Eine Insel mit Land drum rum

  • Moin,


    wie der eine oder andere mitbekommen haben wird, war ich mal wieder reichlich 2 Wochen abwesend.

    An dieser Stelle erstmal vielen Dank an das Team und insbesondere Bernd, dass das während die Arbeiten am Kalender im vollen Gang waren, möglich war.


    Eine "Insel mit Land drum rum" - am letzten Tag unserer Reise hatten unser Guide und wir Resume gezogen und überlegt wie eine Überschrift für einen Artikel lauten könnte.

    Ich war nun schon 13 mal in Südamerika und das besuchte Land ist anders als all die vorher besuchten. Es erscheint glanzlos, ist aber durch seine Geschichte sehr interessant: Jesuiten, Mennoniten, Tripple-Allianz-Krieg, Chaco-Krieg - als Stichworte. Wenn ich lediglich in südamerikanischen Großstädten etwas Sorge um unsere Sicherheit hatte - in der größten Stadt dieses Landes, der Hauptstadt Asunción hatten wir keinen Grund zur Sorge.

    Nun ist es sicherlich klar - es geht um Paraguay.

    (Da Geschichte nicht jedem seine Sache ist - damit es nicht zu langweilig wird gibt es auch ein paar mehr Bilder von Fischen.)


    Paraguay hat eine Fläche von reichlich 400.000 km² (~14% größer als D), aber nur ca. 7 Mio. Einwohner (also nicht einmal 1/10 von D).

    Landessprache ist Spanisch. Von vielen Einheimischen wird jedoch Guaraní gesprochen und durch die vielen Zuwanderer - insbesondere in den ländlichen Gebieten - trifft man auch immer wieder auf Deutsch.


    Über Flug ging wieder einmal über São Paulo. Leider war schon kurz nach São Paulo der Himmel voller Wolken und das hielt sich bis zum Landeanflug auf Asunción. Ein paar Bilder gibt es trotzdem vom Flug:


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    Brasilien - São Paulo - Represa Taiaçupeba


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    Brasilien - São Paulo - Represa Billings


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    Brasilien - Rio Ribeira de Iguape


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    Paraguay - Lago Ypacaraí


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    Paraguay - Limbio


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    Paraguay - Río Paraguay


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    Paraguay - Asunción - Aeropuerto Internacional Silvio Pettirossi


    Fortsetzung folgt

  • Hallo, Elko ! Lese wie immer mit großer Spannung deine Reise-Berichte ! Danke für deine Arbeit und die tollen Bilder:)


    Gerne mehr ! Wünsche dir eine gute Woche, Gruß aus dem Münsterland- Claus.

    Ein mongolisches Sprichwort: Berge können sich nicht miteinander unterhalten, aber MENSCHEN ! ;)[bestand]1869[/bestand]

  • Hi,


    dann mache ich mal gleich weiter, danke.


    Vom Flughafen gab es gleich eine Stadtrundfahrt. Das war für einen ersten Eindruck ganz gut. So richtig interessant war wohl nur der Sitz des Südamerikanische Fußballverbandes CONMEBOL (vergleichbar mit der UEFA). Den Hauptsitz des CONMEBOL hätte ich nun nicht unbedingt in Paraguay erwartet.


    Kurz vor Mittag waren wir im Hotel. Eine Bank war gleich die Ecke rum und wenig später waren wir Millionäre ;-) - der Wechselkurs von 1 : ~6.500 macht es möglich. Wenn es zu Mittag schnell gehen muss, bieten sich in Südamerika Empanadas, die es mit verschiedenen Füllungen (zumeist gibt es die vier Spinat, Schinken und Käse, Rindfleisch, Hühnerfleisch, dazu kommen dann oft noch ein paar Sorten "nach Art des Hauses") gibt, an. Am frühen Nachmittag ging es dann zum Stadtrundgang. Ein paar Bilder:


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    Der 0-Punkt von Paraguay. Von hier aus sollte alles in Paraguay vermessen sein.


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    Wohl das bedeutendste Gebäude in Asunción - oder genauer genommen heißt die Stadt ja eigentlich
    La Muy Noble y Leal Ciudad de Nuestra Señora Santa Maria de la Asunción

    wobei Asunción Himmelfahrt bedeutet. Der Stadtname steht also für Maria Himmelfahrt.


