegneten wir einem Indio, welcher das kleinste Glied der Fischfänger und -händlerkette darstellt. Natürlich wurde der Fang begutachtet sowie Bestellungen aufgegeben. Und es hat geklappt, wie ich später noch zeigen werde. Am interessantesten war natürlich ein Blattfisch, den wir anfangs wirklich für ein abgestorbenes Blatt hielten. Dieser kleine Räuber von ca. 10 cm aus der Familie der Vielstachler macht seinen Namen alle Ehre. Sie lassen sich in der Strömung treiben und saugen blitzschnell kleine Fische in ihr Maul. Dieses läßt sich ca. 60% der Kopflänge hervorstülpen.

    Verschiedene Netze im Wasser aufgestellt und man hat die ideale Zwischenhälterung, einschließlich Frischwasser und Futter.


    Beste Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Mathias



    Die nächste Station unserer Reise war die Hälterungsanlage eines Zierfischfängers und Geschäftspartners unseres Guide. Ein unscheinbarer Weg entlang eines Baches führte uns nach ca. 20 min dorthin. Es war eine Anlage mit Durchflußsystem mit natürlichen Einspeisung. Die Wasserwerte waren extrem, siehe Foto der Messgerätanzeige! Gefangen und gehältert wurden vorrangig Salmler sowie Zwergcichliden. Eine Spinne der großen Familie Echte Radnetzspinnen sah ziemlich furchterregend aus, ist aber völlig harmlos. Das Anwesen wurde von einigen Hunden bewacht, welche lautstark jeden Besucher ankündigten, aber ansonsten friedlich waren. Auf einem Foto habe ich mal eine Stachelpalme festgehalten. Wenn man aus Unachtsamkeit auf eine solche tritt, kann man die Folgen erahnen. Besonders umgestürzte Exemplare unter Wasser stellen eine ziemliche Gefahr dar.


    Beste Grüße von Mathias

    Hi Michel,


    Dank für die Berichtigung/Ergänzung. Selbst habe ich sie noch nicht gepflegt, aber natürlich größere Exemplare als 15 cm gesehen. Da hat irgendwie der Tastenteufel gewirkt. Aber, dass auch an pflanzliches Futter gegangen wird war mir bis dato nicht bekannt.


    Beste Grüße von Mathias


    Fortsetzung folgt...….

    Es geht weiter...…


    und zwar den Inirida stromaufwärts. Er ist mit 1300 km Länge der größte Zufluß des Guaviare, welcher wiederum bei dem Ort San Fernando de Atabapo (Venezuela) in den Atabapo und kurze Zeit später in den Orinoco fließt. An einer Felsformation wurde Rast gemacht und geangelt, die Unterwasserfauna inspiziert oder einfach nur ein etwas abkühlendes Bad genommen. Gegrillter Cichla ist selbst für mich als vornehmlicher "Fleischvertilger" eine schmackhafte Mahlzeit. Im Wasser tummelten sich Unmengen von Salmlern. Das Wasser war ziemlich ungeeignet zum Filmen, aber man erkennt auf dem Clip Moenkhausia colletti und Großschuppensalmler Calceus macrolepidotus. Letztere werden um die 15 cm groß und ernähren sich vorrangig von kleinen Fischen.


    https://youtu.be/4Qdl3CO3vAI

    Hi Swen,


    alle größeren silbrigen Salmler (Brycon ??) landeten nicht wieder im Fluß. Ich muss anmerken, dass ich überhaupt kein Fischesser bin und deshalb bei der Zubereitung nicht so darauf achte. Aber manchmal muss man ja was zu sich nehmen, meine Favoriten kommen später noch in`s Spiel.


    Beste Grüße von Mathias

    Hallo,


    Danke , gern geschehen.


    Es ging weiter auf dem Cano Bocon und seinen Zuflüßchen, welche auf keiner mir zur Verfügung stehenden Karte dargestellt werden. Einer davon war der Cano Jota, der förmlich zum Fische fangen, fotografieren und mehr einlud. Dazu muss man erklären, dass auf unserem Boot gelebte Demokratie herrscht, d. h. es wird ein grobes Ziel festgemacht und unterwegs kann jeder seine Wünsche zum Verweilen äußern. Es erfolgt eine Abstimmung und wir bleiben oder es geht weiter. Aber hier waren sich alle sofort einig ein paar Kescherzüge zu machen.


