Apistogramma wilhelmi/abacaxis

  • Hallo,

    nach langer Zeit hab ich mal wieder Apistogrammas gezogen (die Jungen sind ca. 1 Woche alt, also noch kleine Artemiafresser.)

    Es handelt sich um eine Art, die ich schon länger mal haben wollte und zwar um wilhelmis.


    Interessant und Anlass meines Beitrages ist der schnelle und eigentlich recht einfache Zuchterfolg. Wenn man im Netz sucht, findet man erstens recht wenig Infos, und wenn dann berichten die Halter über sehr große Schwierigkeiten bei der Nachzucht, die nur in extrem saurem Wasser gelang (pH4 oder so). Vielleicht ist die Art auch deshalb kaum zu finden (bei dem pH kommen ja oft nur Männer raus - so war es bei meine elisabathae jedenfalls)

    Bei den Tieren, die ich erhalten habe reicht bereits ein pH von kanpp 6 bei gleichzeitig weichem Wasser (LW ca.70) aus, um an die 30 Junge zu erhalten.


    Gibts hier jemand mit ähnlichern Erfahrungen (auch bei anderen Arten)? Liegt es vielleicht an dem Zuchstamm, der besonders vermehrungsfreudig ist?

    Gruß

    Berthold

  • Hallo Phil,

    gehören für mich auch zu den schönsten Apistogrammas.

    Bis die abgabefähig sind wirds wohl noch eine ganze Weile dauern -irgendwann im Frühling.

    Sind wohl an die 40 Stück, hoffentlich stimmt das Geschlechterverhältniss.

    gruß

    berthold

  • Hallo Berthold,


    ich habe auch welche aber bisher noch nichts.


    Was mich interessiert, bei welcher Temperatur hälst du sie, in welchem Becken, als Paar? Kannst ja mal ein Bild des Beckens machen, wie lange und hell wird das Becken beleuchtet, wie oft und viel machst du WW? Nutzt du Torf oder Huminstoffe?


    So, das wären ein paar Fragen, zum Schluss noch eine: Siehst du die Tiere auch mal, meine bisherige Erfahrung und auch die eines Bekannten sind, dass die Tiere sehr scheu sind und sich quasi nur verstecken?

  • Hi,

    Temp. ca. 26 °, pH knapp 6, LW ca.70.

    Die Eiablage erfolgte im stark besetzten Gesellschaftsbecken (160l, ca. 20-25 rote Neon, 8 Rotkopfsalmer, 2 Coris, und ein Paar wilhelmis.)

    Wasser wechsel fast täglich ca. 60 Liter Osmosewasser bis der Leitwert unten war. Nach der Eiablage etwas weniger gewechselt um den pH zu senken.

    Als die Jungfische zum ersten mal rauskamen in der Nacht die Höhle samt Weibchen und Brut in ein 60er Becken, das ich zuvor mit Wasser aus dem großen Becken gefüllt habe, umgesetzt.

    Das Wechselwasser aus dem 1. Becken habe ich beim Wasserwechsel mehrfach ins kleine entleert, so dass die wasserwerte sich angleichen konnten. Dann ist das umsetzen problemlos.

    Jetzt schwimmen ca. 40 junge mit der Mutter da rum, haben schon die Bodennähe verlassen und kriegen mehrmals täglich Artemia.


    Den Bock sehe ich schon mal beim Füttern ect. aber er ist noch relativ klein und hat weniger Masse als ein Neon-Weibchen. Vermutlich sieht man ihn mehr, wenn er heranwächst.

    Zur Zucht sind junge Fische aber meist besser geeignet.


    In zwei bis drei Wochen werde ich das Weibchen wieder zum Männchen setzen und evtl. noch eine zweite Brut aufziehen.

    Gruß

    B.

  • Hallo, Berthold ! Danke für deine Info- gerne dann auch Bilder ! Der Bubu aus Soest ist Fachmann für Zwerge... Funk ihn mal an !

    Einen schönen Feiertag und Helloween, Claus.

    Ein mongolisches Sprichwort: Berge können sich nicht miteinander unterhalten, aber MENSCHEN ! ;)[bestand]1869[/bestand]

  • Hallo Berthold,

    Dein Besuch liegt schon Lichtjahre zurück! Muß um die 2013 gewesen sein. Meine damaligen Ap. sp. wilhelmi / Abacaxis haben bei einer Lf um 100 mS , Ph 6,0 und 26° mehrere male gelaicht und Junge groß gezogen. Allerdings mußte ich auch einige male das M entfernen oder das Becken teilen wenn das M zu aufdringlich wurde!

    Natürlich hab ich auch Bilder gemacht!

    Grüße

    Bubu

  • Hallo Bubu,

    schön daß du dich an mich erinnerst. :-)

    Ist das wirklich schon soooo lange her? Dann muss ich mit einem 1-jährigen Baby bei dir gewesen sein? Jetzt ist meine Tochter bald 8.... (mein bester Nachtzuchterfolg ever. ;-) )


    Du hast die Apisto ja wirklich fast alle durch!

    Erstaunlich ist, das die Zuchtberichte im Netzt (so es denn welche gibt) allgemein von ganz niedrigen pH's berichten - und gaaanz schwierig.

    Und ebenso erstaunlich, das dieser sehr schöne Fisch sich kaum im Handel findet.


    Ich hatte im 160 Liter Becken das Männchen mit zwei Weibchen - eines hat das nicht überlebt. War wohl nicht schnell genug laichbereit..

    Ich habe mir jetzt Höhlen aus zwei zusammengeklebten kleinsten Blumentopfuntersetztern gebastelt. Damit kann man das Weibchen mit Jungen ganz leicht umsetzten. Daumen drauf und rüber ins andere Becken.

    Die Jungen wachsen bis jetzt scheinbar verlustfrei heran und wachsen auch gut und schnell.


    Danke für deinen Beitrag.

    Würde mich freuen, wenn wir uns mal wieder sehen..


    Gruß

    Berthold

  • Hallo,


    super Infos, ja es gibt wirklich kaum was zur Zucht zu finden. Dann werde ich mal einstellen PH 6 und 26°.


    Leitwert scheint ja nicht so wichtig zu sein, wenn das bei euch bei 70-100 funktioniert, bin da von viel tieferern Werten ausgegangen.

  • Hallo Tobias,

    ich bin zwar kein Experte für Leitwert (Bzw. leitfähigkeit), aber wichtig dürfte möglichst sauberes Wasser sein.

    Ich kann mir vorstellen, das in einem Becken, das nach einem Wassserwechsel eine Leitwert vo 50 aufweist bei einem ansteigenden Leitwert auf z.B. 100+ das Wasser schon belastet ist und die Zucht nicht so erfolgreich wird. Viele Wasserwechsel dürfeten erfolgsversprechender sein als der Kampf um den kleinsten Leitwert.


    Dir Kleinen wachsen übrigens ziemlich schnell.

    Gruß

    berthold

  • Bubu ,

    Hallo Bubu,

    mein Männchen hat auf jeden Fall deutlich weniger violett, eher nur das Kinn und nicht die Stirn.

    Mal sehen, ob bei dem Nachwuchs verschiedene Färbungen fallen.

    Man kann ja kaum sicher sein, eine reinerbigen "Standort"-stamm zu haben. Bei manchen Arten ist ja auch die Variabilität der Individuen eher hoch.


    Gruß

    Berthold