    Das Gebäude ist das Panteón de los Héroes y Oratorio de la Virgen de la Asunción. Die Kapelle wurde 1863 zu Ehren der Schutzpatronin Virgen de la Asunción erbaut. Auf Grund des Tripple-Allianz-Krieges stoppte der Bau. Irgendwann später beschloss man dann auch die Helden Paraguay dort beizusetzen., womit es dann den heutigen Namen bekam. Fertiggestellt wurde es dann 1936.


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    und weiter ging es zur Catedral Metropolitana (städtische Kathedrale)


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    Vor der Kathedrale noch eine Stehle, die die freundschaftliche Begegnung der Spanier mit der Urbevölkerung darstellen soll. So wie es heißt, soll schon bei Enddeckung von Paraguay die spanische Krone auf die Vermischung der Spanier mit den Einheimischen gesetzt haben. Es war wohl auch mehr eine Zweckfreundschaft: die Einheimischen wollten mitgebrachte Waren und die Spanier Frauen für die Siedlungen.


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    und weiter geht es durch das Zentrum von Asunción.


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    Ein Stadtviertel mit Holzhütten, temporäre Holzhütten. Der río Paraguay hat Hochwasser und die Leute die an der Costanera (Uferbereich des río Paraguay bei Asunción) sind in die Stadt ausgewischen. So wie man uns sagte, dauert diese tempöräre Siedlung jedes Jahr ca. 8 Monate und die restliche Zeit ziehen die Leute wieder in ihr Zuhause. Die Stadt hat wohl auch schon Sozialwohnungen am Stadtrand gebaut. Die Bewohner der Costanera wollen diese Wohnungen wohl nicht, weil dann der Weg in die Stadt zur Arbeit zeitlich zu lang wäre.


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    Cabildo - einst Rathaus - heute Rathaus
    Davor Denkmal für Juan de Zalazar, dem Gründer der Siedlung Nuestra Señora ... 1537.
    Gegründet wurde die Stadt auf Grund der strategischen Lage: von einem Hügel (Lambaré) etwas südlich der heutigen Stadt kann man den río Paraguay sehr gut überblicken.


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    Die Uni


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    Plaza de Armas mit Columna Asuncion cuna de Libertad Americana (Asunción die Krippe der Südamerikanischen Freiheit)


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    Ein Teil des Parlaments: der Teil mit den Büros der Senatoren.
    In Paraguay wird ein Präsident immer nur für eine Legistaturperiode von 5 Jahren gewählt. Danach bleibt er Senator auf Lebenszeit, hat sich in die Politik aber nicht mehr wesentlich einzumischen. Immer wieder versuchte ein regierender Präsident dieses Gesetz zu kippen, um eine weitere Amtszeit regieren zu können. Das letzte Mal war es wohl vor reichlich 1,5 Jahren so und er hatte die meisten Senatoren wohl schon dazu überredet. Das führte zu gewaltigen Protesten. Die Protestierenden zogen vom Parlament weiter ins Zentrum und es kam zu gewalttägigen Auseinandersetzungen. Um denen zu entgegnen wurde auch die Wache vom Parlament zu der randalierenden Gruppe befohlen.

    Dieses nutzte dann unerwartet eine zweite Gruppe, um die Senatorenbüros zu stürmen.

    Die Wiederwahl ist heute immer noch nicht erlaubt.

    Den zerstörten Teil vom Parlament hat man nach der Zeit immer noch nicht wieder in Ordnung gebracht - irgendwie scheint da das Interesse zu fehlen. :/


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    Der Eingang zum Parlament


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    Monumento al Mariscal Francisco Solano Lopez. Er gilt heute in Paraguay als Héroe Máximo (Größter Held)


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    Palacio de Gobierno - der Regierungssitz. Auf den meisten Bildern sollte der weiß sein. Die rote Farbe wurde erst vor kurzem aufgetragen.
    Angeblich soll für die Farbe Rinderblut verarbeitet worden sein.

    Vorbild für die Farbgebung war wohl das Casa Rosada in Buenos Aires.


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    ... danke. Naja, in der Hauptstadt war kein Ort zum Fische fangen. Dafür gab es die abends auf dem Teller: Pacu ... lecker.


