Beiträge von Bender Rodriguez

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    Irgendeine fleischfressende Pflanze


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    Hi Elko,


    Das müsste eine Aristolachia sein. Im Deutschen auch Pfeifenblume oder Osterluzei genannt.

    Diese Pflanzen sind Kesselfallenblumen. Das bedeutet, dass Insekten "gefangen" werden und dann erst freigelassen werden, wenn sie mit Pollen bedeckt sind um andere Blüten zu bestäuben.


    Ansonsten wieder tolle Bilder.:thumbup:

    Fahrt nach Nidzica (Neidenburg)


    In Neidenburg besuchten wir die Burg und warfen einen kleinen Blick in die Altstadt.


     


     


    Ein paar Eindrücke vom Markt


    katholische Kirche St. Wojciech - bis 1945 evangelisch, so ist der Wandel der Dinge


     

    Stadtansicht von der Burg aus


    Und was ist das denn??? Da muss man einfach mal rein. ;)


    Ja, das ist die komplette Fischabteilung. Fazit: Ich hab sowohl mehr Becken als auch Fische zu Hause.

    Ein weiterer touristischer Anziehungspunkt liegt in der Nähe von Ketrzyn. Bekannt ist der Ort auch heute noch unter seinem deutschen Namen Rastenburg.

    Dort liegt ein Ort aus der jüngeren Geschichte.


    Ich wollte diesen Ort einmal aus geschichtlichem Interesse sehen.

    Vielleicht weiß der Eine oder Andere jetzt schon um welchen Ort es sich handelt.


    Die Wolfsschanze.


    Wolfsschanze war der Tarnname für ein militärisches Lagezentrum des Führungsstabes der deutschen Wehrmacht und eines der Führerhauptquartiere während des Zweiten Weltkrieges.

    Die Wolfsschanze wurde ab 1940 oberirdisch errichtet. Zum Schutz gegen Luftaufklärung lag sie in einem dichten Wald unter nichtbrennbaren Tarnnetzen und war mit einem tarnenden Mörtel versehen. Zahlreiche Flakstellungen sicherten gegen Luftangriffe. Insgesamt wurden auf dem Gebiet zwischen 1940 und 1944 ca. 100 verschiedene Objekte und Gebäude errichtet. Seit 1941, mit Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion, war die Wolfsschanze der Hauptaufenthaltsort von Hitler.

    Soviel zum geschichtlichen Teil.

    Zum Rundgang. Ich dachte mir, dass wir in einer halben Stunde durch das Gelände durch sind. Tatsächlich benötigten wir etwa 3,5 Stunden.

    Sehr gut war, dass direkt am Eingang des "Freilichtmuseums" ein kleiner Souvenierstand war. In diesem gibt es unter anderem auch einen Lageplan mit deutscher Beschriftung. Da die Objekte alle nachträglich mit gelben Nummerierungen versehen wurden, ist die Zuordnung recht einfach.


     
    Grundmauern der Baracke, in welcher am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler stattfand.


     
    Inschrift der Gedenktafel: Hier stand die Baracke in der am 20. Juli 1944 Claus Schenk Graf von Stauffenberg ein Attentat auf Adolf Hitler unternahm. Er und viele andere die sich gegen die nationalsozialistische Diktatur erhoben hatten - bezahlten mit ihrem Leben.



    Nr. 13 - der Führerbunker

    Das beliebteste Fotoobjekt im ganzen Gelände. Es gibt auch heutzutage noch deutsche Mitbürger, welche sich selbst vor diesem Bauwerk mit erhobenen rechten Arm fotografieren (lassen). Ein Vorgang welchen man wohl nicht weiter kommentieren muss.


    Der Gästebunker. Hier wohnte zum Beispiel Moussolini während seiner Besuche.


     


    Bunker, bzw. deren Reste im Wald.

    Als am 24. Januar 1945 die Rote Armee anrückte, wurden alle Objekte von der zurückweichenden Wehrmacht gesprengt. Für die Sprengung einzelner Bunker sollen bis zu 8 Tonnen Sprengstoff verwendet worden sein.


    Stöcke unter Beton... Dies ist eine Wand des Bunkers von Matin Bormann.

    Die Bedeutung der Stöcke ist nicht ganz sicher. So sollen sie wohl symbolisch die Bauwerke als Mahnmal halten bzw. erhalten. Eine andere Deutung ist die symbolische Ablehnung des Faschismus.