    Hallo zum Wochenende,


    das derzeit herrschende Wetter bietet sich an zur Fortsetzung:


    Es ging also auf dem Inirida in Richtung Canyo (Bach) Bocon. Wie der Name schon ausdrückt, handelt es sich um einen relativ kleinen Zufluss.


    Da wir als Scout einen hiesigen Fischhändler gewinnen konnten, war die Aussicht auf eine interessante Tour vorprogrammiert. Nach der doch anstrengenden Anreise konnte man die verschiedenen Uferlandschaften genüsslich vorbei ziehen lassen.


    Hallo liebe Forengemeinde,


    hatte es ja angekündigt einen kleinen Reisebericht über unsere Tour 2019 nach Kolumbien zu gestalten. Wir, das sind 6 mehr oder weniger Fischverückte, welche schon gemeinsam ein paar Mal das Orinoco-Gebiet mit seinen Zuflüssen per Boot durchstreiften. Stimmt nicht ganz, wir hatten diesmal einen Schildkröten-Experten, aber ebenfalls Aquarianer, mit an Bord.

    Warum Kolumbien? Wer aufmerksam das Tagesgeschehen in Venezuela verfolgt, weiß die Antwort sofort. Auf Grund der politischen Situation sowie der herrschenden Kriminalität ist schon seit ca. 2 Jahren eine Reise dorthin auf keinen Fall empfehlenswert. Die Versorgungslage in diesem herrlichen Land war schon immer ziemlich miserabel, aber Nichts im Vergleich zur derzeitigen Situation. Somit fiel eine für 2018 geplante Exkursion ins Wasser, und es wurde ein neues Reiseziel gesucht. Der Guaviare, als kolumbianischer Zufluß in den Atabapo, war uns durch vorherige Touren bekannt und so fiel die Wahl auf das Gebiet des Departmento Guainia. Dessen Hauptstadt Inirida, mit ca. 20 000 EW sowie der gleichnamige Fluß sollte unser Hauptziel darstellen. Also ging es von Berlin-Tegel nach München und von da aus im 12-stündigen Direktflug nach Bogota sowie nach ein paar Stunden Aufenthalt ca. 800 km weiter nach Inirida. Beim Verlassen des Flughafens dachten wir erst irgendwo in Asien gelandet zu sein. Hauptverkehrsmittel waren Tuk-Tuk`s. Man konnte sich hineinpressen, aber wohin mit dem Gepäck? Ganz einfach: auf`s Dach geschnallt und ab ging es zum Hafen. Dort wartete schon unser Boot, welches 3 Vorausreisende gechartert und mit allem Notwendigen für die nächsten 2 Wochen beladen hatten. Ein kurzer Stopp an der Tankstelle und man war kein Millionär mehr.



    Hallo zusammen,


    hatte mal die Idee grüne Kunststoffmatte (Heizungsbau) als Unterlage zu verwenden. Ergebnis war, als es die C. pearsai entdeckten, dass nunmehr alles rausgezerrt wurde. Dachten wohl etwas essbares gefunden zu haben. Styropor ist völlig ungeeignet, da sich dort früher oder später die Fische (zumindest L-Welse und Cichliden) daran vergreifen. Bei Neueinrichtung des Aquarium kann man die Steine beruhigt auf die Bodenscheibe platzieren, die Gefahr besteht nur bei Kies zwischen Stein und Scheibe.

    Beste Grüße von Mathias

    Hallo zusammen,


    nur noch 2 Wochen oder auch schon in 2 Wochen. Bin noch mitten drin in der Vorbereitung, und die Zeit rennt. Die Abstimmung mit Roland (Teil 1)


    sind gelaufen. Wenn es dann vollbracht ist, werde ich hier im Forum auch einen kleinen Reisebericht starten.


    Beste Grüße und noch einen schönen (bei uns schon fast winterlichen) Sonntag von Mathias

    Hallo liebe Forengemeinde,


    Dank eines Aquarianers aus dem Raum Nürnberg :-)/~bin ich nun stolzer Besitzer eines 2. Weibchens. :)


    Beste Grüße und ein schönes WE von Mathias

    Zitat

    Heisst also, dein Aq hat permanenten Kontakt mit den Wasserhahn?

    Hallo Micha,


    so ist es. Die Mischbatterie war gemeinsam mit dem Abflußrohr das erste was damals in der Wohnstube verlegt wurde.


    Und Glück muß man auch ein wenig haben, aber sich nicht all zu sehr darauf verlassen.


    Beste Grüße von Mathias