    Noch ein paar Bilder vom Casa de la Independencia,

    Von hier aus wurde der "Freiheitskampf" gegen die spanischen Kolonialherren vorbereitet. Das Haus liegt nah am Regierungspalast, so dass man damals ganz gut drauf achten konnte, wer gerade im Hause war. Am 14. Mai 1811 zog man dann mit Kanonen zum Regierungspalast, schoss 7 mal und erklärte den spanischem Gouvaneur, dass er nach Hause gehen kann. Diese 7 Kanonenschüsse soll es an jedem Unabhängigkeitstag geben.


    So wie die Geschichte erzählt, ist das paraguayische Volk mit der Unabhänigkeit vom Regen in die Traufe gekommen: eine grausame Diktatur unter José Gaspar Rodríguez de Francia. Für Eheschließungen im Land war seine Erlaubnis erforderlich. Und so wie man erzählt soll er selbst seine Tochter hinrichten lassen, weil sie den für ihn Falschen geheiratet hatte.


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    Pedro Juan Caballero - Fulgencio Yegros - die beiden militärischen Führer der Unabhängigkeitsbewegung und José Gaspar Rodríguez de Francia
    F. Yegros war erster Präsident Paraguays wurde dann aber von de Francia aus dem Amt gedränt.


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    Abschließend noch mal ein Blick auf die Skyline von Asunción


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    so genug von der Hauptstadt. Am nächsten Morgen stand die erste "Monstertour" an - ca. 500 km nach Filadelfia, in der Mitte des Gran Chaco.


    Die erste Teiletappe von ca. 30 km bis Villa Hayes war erstmal nur zum Munterwerden. Villa Hayes ist die Hauptstadt des Departamento Presidente Hayes. Die Stadt hat ca. 19.000 Einwohner. Benannt wurde die Stadt nach dem 19. amerikanischen Präsidenten Rutherfort B. Hayes. Nach dem Tripple-Allianz-Krieg hatte Argentinien die Stadt und weite Teile des Gran Chaco sich einverleibt. Unter Vermittlung von Hayes wurden wichtge Teile des anektierten Gebietes an Paraguay zurückgegeben.


    Auf den ersten Kilometern gab es dann gleich was Neues zu lernen: Aus Argentinien kannte ich, dass Personengruppen gemeinsam heiße Mate aus einer Kalabase mit einer Bombillagetrunken haben. Die Paraguay trinken ihren Mate-Tee auch fast so. Sie trinken den (eis-)kalt. Das soll ein traditionelles Überbleibsel aus dem Chaco-Krieg sein. Während des Krieges wollten die Soldaten nicht auf ihren Mate-Tee verzichten. Da man an der Front kein Feuer machen durfte, wurde er kalt getrunken.
    Heute sieht man viele Paraguayer mit einem kleinen Thermofass mit ihrem Tee rum laufen und an vielen Straßenständen kann man Kräuter und Eis für den Tee kaufen.


    In Hayes, am Ufer des río Paraguay trafen wir zwei Angler. Leider hatten sie noch nichts gefangen. Wir mussten also noch ein wenig auf die ersten Fische warten.


    Ein paar Bilder:


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    Noch einmal ein Blick zurück auf die Skyline von Asunción.


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    Die überschwemmte Costanera.

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    Der rio Paraguay.

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    In Hayes.

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    Kräuterstand für den Tee

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    Obwohl es verboten sein soll, werden Papageien gehalten. So zerrupft wie der aussieht, scheint er sich wohl einsam zu fühlen.

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    Denkmal für R. B. Hayes

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    Am Ufer des rio Paraguay


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    Graukardinal (Paroaria coronata)

    Danach waren noch ein paar Einkäufe zu machen bevor es auf die Ruta Transchaco ging.


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    weiter gehts entlang der Ruta Transchaco. Die Straße war in dem Bereich noch ganz gut ausgebaut. Wir kamen bis zur ersten Pause relativ schnell voran. Zufälliger Weise haben wir an einer Brücke über einen Zufluss zum río Aguaray Guazú gehalten. So war dann auch für etwas Bewegung gesorgt.


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    An der Transchaco


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    Zufluss zum río Aguaray Guazú


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    Hoplerythrinus unitaeniatus


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    Phyrrulina australis


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    Scharlachköpfige Amsel (Amblyramphus holosericeus)


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    Einfarbige Amsel (Agelaius cyanopus)


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    Und weiter ging es die Transchaco. Die Tage zuvor soll es kräftig geregnet haben. Die Wiesen und Weiden standen zu großen Teilen unter Wasser.


