Beiträge von Mathl

    So, es wird Zeit.....


    für eine Fortsetzung und wir verlassen das Camp am Cerros de Mavicure in Richtung eines Nebenflusses des Inirida. Dazu müssen aber erst einmal die Stromschnellen überwunden werden, d.h. Alle aussteigen, Gepäck abladen sowie mit einem Ortskundigen an Bord die richtige Route finden. Im angefügten Videoclip kann man dazu einen kleinen Eindruck bekommen. Wir ließen die Tafelberge hinter uns und es ging es weiter auf besagten Nebenfluß, dem Cano San Joaquin. Es war gar nicht so einfach eine für unser Vorhaben geeignete Stelle zu finden. Es gibt Gebiete, welche vornehmlich "Kampfanglern" vorbehalten sind und dies auch unmissverständlich zum Ausdruck gebracht wird oder aquarianer-technisch völlig ungeeignet waren. Und so mussten wir einige Male umkehren und weiter suchen. Dies hatte aber den Vorteil, dass wir an den verschiedensten Uferregionen vorbei kamen. Letztendlich fanden wir das, was wir uns vorgestellt hatten und schlugen dort unser Lager für mehrere Tage auf. Dazu mehr im nächsten Bericht.


    https://www.youtube.com/watch?v=pdCKq2cl_ts


    Beste Grüße von Mathias

    Hi Tim,


    wenn noch eine andere friedliche Bb-Art einziehen soll, dann würde ich 6 Stück G.sp. Tapajos empfehlen, ansonsten können es auch 10 Tiere sein.

    Zu deiner anderen Frage: Heros vergreifen sich bei mir, wenn überhaupt, nur an den jungen Pflanzentrieben.


    Beste Grüße von Mathias

    Und es geht weiter …..


    mit ein paar Impressionen von unserem Ausflug. Unterwegs stockte unser Guide unvermittelt, und wir sahen auch den Grund: Mitten auf dem Pfad lag eine junge Boa constrictor, welche wahrscheinlich auch so "erschrocken" wie wir war 8o. Nach geraumer Zeit lichtete sich die grüne Wand und wir kamen endlich zu unserem Treffpunkt, wo wir wieder per Boot in unser Lager gebracht wurden. Nach ein paar Stunden auf teilweise sehr unwegsamen Pfaden, in der herrschenden Hitze und Luftfeuchte war ich jedenfalls froh! Auf dem Foto mit dem Tafelberg kann man die Rinnsale erkennen.


    Beste Grüße und ein angenehmes WE von Mathias

    Von den Tafelbergen...…


    fließen ständig Rinnsale die Felswände herunter und sammelten sich in Senken zu kleinen Tümpeln. Hier schwammen u.a. Zwergcreni, Aequidens und Eierlegende Zahnkarpfen. Zwischendrin kreuzten kleine Garnelen den felsigen Untergrund. (siehe Videoclip ganz unten) Und natürlich war es auch für uns eine willkommene Erfrischung im 30°C kühlen Nass. Beste Grüße und ein schönes Wochenende von Mathias https://youtu.be/2g1VFOrZpfo 

    Hi Benny,


    eine kurze Vorstellung wäre schön gewesen, davon abgesehen ein Herzliches Willkommen hier im Forum.

    G. surinamensis sind ziemlich selten im Angebot. Wenn es WF sind , kannst Du zumindest davon ausgehen, dass es sich um diese Art oder G. brokopondo handelt. Meine bisherigen Erfahrungen mit selbst gefangenen Geophagen waren durchaus positiv. Den pH-Wert solltest Du etwas senken, und die Temperatur würde ich nicht unter 26°C nehmen. Ob der Händler die Tiere erst einmal akklimatisiert , oder Du die Tiere in Quarantäne nimmst, wenn sie optisch einen gesunden Eindruck machen, ist Ansichtssache. Bei Letzterem müssen sie sich nur 2x umgewöhnen.


