Nachzucht von Satanoperca daemon gelungen

  • Hallo,


    eines meiner drei Paechen haben geleicht. Ich habe ihnen 21 Larven geklaut und seit Gestern schwimmen 9 sehr kleine Satanoperca daemons im Einhaengebecken. Es haben alle drei Paare sehr gosse Gruben gegraben ca 50 cm x 50 cm, das Paar mit der kleinsten Grube hatte ich erst garnicht auf auf der Pfanne. Aber siehe da, sie hatten einige Eier an einem Stein geklebt. Die geschluepften Larven wurden dann mit feinen Kies bedeckt, als sie wieder ausgegraben wurden erfolgte mein Zugriff. Ich entnehme nie alle Tiere, ca 10 Larven blieben ihnen. Diese waren am naehsten Tag nicht mehr da. Das zweite Paar stellte die Aktivitaeten ein, aber das dritte ist immer noch am buddeln und macht mir Hoffnung. Hier noch ein paar Daten.
    Beckengrösse 2750 l
    Besatz Aquidens sp. Orinocko (Ventuari)
    Mesonauta insignis
    Heros sp, Maulbrueter
    L 200
    L 240
    Ph um 5
    MicroSiemens 300
    Wasserwechsel alle 6 Tage 50%
    Meine Hoffnung ist ,eine 6 er Gruppe


    Gruss Roland

  • auch von mir herzlichen Glückwunsch zum Erfolg. Du weißt ja, dass ich mit Satanoperca bissl vom Pech verfolgt bin. Meine S. leucosticta entwickeln sich zwar prächtig, aber ansonsten machen sie keine Anstalten zur Arterhaltung. Auch die S. daemon-WFe der Venezuelatour 2014 tun nicht dergleichen, ganz im Gegenteil bilden sich langsam "Löcher" im Kopfbereich. Schwimmen gemeinsam mit den WF G. dicrozoster aus dem selben Gewässer, welche sich in bester Verfassung befinden. Wünsche Dir viel Erfolg beim "Durchbringen"!


    Beste Grüße von Math`l :-)/~

  • auch die S. daemon-WFe der Venezuelatour 2014 tun nicht dergleichen, ganz im Gegenteil bilden sich langsam "Löcher" im Kopfbereich

    Moin moin


    ja das ewige Leid der Satanoperca... bei den anderen klappt es bei den anderen nicht.



    Roland , das ist für mich schon der Nachzuchterfolg des Jahres, finde ich einen absoluten Knaller das es mal geklappt hat... Herzlichen Glückwunsch,

  • Hallo,


    besten Dank fuer eure Wuensche. Habe ebend durchgezaehlt, es sind noch 9. Sie fressen auch schon frisch geschluepfte Artemien, sieht man an ihren orangen Baeuchen. Die Kleinen lassen sich ohne Macroojektiv kaum fotografieren, ich frage mal Peter. Mit der Beckenvorstellung halte ich mich lieber zurueck, mein Vermieter ist nicht imformiert und das soll auch so bleiben.


    Gruss Roland

  • Hallo Roland,schön das der Nachwuchs gesichert ist.
    @ Mathl

    Auch die S. daemon-WFe der Venezuelatour 2014 tun nicht dergleichen, ganz im Gegenteil bilden sich langsam "Löcher" im Kopfbereich.

    gegen die Löcher solltest du schnellstens was tun!
    Grüße
    Bubu

  • Hallo Bubu,


    hättes du denn ein Tipp, was Mathl ändern sollte ? Ich weiss es leider auch nicht. Ich weiss nur, das Mathl ein sehr fähiger Aquarianer ist und für seine Fische keine Mühen und Kosten scheut.
    Meine Satanoperca daemons sind in einem 800 l Becken aufgewachsen. Von 8 Tieren bildeten sich 3 Paare und ein Paar Mesonauta sp.Manapiare führten Junge. Damit war der Stress da und ein Satanoperca bekam ein Loch. Nun war Handlung angesagt. Ich setzte sie in mein grosses Becken um. 5,5 m'2 50cm hoch . Seitdem läufl alles super.
    Seit dem die kleinen aufgeschwommen sind habe ich keine Verluste mehr,hoffendlich bleibt es so.