    Fazit: Ein sehr interessanter Ort, welcher auch zum Nachdenken anregt, bzw. anregen sollte. Leider funktioniert das bei schlichten Gemütern wohl nicht ganz so gut.

    Ok... mal kurz noch ein paar Bilder eines eher atypischen Urlaubsziels.


    Am 28. Juli 1914 begann offiziell der erste Weltkrieg. Der heute eher unbekannte Teil fand dabei im Osten statt.

    Zwei russische Armeen drangen entgegen den Annahmen des Schlieffen-Plans zwei Wochen nach Kriegsbeginn und damit unerwartet früh in Ostpreußen ein. Die Deutschen waren aufgrund des Schlieffen-Plans an ihrer Ostfront eher defensiv eingestellt und die Lage an der Ostfront war für das Deutsche Reich zunächst äußerst gespannt. Nach der Schlacht bei Gumbinnen (19./20. August) war die Ostpreußen verteidigende 8. Armee zur Preisgabe weiter Teile des Landes gezwungen. Als Folge dessen wurden die Truppen verstärkt und die bisherigen Befehlshaber durch Generalmajor Erich Ludendorff und Generaloberst Paul von Hindenburg ersetzt, die mit dem Sieg in der Schlacht bei Tannenberg vom 26. bis 31. August die Sicherung von Ostpreußen einleiteten. Dabei gelang deutschen Truppen die Einschließung und weitgehende Vernichtung der russischen 2. Armee (Narew-Armee) unter General Alexander Samsonow.

    Bei der Tannenbergschlacht (1914) verlief die Frontlinie in der Nähe von Gilgenburg (Dabrowno), zwischen den Orten Groß Gardienen und Ganshorn. Das bringt mich zum nächsten Fotoort.

    Nördlich von Groß Gardienen (Gardyny) liegt der Ort Oschekau (Osiekowo). Am Ortseingang gibt es immernoch einen Ehrenfriedhof anlässlich der Schlacht. Dabei tragen sämtliche Steine das gleiche Datum, den 26.08.1914.


     


     


     


    Es ist zwar nicht unbedingt der Tourismusmagnet schlechthin, jedoch für einen Geschichtsbegeisterten wie mich ein interessantes Ziel.

    Teil 2

     

    Schmiede


     



    Und jede Menge Tiere

     

    Nackthalshuhn und Truthahn


     

    Konik und Hausziege


     

    Höckergans und Haustauben


    Es war ganz schön schwierig 20 Bilder rauszusuchen. Vom Park alleine hatte ich über 300 Fotos gemacht. ;) 

    Hallo, weiter gehts.


    michael.72

    Das Wasser war glasklar. Selbst bei Ü-einem Meter Wassertiefe war noch der Grund gut zu sehen.

    Fische waren auch jede Menge, jedoch auf Grund der Spiegelung und Schnelligkeit der Objekte war das Fotografieren leider nicht möglich.


    Zu weiteren touristischen Zielen.

    Ich hab ne Weile überlegt, was wohl als nächstes kommt. Burgen und Wasser hatten wir erst, also mal was ganz anderes.



    Das Museum der Volksbauweise in Olstynek (Hohenstein)


    1912 entstand im Tiergarten Königsberg das erste deutsche Freilichtmuseum. Es umfasste eine Windmühle, einen Backofen, eine Dorfkirche und Bauernhäuser aller in Ostpreußen vorkommenden Bauformen. Da das Gelände für nötige Erweiterungen zu eng war, musste das Museum 1938 nach Hohenstein verlegt werden.

    Das Freilichtmuseum zeigt einige Dutzend originale und rekonstruierte Gebäude aus Ermland, Masuren und Preußisch Litauen. Es werden Fachwerkhäuser aus Holz, Speicher, Windmühlen, Wirtschaftsgebäude, ein Wirtshaus und eine Kirche gezeigt. Alle Gebäude sind mit entsprechender Ausstattung und teilweise mit Haustieren versorgt.