    Beste Grüße von Mathias

    Hallo zusammen,


    endlich war es soweit und unser Guide begab sich mit uns in Richtung "Wildnis" rund um die Tafelberge. Die Hälfte der gesamten Landesfläche von Kolumbien ist mit Regenwäldern bedeckt. Sie zählen weltweit zu den artenreichsten Biotopen und beherbergt über 40000 Pflanzenarten. Obwohl Kolumbien (357.400 km²) flächenmäßig weit kleiner als Brasilien (8.516.000 km²) ist, sind trotzdem fast ebenso viele Tierarten anzutreffen. Unter anderem sind hier 1700 Vogelarten anzutreffen. Leider hatten wir auf unserer Reise selten Gelegenheit Vögel zu beobachten bzw. zu hören. Dies war für uns schon etwas verwunderlich und machte uns schon etwas stutzig. Unser Guide lies keine Gelegenheit aus, uns zum kosten der verschiedensten Früchte zu animieren. Aber bevor ich nicht weiß, von welcher Frucht mir übel werden wird, habe ich es ganz gelassen von allen zu kosten. Für Diejenigen, welche sich noch nie im Regenwald begeben haben: Hier handelt es sich um den erschlossenen Pfad zu den Feldern der Dorfbewohner sowie der touristischen Erkundung seitens Touristen. Es war eine Vielzahl von Pilzen festzustellen und auf meine Frage hinsichtlich der Verwertung, gab es die Antwort, dass die Einheimischen (fast) alles essen, außer Pilze.


    Beste Grüße von Mathias

    Es geht nach einem verlängerten Pfingsturlaub weiter im Text:


    Es gibt über 80 indigene Völker mit 64 Sprachen, und ihr Anteil beträgt ca. 3% der Gesamtbevölkerung (ca. 65 Mill.). Kolumbianer sind freundliche sowie offene Menschen. Es herrscht Religionsfreiheit, ca. 90% sind Katholiken.

    Auffällig in El Remanso war der kleine, aber feine, neu erbaute Schulkomplex. Das kolumbianische Schulsystem beginnt mit der Vorschule, 4 Jahre Grundschule und anschließend 5 Jahre Gymnasium. Dies ist in der Regel die Pflicht. Bei Wunsch auf ein Studium ist der Besuch des Gymnasium für weitere 2 Jahren notwendig, und entspricht dann unserem Abitur. Natürlich ist dieser Bildungsweg meist den Kindern betuchterer Eltern vorbehalten. Einige Unis in Kolumbien zählen zu den besten ganz Lateinamerikas. Der Alphabetisierungsgrad liegt bei 90 %.

    Natürlich musste ich auch meine Neugier stillen und schauen , wo der Strom in dieser entlegenen Stätte herkommt.


    Beste Grüße von Mathias


    Hi Micha,


    solche Teile habe ich noch nicht gesehen, geschweige denn gehalten. Soll zwar die größte Art der crassilabris -Gruppe sein, aber z.B. im Zoo-Aquarium Leipzig schwamm ein sehr großer steindachneri-M. Meine Pellegrini-M wurden bisher ca. 20 cm und die W 15 cm. Ich stimme Dir auf jeden Fall zu, dass das Becken grenzwertig ist.


    Beste Grüße von Mathias

    Hallo zusammen,


    wie bereits erwähnt statteten wir dem Dorf El Remanso einen Besuch ab, um unter orts- und sachkundiger Führung einen Abstecher rund um die Tafelberge zu starten. Ohne Genehmigung und bezahlter Führung ist dies auch nicht möglich. Die Wartezeit auf den Guide verbrachten wir im Schatten des obligatorisch überdachten Sportplatzes. Die Kinder vertrieben sich die Zeit mit "Räuber und Gendarm", vielleicht etwas härter als zu unseren Kinderzeiten. Das Dorf war sehr überschaubar und da es in jüngerer Zeit entstanden war, ziemlich modern.

