Brasilien 2017: Entlang des Rio Solimões

  • Hi,


    danke.


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    Auf der Suche nach einem geeigneten Anlegeplatz fuhr unser Schiff zunächst das Ufer ab. So erhielten wir schon einmal einen guten Überblick über den Ort. Einige Geschäfte auf dem Fluss, entlang des Ufers schienen trotz Sonntag geöffnet zu haben.
    Bei der Kirche (Santuário) São Francisco fanden wir einen Anlegeplatz. Die Kirche schien relativ schlicht. Besonders auffällig war jedoch der Opferstock, genauer gesagt dessen Sicherung. In einer Nebenstraße begegneten wir einem Fischer, der mit einem kleinen Handwagen unterwegs war und seine Fische anpries. Auf seinem Wagen befand sich ein Eimer mit mehr als 20 Segelschilderwelsen (Liposarcus pardalis), etwa 20 Piranhas (Pygocentrus nattereri und ggf. noch eine andere Art) und etwas mehr als 10 Barbensalmler (Prochilodus sp.).
    Unserer Schiffsführer kaufte einen großen (alle?) Teil der Segelschilderwelse um den Proviant auf unserem Schiff aufzustocken. Einen Tag später gab es diese in einer Suppe.


    Die Bilder dazu:












    Das Netz voll, aus der Entfernung schwer auszumachen, aber alles siberne - also höchstwahrscheinlich Sardinen und/oder Scheibensalmler



    Santuário São Francisco







    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    ... danke, dann mach ich mal weiter mit noch ein paar Bildern aus Anamã




    Stromzähler (derzeit zahlt aber dort wohl jeder eine Jahresgebühr, ob er Strom nutzt oder auch nicht)








    Kräuter-Hochbeete









    Soweit zu Anamã selber. Am Nachmittag ging es dann auf Bootsexkursion. Dazu später mehr.

  • Hi,


    gegen Mittag haben wir Anamã wieder verlassen und sind mit dem Schiff zu einem nahegelegenen See. Dort startete dann am Nachmittag unsere nächste Exkursion (Karte oben, grüner Marker) in eine der vielen Várzea am Amazonas/Rio Solimões an. Mit den Beibooten ging es dazu zunächst einem Igarapé in Richtung Lago Gabriel. Auf dem Weg konnten wir verschiedene Vögel (Kastanienglanzvogel (Galbalcyrhynchus leucotis), Schwefeltyrann (Pitangus sulphuratus), Silberreiher (Ardea alba), Rohrspottdrossel (Donacobius atricapilla), …) und Pflanzen entdecken, Totenkopfäffchen (Saimiri cassiquiarensis?) und auch ein Roter Brüllaffe (Alouatta seniculus) war zu entdecken. Im Mittelpunkt stand sicherlich ein Braunkehl-Faultier (Bradypus variegatus) ( wie am gescheckten Fell zu erkennen war, ein Männchen), das sich – wenn auch nicht ganz freiwillig – ausgiebig unserer Gruppe vorstellte. Beim Abstreifen der Pflanzen im Vorbeifahren mit dem Boot ging auch ein kleiner Harnischwels ins Netz.


    Ein paar Bilder dazu:



    Noch einmal ein Blick zurück auf Anamã






    Startpunkt der Exkursion



    Igarapé zum Lago Gabriel








    Totenkopfäffchen (Saimiri cassiquiarensis?)



    Rohrspottdrossel (Donacobius atricapilla)



    Kastanienglanzvogel (Galbalcyrhynchus leucotis)


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    und noch ein paar Bilder von der Exkursion



    Braunkehl-Faultier (Bradypus variegatus), Männchen








    Schwefeltyrann (Pitangus sulphuratus)



    Safranammer (Sicalis flaveola)



    Silberreiher (Ardea alba)




    Roter Brüllaffe (Alouatta seniculus)



    Wohl das Gelege einer Apfelschnecke



    Irgendein Harnischwels


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    Über Nacht hatten wir eine Várzea südlich von Anori (etwa 235 km von Manaus entfernt) erreicht. Ein Blick von Oberdeck: viel Wasser und viele grüne Pflanzen. Nach dem üblichen Wecken mit Pavarottis La Traviata ging es schon bald mit den Beibooten auf Exkursion.


    (Blaue Linie.) Beim Einstieg in die Beiboote wurde es gerade erst hell. Es ist natürlich immer etwas zweischneidig: einerseits möchte man möglichste viele Tiere sehen und da bieten sich die Stunden der Morgen- und Abenddämmerung besonders an, andererseits sieht man dann aber auch oft nur graue Schattenwesen.
    In einem Igarapé worden wir aufgehalten: zwei Bäume waren quer auf den Rinnsal gestürzt. Doch schon bald kam der ADAC – naja, zwei Einheimische, die für solche Fälle zum Beispiel mit einer großen Axt besser ausgerüstet waren als wir. Nach ca. 30 Minuten ging es weiter. Die Freude währte jedoch nicht lange, da standen wir an der nächsten natürlichen Sperre aus umgestürzen Bäumen. Bevor das eine endlose Geschichte wurde, kehrten wir um und suchten einen anderen Weg.


    Wir konnten verschiedene Vögel (Hoatzin (Opisthocomus hoazin), Doppelbindenarassari (Pteroglossus pluricinctus), Glattschnabelani (Crotophaga ani), Schmuckreiher (Egretta thula)) entdecken und auch Totenkopfäffchen (Saimiri cassiquiarensis?) waren schon unterwegs. Auf dem Rückweg zu unserem Schiff sprang noch ein Hundezahnsalmler (Hydrolycus armatus)? ins Boot.


