Mein Neues 150*60*60...mit "Besatzfrage"

  • Ich habe mein Besatz auch wieder aufgestockt.

    Sven vom Welsladen hat die Tage ein paar tolle Moenkhausia agnesae bekommen. Da haben nun meine 2, 10 neue Kollegen. Richtig groß, anders als angekündigt nur 3\4cm sondern schon dicke 6cm. Absolut tolle Tiere, Mega Farben und auch recht selten anzutreffen.

    Fotos sind nicht so pralle, aber die Salmler wollen nicht ruhig bleiben :-)

  • Wie es aussieht, hat sich der steinige Weg dahin gelohnt ;-) Die sehen ja wunderschön aus, sind mir gar nicht aufgefallen. Man wird bei Sven aber mittlerweile von so viel anderen neuen Sachen abgelenkt ;-)

  • Hallo,

    ist echt ein schönes Becken.

    Ich habe mir gerade nochmal das ganze Thema durchgelesen und möchte noch ein paar Worte zu den angeblich so friedlichen kleineren Buntbarschen verlieren, die hier im Thema so alle vorgeschlagen wurden, selbst zur Vergesellschaftung mit ruhigeren, kleineren Salmlern.

    Ich habe selbst schon einiges an diesen 10-16cm großen Buntbarschen durch und weiß da durchaus anderes zu berichten, als so mancher hier geschrieben hat.


    - Burjurquina hatte ich selbst noch nicht, allerdings Tahuantinsuyoa macantzatza, der sehr eng verwandt ist und auch das gleiche Brutverhalten hat.

    Das Männchen wurde gut 13cm, vor ihnen haben 15cm große Crenicichla Regani gekuscht und er hat 20cm große Geophagus durch das Becken gejagt.

    Sonst toller Fisch, tolles Brutverhalten, aber sehr durchsetzungsstark und die anfangs erwähnten Nannostumus wären sicherlich Futter gewesen.

    - Krobias werden halt deutlich größer und sind sehr verfressen. Warum die überhaupt jemand zur Vergesellschaftung mit kleinen Salmlern empfohlen hatte, ist mir schleierhaft.

    - Größere Leatacara sind ja angeblich ja so friedlich. Mit Leatacara Fulvipinis habe ich umfangreiche Erfahrung. Es gibt friedfertige Exemplare. Sehr verfessen sind aber alle.

    Wir hatten aber auch ausgewachsene Exemplare, die wohlgemerkt in ausreichend großen Becken 7cm große Panzerwelse tot gebissen oder ihnen die Augen ausgebissen haben. Was die mit ruhigen Salmlern gemacht hätten ...

    - Dagegen kann ich nach dem 3. Pärchen Crenicichla Regani oder sp. Orinoco überhaupt nichts negatives Berichten. Bei ausreichender Beckengröße (ab 300L) sehr, sehr friedfertig und wenn man nicht gerade Fische in der Größe von Neons oder Guppys dazu packt, wird auch nichts geräubert. Was nicht ins Maul passt, wird sowieso in Ruhe gelassen. Von den erwähnten Arten meiner Erfahrung nach jedenfalls mit Abstand die friedfertigsten.


    So unterscheiden sich Ruf und Realität doch öfter mal.


    Beste Grüße,

    Stephan

  • Hey Stephan,

    Danke für deine Worte. Ich denke es ist bei den Fischen manchmal, wie bei den Menschen. Die einen so, die anderen so.

    Crenicichla wären Immer noch mein absoluter Traum. Aber es gab eigentlich niemand der die als friedlich eingestuft hat...deswegen meine Skepsis.

    Becken würde ja passen und verstecke gäbe es reichlich 😉

  • Hallo, von Crenicichla sp. orinoco würde ich abraten, die sind nicht ohne und bei mir, wie man so schön sagt, wie das Wetter.

    Ich hatte 4 Jungtiere erworben, 2 kleinere ca. 4cm mit Punkt in der Rückenflosse und 2 größere ca. 5cm ohne, so dass ich von 2 Paaren aus ging. Zur Quarantäne kamen sie in 190Literbecken mit "Restsalmlern" und ausgewachsenen Microgephagus Altispinosus.

    Vom einsetzen an gab es nur Krieg zwischen den 4 Tieren, was auch bis tu einer Größe von gut 8-9cm nicht besser wurde. Sämtliche Salmler wurden gefressen und der größte der Phantomsalmler totgebissen, hat wöhl bis zur Rückenflosse in einem Maul gesteckt.

    Aus dem einem größeren Tier hatte sich mittlerweile ein Weibchen entwickelt.

    Die Tiere kamen dann mit besagter Größe in mein 850Literbecken und haben sich weiter gezoft. Und die Endlerreste im Becken vernichtet, was auch der Plan war.

    Nach nem halben Jahr hatte man sich das Becken in Reviere eingeteilt und es bildete sich ein Paar, was seither stehts zusammen schwimmt. Die anderen beiden werde auch weitgehenst in Ruhe gelassen, genau wie die anderen Beifische (Geophagus, Mesonauta, Sturisoma, Farowella und L134). In einer Fliterkammer entdeckte ich ein kleines Endlerweibchen (ca. 2cm) und packte es ins Becken. Wird nicht beachtet und hat jetzt gut 3,5cm. Jeglicher Versuch weitere Endler hinzu zusetzen scheitert, nur besagtes Weibchen bleibt unbeachtet und kann beim füttern auch zwischen den Crenis rumschwimmen.

    soviel zu meinen Erfahrungen mit C. sp. orinoco


    LG Thomas