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    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    je weiter wir die Transchaco fuhren, desto größer wurden die Wasserflächen auf den Wiesen und Weiden neben der Straße. So wie man uns sagte, sei das Wasser vom Regen der vorangehenden 3 Tage.

    Nach dem Mittagessen gab es eine weitere kurze Pause kurz vor dem Ort Pozo Colorado. Kurz hinter unserem Parkplatz war natürlich ganz zufällig eine Brücke über einen Zufluss zum río Siete Puntas. Ein paar Bilder von der Pause:


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    Schwefeltyrann (Pitangus sulphuratus)


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    Rotbauchdrossel (Turdus rufiventris)


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    Hoplosternum littorale


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    Callichthys callichthys


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    Lepthoplosternum pectorale


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    Rineloricaria sp. (Rineloricaria parva?)


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    Fortsetzung folgt




  • Hi,


    noch ein paar Bilder


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    Noch ein Blick auf das Biotop.


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    Ganz in der Nähe hat man Balsa-Holz gefällt. Auf Grund der Haltbarkeit wird es dort als Bauholz verwendet.


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    ... und schon ging es die Transchaco weiter bis zum nächsten Tankstop


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    am Cruce de los pioneros.

    Kein richtiger Ort ... aber zwei Hotels und zwei Restaurants ... ist wohl ein zentraler Punkt im Gran Chaco.


    Während sich unserer Fahrer ums Auto kümmerte, konnten wir uns zumindest die Beine vertreten und nach Vögeln Ausschau halten.


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    Halsband-Wehrvogel (Chauna torquata)


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    Rallenkranich (Aramus guarauna)


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    Guira-Kuckuck (Guira guira)


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    damit waren wir ziemlich in der Mitte des Gran Chaco, einem der trockensten Gebiete der Erde und eines der heißesten in Südamerika.

    An den Straßenschildern tauchten deutsche Ortsnamen auf: Lindendorf, Hoffnunsau, Ferneheim, Waldrode, ...

    In diesem Gebiet leben viele Mennoniten, die zumeist über Rußland (Wolgagebiet) oder Kanada nach Paraguay gekommen sind.

    Wenn man in ein Geschäft geht, wird auch mal deutsch gesprochen.


    In dem Gebiet befinden sich auch unzählige Salzseen. Unser Guide sagte, dass es ein Fluss war, der mehr und mehr austrocknet. Im Internet hatte ich aber auch gelesen, dass es die Reste des austrocknenden "Ur-Meeres" seien.


    Ein paar Bilder:


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    Eine für die Region typische Wassersammelstelle. Dort wo Lehmboden ist, hebt man einen Teich aus und mit dem Aushub baut man daneben sowas wie eine Zisterne, die auf dem flachen Land ähnlich einem Wasserturm bei uns funktioniert.


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    Chilenische Flamingos (Phoenicopterus chilensis)


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    Einsamer Wasserläufer (Tringa solitaria)


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    Amerikanischer Stelzenläufer (Himantopus mexicanus)


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    Silberreiher (Egretta alba)


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    Olivenscharbe (Phalacrocorax olivaceus)


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    und weiter durch den Gran Chaco


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    Amazonasente (Amazonetta brasiliensis)


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    Rotstirn-Blatthühnchen (Jacana jacana)


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    Jabiru (Jabiru mycteria)


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    Chilenische Flamingos (Phoenicopterus chilensis)


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    Eine der Lagunen mit Salzwasser


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    Chilenische Flamingos (Phoenicopterus chilensis)


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    Der Versuchstall der Mennoniten.

    Einerseits versuchen die Mennoniten durch Kreuzungen von Rinderrassen besseres Fleisch zu bekommen.

    Andererseits, da die Hitze für die Milchkühe suboptimal ist, versuchen sie entsprechende Ställe zu entwerfen. Zum Beispiel mit Ventilatoren und Wasserbad.


    Fortsetzung folgt

  • Moin,


    und weiter im Gran Chaco bei Filadelfia


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    Salzlagune im Gran Chaco


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    Elsterwasserthyrann (Fluvicola pica)


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    Coscorobaschwäne (Coscoroba coscoroba)


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    Bronzekiebitz (Vanellus chilensis), Schwarzzügelibis (Theristicus melanopis)


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    Halsband-Wehrvogel (Chauna torquata)


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    Silberreiher (Egretta alba), Rosa Löffler (Platalea ajaja), Cocoi-Reiher (Ardea cocoi), Waldstorch (Mycteria americana)


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    Waldstorch (Mycteria americana)


    Fortsetzung folgt

  • Moin,


    am nächsten Tag waren wir dann im Gran Chaco rund um Filadelfia unterwegs. Der erste Weg führte in das private Naturschutzgebiet Campo Maria. Es hat eine Größe von ca. 4.500 ha und umfasst diverse Salzwasser-Lagunen. An mehreren Stellen hatte ich vesucht die Leitfähigkeit zu messen. Die Anzeige überall die gleiche: zu hoch zum Messen für mein Messstab, also theoretisch >9999µS/cm.