    Für unseren Schildkrötenexperten gab es auch noch ein Highlight in Form einer adulten Waldschildkröte ( Chelonoides denticulata). Die Tiere stehen ja mit auf der Speisekarte und man sieht sie meist zusammengebunden auf den Booten der Einheimischen. Mit 70 cm Panzerlänge gehören sie zu den größten Landschildkröten. Im Gegensatz zur nahe verwandten Köhlerschildkröte(schwarz) ist die Grundfarbe des Panzers hell- bis dunkelbraun. Des Weiteren hat sie im Gegensatz zur Köhlerschildkröte (rötliche) gelbe Schuppen an Beinen und Kopf. Und nicht zuletzt ist das Vorhandensein von paarigen Schuppen hinter der Nase ein sicheres Unterscheidungsmerkmal, da es die einzige Schildkröte mit diesem Merkmal ist. Erwähnenswert ist noch, dass hier die Weibchen deutlich größer werden und die Männchen nur ca. 40 cm erreichen. Das die Haltung solcher großen Tiere nur in speziellen und beheizbaren Räumen sowie im Sommer im Freiland mit viel Auslauf möglich ist, leuchtet ein. Die Ernährung mit Obst, Gemüse, Schnecken und Insekten stellt dagegen keine so große Herausforderung dar.


    Beste Grüße und eine schöne Woche von Mathias



    Hi Holger,


    bei den Gymnogeophagen sollte man beachten, dass sie als subtropische Fische eine kühle Winterpause benötigen. Geophagus sp. Pindare gehört zwar zu den kleiner bleibenden Arten, wird aber auch bis 18 cm. Ähnliche Arten wären noch G. sp.Caeta oder sp. Turiacu, welche auch so um die 15 cm werden. Eine sehr attraktive unbeschriebene Art in der Größenordnung ist G. sp. Orange Head. Aber dann wäre es schon mit größenmäßig geeigneten Geophagen am Ende. Persönlich halte ich sie gern in Trupps von 6-8 Tieren, dies ist aber bei deiner Beckengröße nicht vertretbar.

    Eine attraktiver Variante zu den "G." steindachneri stellen pellegrini dar (siehe Avatar). da sind die Männchen in der Regel untereinander friedlicher.


    Beste Grüße von Mathias

    Hi Tim,


    hast Du schon mal über eine Art der Gattungen Laetacara oder Biotodoma nachgedacht? Alles Buntbarsche welche max. 12-15 cm groß werden sowie friedlich sind. Thorichthys passen ja sowieso nicht so recht zu den Südamis.


    Beste Grüße von Mathias

    Hallo Holger,


    bei der Beckengröße würde ich mit dem Besatz von 2 M vorsichtig sein. Wenn es friedliche Vertreter sind könnte es klappen, aber es gab bei mir bisher mehrheitlich ziemlich ruppige Männchen. Dann werden die unterlegene Tiere erbarmungslos gejagt. Für die Haltung mehrerer M sollte das Aquarium mindesten 1,6x0,6x0,6 m sein! Des Weiteren empfehle ich ein Weibchen-Überhang, nicht laichbereite W werden ebenfalls ziemlich rabiat gejagt. Im konkreten Fall bei der von Dir angegebenen Beckengröße 1/2-3.


    Beste Grüße von Mathias

    Im Camp angekommen.....


    wird natürlich erst einmal das Nachtlager errichtet. Uns wurde für einen moderaten Preis eines der Gästehäuser angeboten, und ich als relatives "Schwergewicht" bekam natürlich den Platz zwischen den tragenden Stämmen. Solche Unterkünfte haben den Vorteil, dass man keine geeigneten Baumstämme suchen sowie den Untergrund peinlich säubern muß. In freier Natur müssen alle Äste, Laub ect. unter dem obligatorischen Moskitonetz beseitigt werden, da man nie weiß, welches Getier sich darin verbirgt. Und einen Regenschutz braucht man auch nicht anzubringen. Nachdem die sanitären Anlagen inspiziert und nicht als sooo gut befunden wurden, ging es zur Erkundung in die nähere Umgebung. Übrigens beobachtete ich am nächsten Morgen einen ziemlichen Andrang, der Vorhang hing herunter und es standen wartende Einheimische davor. Als Mitteleuropäer zieht man da ein ruhiges Plätzchen im Wald oder ein verstecktes Bad im fließenden Wasser, unter Beachtung der Strömungs-verhältnisse, vor.