    Gruss Roland

  • Hallo Roland,
    Mathl muß die Ursache bekämpfen. Das ist mit "Medikamenten " aus dem Zoohandel bei so großen Becken natürlich sehr kostspielig. Da die Ursache der Löcher im Darmtrakt liegt, muß ich mal meinen Freund nach dem Wirkstoff und der Behandlung fragen. Der Wirkstoff ist in der Apotheke bedeutend günstiger.
    Ich mach mich mal schlau, dann kannst du oder Mathl mit Ihm Kontakt zwecks weiterer Infos (Behandlung/Vorgehensweise ) aufnehmen.
    Grüße
    Bubu

  • Hallo,


    Der Wirkstoff sollte Metrodinazol sein.


    Ich würde aber eher anders vorgehen. Wasserwerte müssen gut sein, d.h. geringe Leitfähigkeit des Wassers und Ph unter 6,5.
    Es sollte kein Stress im Becken sein. Somit alles Dominante aus dem Becken. Ein Halter meinte sogar, dass man S.daemon am besten in sehr großen Gruppen hält, d.h. 12 Tiere und mehr, damit sie ihre innerartlichen Aggressionen besser verteilen.



    Zusaetzlich Spurenelemente, z.b. aus dem Meerwasserbereich, auch immer ein Geheimtipp ist Multsanostol.

  • Servus Leute,


    Jap Thommy hat da den völlig richtigen Ansatz genannt. Würde die Dämon in ein Artbecken setzen ohne weitere Beifische und die Gruppe vergrößern(Thommy hat ja geschrieben warum) und Wasserwerte absenken.
    Hatte damals auch Probleme mit Löchern wegen innerartlicher Aggressionen. Habe am Schluss versucht ein Paar auf 180x60x60 zu halten was auch gut geklappt hat aber die Löcher gingen nicht mehr weg trotz Sanostol. Denke es lag dann doch an den Wasserwerten bei mir.

  • Hi zusammen,


    Bei den Fischen von Mathias würde ich mit Medikamenten erst was machen, wenn ich definitiv wüsste, dass "hexamitaartiges " auch vorhanden ist. Man bedenke dass keiner weiß, was das Medikament mit den Nieren, Leber im Fisch anstellt und ich habe das Gefühl, dass früher zahlreiche Diskus mit Metronidazol durch wiederholte Anwendung gehimmelt wurden.


    Die Schwierigkeit liegt darin, das Medikament in einer wirksamen Dosierung an den Ort des Geschehens zu bringen. Es ist völlig unbekannt, wie sich die Sättigungen in den verschiedenen Geweben darstellen.


    Durch die Tatsache, dass die Dicrozoster keine Symptome haben, denke ich es liegt keine Infektion im eigentlichen Sinne vor.
    Von daher könnte der Tipp mit dem Artbecken ein sehr guter sein.


    Mit wenig Übung (und zugegebenermaßen einem Mikroskop) kann man ein ganz frisch abgesetzten Kotfaden untersuchen. Die schlimmen Flagellaten haben eine bestimmte Art der Fortbewegung und lassen sich so gut erkennen.


    Wenn die nicht da sind ist es nicht notwendig mit einem bioziden Medikament zu arbeiten.


    LG Magnus

  • Wow Roland, Glückwunsch! Sehr cool, dass es endlich geklappt hat - das haben bisher sicher nicht viele geschafft.
    Ich komme mal gucken bei Gelegenheit! Am besten die Tage mit Peter mal!


    Mathl
    Ozon soll bei vielen geholfen haben, also bei Löchern und Erdfresser im Allgemeinen. Hab ich aber nur so gelesen und keine Erfahrung gemacht. Spurenelemente, viel Wasserwechsel und Hygiene und multivitaminsaftgetränktes Futter können helfen. Ich tendiere aber auch dazu, dass es bei satanoperca wie bei Roland dann doch ne Platzfrage ist und das Ringbecken mit Innensäule als Sichtschutz hier ideal abschirmt.

  • möchte mich kurz für die Tipps und Hinweise betreffs "Lochkrankheit" bedanken. Einiges kann ich definitiv ausschließen, anderes werde ich eingehender beobachte bzw. ausprobieren.


    Beste Grüße von Mathias :-)/~

  • Hallo,


    meine 9 kleinen Satanopercas stehen super.
    Ein zweites Paar brach ihre Laichvorbereitung ab, oder vollzog die Eiablage in meiner Abwesendheit. Darfür buddelt das erfolgreiche Paar wieder.
    Heute waren drei Berliner Forenmitglieder bei mir, sie wollen ein paar Bilder einstellen.


    Gruss Roland