Aquarium Glaser Newsletter 06.August 2010

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    Hemiloricaria sp. GOLDEN LUTINO



    Ein ganz einzigartiges Tier mit einer ungewöhnlichen Farbanomalie ist diese wildgefangene Hemiloricaria aus Peru. Meist haben solche Tiere in der Natur kaum Überlebenschancen, doch handelt es sich hier um ein kräftiges, ausgewachsenes Exemplar.


    Für unsere Kunden: das Tier hat Code 257924 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.


    Lexikon: Hemiloricaria: altgriechisch, bedeutet "halbe Loricaria"; Loricaria ist eine andere Welsgattung.


    Text & Photo: Frank Schäfer



    Ernstichthys megistus



    Erstmals konnten wir einen ganz erstaunlichen Wels importieren, von dem bis 1985 weltweit lediglich 3 Exemplare bekannt waren. Auf den ersten Blick erinnern die Tierchen - sie sind kaum 2 cm lang - an asiatische Welse, etwa Akysis, es handelt sich jedoch tatsächlich um Verwandtschaft der Bratpfannenwelse.


    Der Grund warum diese und einige verwandte Arten, die man als Hoplomyzontini zusammenfasst, praktisch unbekannt sind, scheint darin zu liegen, dass sie den Boden schnell fließender Gewässer besiedeln und sich hier eingraben. Da die meisten Hoplomyzontini sehr kleine Fische sind, werden sie zudem mit herkömmlichen Fangmethoden kaum erfasst.


     


    Erstaunlich an unseren Tieren ist die recht große Farbenvielfalt, die im Extrem ins Graue einerseits und ins Gelbe andererseits geht. Ob es sich dabei eventuell um Geschlechtsunterschiede handelt, weiß man nicht.


    Unsere Tiere haben sich bis jetzt völlig problemlos in der Haltung erwiesen, doch ist ihnen feiner Sand zum Eingraben ein Lebensbedürfnis. Das in Ecuador gesammelte Typusexemplar von Ernstichthys megistus ist mit rund 7 cm Standardlänge der größte überhaupt je bekannt gewordene Hoplomyzontini. Alle anderen Arten und auch die später in Peru gesammelten weiteren Exemplare von E. megistus waren nur etwa halb so groß oder kleiner. Ernstichthys megistus ist ein Fisch, an dem es noch sehr viel zu erforschen gibt, Aquarianer können dazu wertvolle Beiträge leisten!



    Für unsere Kunden: die Fische haben Code 253363 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.


    Lexikon: Ernstichthys: Widmungsname, bedeutet "Fisch des Ernst", zu Ehren von A. Ernst von der Universidade Central de Venezuela; megistus: vermutlich latinisiert aus dem altgriechischen megistos, was "der Größte" bedeutet.


    Vorschlag eines deutschen Gebrauchsnamens: Hummel-Bratpfannenwels


    Text & Photos: Frank Schäfer


    Literatur: Stewart, D. J. (1985): A review of the South American catfish tribe Hoplomyzontini (Pisces, Aspredinidae), with descriptions of new species from Ecuador. Fieldiana Zoology (new series), No. 25



    Moema cf. ortegai



    Prachtvolle, rund 8 cm (Weibchen) bis 12 cm (Männchen) lange Moema cf. ortegai haben wir aus Peru erhalten. Diese Killifische gehören zu den größten bekannten Killifischen überhaupt. Besonders beeindruckend sind die riesigen Brustflossen der Männchen, deren gesamtes Flossenwerk ohnehin so stark vergrößert ist, dass sich mancher Schleierkampffisch oder Schleierguppy armselig dagegen ausnimmt. Allerdings hat hier nicht die Zuchtwahl des Menschen, sondern die der Natur zu den riesigen Flossen geführt.



    Moema sind Bodentaucher, d.h. Männchen und Weibchen tauchen zur Eiablage in den Bodengrund ab. Die Eier überdauern hier das Trockenfallen der Gewässer, das dazu führt, dass diese Fische in der Natur niemals alt werden, bis zur nächsten Regenzeit. Im Aquarium hingegen können die Fische erheblich älter werden. Die Eier brauchen 5-10 Monate, um zu reifen.



    Für unsere Kunden: die Fische haben Code 329905 auf unserer Stockliste. Bitte beachten Sie, dass wir ausschließlich den Großhandel beliefern.


    Lexikon: Moema: eine Stadt im Brasilien. ortegai: Widmungsname.


    Vorschlag eines deutschen Gebrauchsnamens: Goldener Riesenschleierkärpfling




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