    Kirche - komplett aus Holz


    Wassermühle


     

    Windmühlen


     

    Schulgebäude


     

    Bauernhaus mit Bauerngarten


     

    Sonnenhut (Echinacea) mit Tagpfauenauge (Aglais io) und Borretsch (Borago officinalis) mit Honigbiene (Apis mellifera)

     


     

    Gemeine Kahnschnecke (Theodoxus fluviatilis) auf Muschelschale und Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis)


     

    Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) und Wasserskorpion (Nepa cinerea)


     

    Hausrind (Bos primigenius taurus) und Stockente (Anas platyrhynchos)

    Und wiedermal nach den langweiligen Burgen und Museen... Natur.


    Eine Kajak-Tour auf der Krutynia (Kruttinna).


    Unsere kleine Bootsfahrt führte von Krutynski Piecek (Kruttinnerofer) nach Ukta (Alt Ukta).

    Der stark mäandrierende Unterlauf der Krutynia mit seinen sumpfigen Ufern und im Wasser liegenden umgestürzten Bäumen wird auch der "kleine Amazonas" genannt. Dabei führt der Fluss sowohl durch Wald als auch durch offene Landschaften. Im und am Wasser wachsen eine Vielzahl von Pflanzen und auch Tiere sind sowohl unterhalb, als auch oberhalb des Wasserspiegels zu entdecken.


    Die Startstelle in Krutynski Piecek


    Kajakfahrt im Wald

     


     


     


    Die Landschaft wird offener

     



    Die Burg und der Innenhof ist frei zugänglich. Das Museum jedoch ist kostpflichtig. Bei unserem Besuch "überzeugte" mich der Museumswärter, dass ein Besuch sehr lohnend sei. Sein schlagendes Argument war dabei, dass ja der Eintritt 4 Zloty...nur 1 Euro kostet. Mit ihm konnte ich sogar auf englisch später ein kleines "Fachgespräch" führen.


    Zu den Bildern:

    Museumsexponate aus verschiedenen Jahrhunderten....


     


     



    Und die obligatorische Bernsteinsammlung

     


     


    Weiter geht die Fotosafarie....


    Burg Ostrode


    Im heutigen Ostroda liegt eine weitere Ordensburg aus der Zeit des Deutschordens. Erbaut wurde sie von 1349 bis 1370. Vom 21. Februar bis zum 01. April 1807 verweilte Napoleon während der Zeit des "Vierten Koalitionskrieges" auf der Burg. Im Zweiten Weltkrieg brannte die Burg dann völlig ab. Die Rekonstruktion begann ab 1974.


     



     

    Burg Ostrode. Außenansicht und Innenhof


    Museumsexponate aus mehreren Jahrhunderten

    Werkzeuge der Steinzeit


    Gewand eines Kriegers aus der Zeit des Deutschen Ordens


    Französische Uniform


    Deutsche Uniformen des Ersten Weltkrieges


    Museumsexponate

    Hallo.


    Und weiter gehts.....


    Die Gedenkstätte Grunwald.

    Am 15. Juli 1410 fand bei den Orten Tannenberg (Stepark) und Grünfelde (Grunwald) die große Schlacht statt, welche den Niedergang des Deutschen Ordens kennzeichnen sollte.

    Je nach Geschichtsschreibung ist sie als die Schlacht bei Tannenberg (westlich) oder Schlacht bei Grunwald (östlich) bekannt. In dieser Schlacht standen sich die Heere des Deutschen Ritterordens unter Hochmeister Ulrich von Jungingen und die vereinigten Heere des Königreichs Polen und des Großfürstentums Litauen unter König Władysław II. Jagiełło und Großfürst Vytautas gegenüber.

    Diese Schlacht gilt als eine der größten Schlachten zwischen mittelalterlichen Ritterheeren, wobei sich ca. 20.000 Mann auf beiden Seiten sich gegenüberstanden. Jedoch gibt es heute keine verlässlichen Zahlen. Schätzungen reichen dabei von 11.000 bis 27.000 auf Seiten des Deutschen Ordens und 26.000 bis 39.000 auf polnisch-litauischer Seite.

    Heute gehört die Schlacht zum Nationalmythos Polens und Litauens.


     



     

    schematische Schlachtaufstellung und nachgebautes Militärgerät


     


     

    Sammlung von archäologischen Funden und Kriegsgerät sowie ein Schlachtendiorama im Museum


    Jungingenstein

    Dieser soll an den Ort markieren, an dem der Hochmeister Ulrich von Jungingen, Anführer und oberster Herr des Deutschen Ordens, während der Schlacht fiel.