    Das Aussehen der Lagunen ist mit ihrer Farbe und den übriggebliebenen Baumstämmen etwas mystisch.


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  • Hi,


    Es standen zwar einige Wasservögel in den Lagunen. Fische haben wir in den Lagungen leider nicht gesehen.


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    Halsband-Wehrvogel (Chauna torquata)


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    Gelbe Anakonda?


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    Witwenpfeifgans (Dendrocygna viduata)


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    Rhea americana


    Rheas werden seit einigen Jahren im Gran Chaco nicht mehr oder kaum noch gejagt, da man beobachtet hatte, dass die Raubkatzen die Rinder(herden) in Ruhe lassen, wenn eine gewissese Population an Rheas besteht.


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    Lediglich am Rande der größten Lagune, Lago Campo Maria haben wir die Überreste eines Liposarcus anisitsi/Pterygoplichthys ambrosettii entdeckt. Da es ringsrum nur Salzwasserlagunene gibt und sicherlich keiner den dort erst hingebracht haben wird, scheinen die mit dem Salzwasser kein Problem zu haben.


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    Lago Campo Maria


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    Überreste eines Liposarcus anisitsi


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    Mönchsittiche (Myiopsitta monachus)


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    Typisch für das Gebiet: Flaschenbäume


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    Mittagessen gab es in einem Restaurant am Cruz de Pioneros. Dort haben wir das Haustier des Restaurantbesitzers kennengelernt:


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    ... etwas störisch und aufdringlich, wenn es einen Leckerbissen von den Gästen haben wollte.


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    ... danke.

    (Like-Button: Ich denke, wir brauche uns aber nicht alles bei fb und Co abgucken.)


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    Nach dem Mittagessen fuhren wir zum Fortin Boquerón. Hier soll es im Chaco-Krieg wohl die heldenhafteste Schlacht der Paraguayer gegeben haben.

    Wieso, weshalb habe ich aber nicht wirklich verstanden:

    Im Gran Chaco ist Wasser extrem knapp, da dreht sich natürlich viel um Wasser und neben den Fort ist ein See.

    Das Fort wurde erst von den Bolivianer eingenommen und dann im September 1932 zurückerobert.

    Der Krieg dauerte immer noch drei Jahre, dass der Kampf um das Fort eine wesentliche Rolle gespielt hat, kann ich nicht erkennen.

    Auch der Kampf um das Fort scheint nicht so heroisch zu sein: 8000 Paraguay gegen 1200 Bolivianer. Nachdem man das Fort umzingelt hatte, hat man drauf gewartet, dass den Bolivianern die Lebensmittel ausgehen.


    Es ist aber zumindest eine große Gedenkstätte mit Museum.

    Was sofrt auffällt, neben den üblichen spanischsprachigen Tafeln gibt es auch deutschsprachige. Es ist eben im Mennoniten-Gebiet und dort wird überwiegend deutsch gesprochen.


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    Während des Chaco-Krieges hatten die Bolivianer drei Flugzeuge, die ersten in Südamerika.

    Auf dem Bild sind die Überreste von einem.

    Die Flugzeuge hatten eigentlich keine wesentliche Kampfkraft, sollen aber zu diversen Toten unter den Paraguayern geführt haben, weil:

    die paraguayischen Soldaten hatten nich was von Flugzeugen gehört noch gesehen. Nachdem die Flugzeuge die paraguayischen Schützengräben überflogen hatten, sollen viele paraguayische Soldaten aus der Deckung gekommen sein, um den Flugzeugen hinterher zu sehen. Damit waren sie dann die perfekte Zielscheibe für die bolivianischen Soldaten.


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    Schwefeltyrann (Pitangus sulphuratus)


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    Mönchsittiche (Myiopsitta monachus)


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    Weißspecht (Melanerpes candidus)


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    Fortsetzung folgt