    Ein paar Bilder:




    Irgendwelche kleine Papageien (Amazonen)



    Wo ist er denn? Hoatzin (Opisthocomus hoazin)




    Totenkopfäffchen (Saimiri cassiquiarensis?)





    Doppelbindenarassari (Pteroglossus pluricinctus)?



    Doppelbindenarassari (Pteroglossus pluricinctus)?




    Glattschnabelani (Crotophaga ani)




    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    und weiter




    Uferschwalbe (Riparia riparia)




    Schmuckreiher (Egretta thula)



    Schmuckreiher (Egretta thula)



    Schmuckreiher (Egretta thula)



    Hoatzin (Opisthocomus hoazin)



    Hoatzin (Opisthocomus hoazin)



    Hundezahnsalmler (Hydrolycus armatus)?


    Fortsetzung folgt ... auf zum Angeln ...

  • Moin Elko,


    wie immer tolle Bilder!! :thumbsup: Aber halt uns doch die Fischbilder nicht so lange vor :rolleyes: :D


    Ich würde bei dem Raubsalmer übrigens eher zu Rhaphiodon vulpinus tendieren, zum einen auf Grund der schlankeren Form zum anderen auf Grund der weit hinten liegenden Dorsale.


    Mach bitte weiter so und denk dran :B


    Viele Grüße


    Lennert :-)/~

  • Hi,


    ... danke. Mit der Art hast Du sicherlich recht.


    Aber doch nicht so ungeduldig ... es gibt doch jeden Tag ein paar Bilder :D


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    Nach dem Frühstück mussten unsere Proviantvorräte aufgebessert werden. In Amazonien bietet sich dafür das Fischefangen an. Mit unseren drei Beibooten schwärmten wir aus (gelber und oranger Marker) und nach ca. 2 Stunden waren mehr als 100 Piranhas und diverse Welse gefangen. Viele der Welse setzten wir jedoch gleich wieder zurück ins Wasser.
    Der Mannschaft gingen auch zwei Rochen an den Angelhaken. Bei einem handelte es sich leider um ein schwangeres Weibchen. Trotz allem Bemühens war es nicht möglich das Tier von dem Angelhaken so lösen, dass man es ins Wasser hätte zurücksetzen können. (Ein ähnliche Situation hatten wir ja schon einmal 2012 am Río Manapiare, da gelang das Adam und Micha erfolgreich.) Sehr schade, war es leider auch das Ende für die 6 Rochen-Embryos.


    Und nun ein paar Bilder:



    ... lehmfarbenes Wasser ... garantiert vom Rio Solimões reingedrückt





    ... einer von der Crew bei der Vorbereitung des Mittagessens




    Tüpfelbuntspecht (Colaptes punctigula punctipectus)




    Pygocentrus nattereri



    Rotflossen-Antennenwels (Phractocephalus hemioliopterus)



    Calophysus macropterus?



    ... die scheinen in der Region zu einer Plage zu werden, zumindest haben sie uns immer die Angeln verstopft, obwohl wir sie gar nicht angeln wollten. Wir hatten uns dann eine neue Stelle gesucht.


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    und weiter geht es am neuen Platz



    Natters Piranha (Pygocentrus nattereri)?



    Natters Piranha (Pygocentrus nattereri)?



    Schwarzer Piranha (Serrasalmus rhombeus)



    Schwarzer Piranha (Serrasalmus rhombeus)



    Natters Piranha (Pygocentrus nattereri)



    Natters Piranha (Pygocentrus nattereri)



    Schwarzer Piranha (Serrasalmus rhombeus)






    Unser Chef meinte, dass wir in der Gruppe 6 verschiedene Piranha-Arten gefangen hätten. Eigentlich hatten wir von jeder ein Bild gemacht. Aber irgendwie komme ich nur auf 2 (ggf. 3) Arten :wacko:


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    Dank Euch.


    Ach Bubu, Fernweh habe ich schon seit meiner Rückkehr. :D


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    Über Mittag/Nachmittag ging es so ca. 20 km weiter westwärts zur Ihla Flores, einer "kleinen Insel" im Rio Solimões. Die Größe ist wohl stark vom Wasserstand abhängig.
    Am Nachmittag und am Abend machten wir jeweils einen kleinen Ausflug (violette Linie) mit den Beibooten in die Seen der Insel. Auf den beiden Touren konnten wir ein paar Pflanzen, Vögel und andere Tiere entdecken.


    Die Bilder dazu:



    Rio Solimões





    Cocoi-Reiher (Ardea cocoi)









    Ihla Flores




    Gelbkopf-Karakara (Milvago chimachima)



    Fischadler (Pandion haliaetus)


    Fortsetzung folgt

  • Hi,


    weiter nun mit Bildern von der Ihla Flores



    Wohl ein noch nicht beschriebene Riesen-Seerose





    Fischbussard (Busarellus nigricollis)




    Gabelbart (Osteoglossum bicirrhosum)



    Mohrenkaiman (Melanosuchus niger)




    Baumboà?




    ... schließlich ist auch ein Gewitter aufgezogen


    Zwei kleine Fische hatten sich noch im Dunkeln in unserem Kescher verfangen und hatten dann ein Fototermin an Bord:



    irgendein Harnischwels



    junger Rhaphiodon vulpinus?


    Fortsetzung folgt