    Zum Abendbrot gab es die beiden imposanten Spatelwelse in gegrillter Form, da wird man sogar als vorrangiger "Fleischvertilger" vom feinen Geschmack überzeugt.


    @ Thomas: L 52 gefallen mir auch immer wieder und so hatte ich mir 2011 einige aus dem Atabapo mitgenommen. Ihre Pracht zeigen sie aber nur bei den entsprechenden Parametern von Schwarzwasser.


    Beste Grüße von Mathias




    americanfish.de/index.php?attachment/44572/americanfish.de/index.php?attachment/44573/americanfish.de/index.php?attachment/44574/americanfish.de/index.php?attachment/44575/americanfish.de/index.php?attachment/44575/americanfish.de/index.php?attachment/44576/americanfish.de/index.php?attachment/44577/americanfish.de/index.php?attachment/44578/americanfish.de/index.php?attachment/44580/

    Hi Elko,


    gern geschehen. Es ist immer wieder ein faszinierendes Erlebnis fremde Welten zu ergründen, und wenn es dann noch mit seinem Hobby verbunden werden kann, ist das das I-Tüpfelchen. Wie schnell es geht, dass ein Land nicht mehr unter normalen Bedingungen bereist werden kann, sieht man ja deutlich an Venezuela. Hoffe nur, dass es irgendwann wieder möglich wird!


    Beste Grüße und eine angenehme Woche von Mathias

    Die nächste Station...…


    unserer Reise war schon von Weiten zu sehen. Es handelt sich um das attraktivste Reiseziel in dieser Gegend, die Cerros de Mavecure. (die Schreibweise ist nicht ganz eindeutig: auf einheimischen Schildern steht Mavicure, in Landkarten, Reiseberichten ect. Mavecure) Drei Tafelberge ragen am Ufer des Inirida aus dem angrenzenden Urwald heraus. Der Pajarito (Vogelberg) ist mit 712 m der höchste davon. Bisher wurde er nur 2 mal von Bergsteigerteams bezwungen, 1992 von deutschen und 2015 von argentinischen Bergsteigern. Über die Besteigbarkeit des direkt daneben befindlichen Mono (Affenberg) kenne ich keine Aussage. Den Gipfel des Mavicure (dieser wird mit "i" geschrieben) am gegenüber liegenden Ufer kann man besteigen, eine gewisse Fitness natürlich vorausgesetzt. Um den Pajarito rankt sich eine Sage um eine indianische Schönheit Namens Inirida, welche nach dem Genuss eines Zaubertrankes den Gipfel rasant erklomm, dort in Ohnmacht fiel und nach dem Erwachen für immer dort, getrennt von ihrem Volk, blieb. Man kann dort in einem kleinen Camp übernachten, welches auch gern von den Einheimischen genutzt wird. Des Weiteren ist das Dorf El Remanso nicht weit entfernt und von dort aus kann man in Begleitung eines Guides ….aber dazu mehr in der Fortsetzung.

    Bei meinen Recherchen bin ich auch auf nachfolgenden Link gestoßen, welcher auch teilweise aus der Vogelperspektive einen Eindruck dieser herrlichen Gegend wieder gibt. Meine Videos können dies nicht so eindrucksvoll rüber bringen. (siehe ganz unten!)


    https://www.youtube.com/watch?v=Eo4KXW5lOzo


    Beste Grüße von Mathias


    @ Claus: Danke und mache ich doch gern.