Fragen zu Crenicichla

  • Hallo Stefan,


    Mein Vater hatte früher viele Crenicichla-Arten, darunter Lenticulata marmorata xingu I in Aquarien von 1000-2000L, vergesellschaftet mit vielen Arten, darunter Uaru Heros Geophagus etc pp. Dies ging über Jahre gut, die innerartliche Aggression forderte es allerdings schon ziemlich früh die Crenis paarweise zu halten, das war aber auch nicht das Problem.


    Da die Crenis ab einem gewissen Punkt doch ziemlich groß waren waren sie ganz klar übermächtig, als wenn ein Schalter umgelegt wurde fingen sie nach Jahren an hochaggressiv zu werden, ich glaube die marmorata hatte er über 5-6 Jahre, und trotzdem haben sie in kürzester Zeit einen kompletten Besatz regelrecht "umgelegt", die trotz der Überzahl überhaupt keine Chance hatten.


    Ich sage nicht, dass es unmöglich ist, Crenis zu halten / zu vergesellschaften. ich sage aber, dass es ein ziemlich starkes Feingefühl voraussetzt und entsprechend große Aquarien. Wer Ausweichmöglichkeiten hat und viel zeit mit Beobachtung seiner Fische verbringen kann wird mit Crenis mit Sicherheit seinen Spaß haben.


    Zu den Zwergcrenis - mit Salmlern (sofern sie nicht zu klein sind) und L-Welsen klappt das hervorragend, das hab ich auch nie anders behauptet. Ich kenne auch einen Besatz, wo reganis im bepflanzten Gesellschaftsaquarium mit Corydoras und Salmlern leben, ich kenne aber auch einen Fall, wo reganis die Corydoras gezielt "angepickt" haben, weil sie ihnen durch ihr Verhalten in die Quere kamen.


    Wie gesagt, man sollte bei Crenicichla einfach nicht verallgemeinern. Nur weil es bei einem klappt heißt es nicht das es automatisch bei jedem funktioniert !


  • also könnten die reganis klappen auch mit Rotaugenmoenkhausia ,Corydoras aeneus, Mesonauta guyanea und Krobia spec. Xingu ?


    In Summe wird's da dann für dein Becken schon langsam etwas eng, aber prinzipiell klappt diese Vergesellschaftung durchaus.


    Das einzige Problem, dass ich mit meinen Corydoras aktuell zusammen mit den Crenis habe ist......dass ich beim Aufklauben der Corydoraseier von den Scheiben und anschließendem Überführen in die Einhängekästen verflucht schnell sein muss ;)


    Gruß
    Stefan

  • Hallo,



    Wie gesagt, man sollte bei Crenicichla einfach nicht verallgemeinern.


    Scheinbar sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung nicht.....



    Nur weil es bei einem klappt heißt es nicht das es automatisch bei jedem funktioniert !


    Klar, aber prinzipiell kann die Vergesellschaftung von Zwergcrenis und Corydoras aber eben durchaus gut klappen und etwas Fingerspitzengefühl gehört in der Aquaristik doch immer dazu, wenn's klappen soll.


    Auch ich könnte viele Geschichten erzählen, wo es auch nicht nur innerartliche Probleme mit Crenis hier bei mir gab.
    Anfang der 90er gab ich beispielsweise mal einen Schwung (8-10) noch sehr kleiner Crenicichla Xingu I mit sicher nicht mehr als 6-8cm Länge zu einem Pot. hystrix mit heute im Nachhinein geschätzten 16-18cm ins Becken. Innerhalb bereits des ersten unbeobachteten Vormittags, fraßen ihm die Crenis den Schwanz bis zum Stachelansatz ab ;( allerdings sicherlich nicht, weil sie so aggressive Biester waren.....


    Gruß
    Stefan

  • Hallo,


    Hallo,


    Scheinbar sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung nicht.....


    absolut, ja!


    Nur was ich eigentlich sagen wollte - wenn man mehrere Aquarien hat und notfalls mal was umsetzen kann ist das ganze kein Problem. Wenn man aber ein Aquarium hat und es da zu Problemen kommt ist man ziemlich hilflos.


    Deswegen würde ich mir einen Crenikauf immer zweimal überlegen, weil das Risiko das es bei Crenis schief geht ist doch etwas höher als bei den meisten anderen südamerikanischen Cichliden, die man doch etwas besser "kalkulieren" kann.