Taeniacara candidi

  • Männchen:


    Gattungsnamen artennamen ERSTBESCHREIBER, Jahr 
    - Taeniacara candidi (MYERS, 1935)


    Gattungsname :
    - Taeniacara, MYERS, 1935
    - taenia (lat.) = Band, Binde, Streifen
    - acara (loc.) = Lokalbezeichnung für Cichliden


    Artname:
    - candidi = ehrt den Amerikaner E. Candidus, der dem Beschreiber das Typusmaterial überlassen hatte


    Ersteinführung: 
    - Wahrscheinlich wurde T. candidi schon 1914 durch SIGGELKOW (Hamburg) erstmalig eingeführt.


    Synonyme: 
    - Apistogramma weisei (AHL, 1936)


    Verkaufsbezeichung(en): 
    - Taeniacara candidi
    - Torpedo-Zwergbuntbarsch


    Klasse:
    - Strahlenflosser (Actinopterygii)


    Teilklasse:
    - Echte Knochenfische (Teleostei)


    Überordnung:
    - Stachelflosser (Acanthopterygii)


    Ordnung:
    - Barschartige (Perciformes)


    Unterordnung:
    - Lippfischartige (Labroidei)


    Familie: 
    - Buntbarsche (Cichlidae)


    Herkunft/Verbreitung:
    - Von Manaus bis Belém, Santarém im unteren Amazonasgebiet sowie im mittleren und unteren Einzugsgebiet des Rio Negro
    - weiter westlich bis zum Rio Tefé
    - Klar- und Schwarzwasserbiotope mit Falllaubschicht und dichter Ufervegetation (pH-Wert um 5, Härte <1°dH, Leitwert 10mS/cm)
    - Begleitfische sind Apistogramma pertensis, A. gephyra, Acarichthys heckelii, Crenicichla heckelii


    Größe: 
    - Gesamtlänge etwa 55-70mm (Männchen)
    - Gesamtlänge bis 50mm (Weibchen)


    Arttypische Merkmale: 
    - extrem schlanker und gestreckter Körper
    - Die Rückenflosse ist auffallend niedrig. Vorn und oben geradezu eckig abgeschnitten.
    - Schwanzflosse (Caudale) adulter Männchen ist ausgezogen lanzenförmig, was bei Weibchen nur selten der Fall ist.
    - Auf der Körperseite ist ein Längsband, was im vorderen Teil leicht gesägt ist
    - Wangenbinde fehlt
    - Unterhalb des Längsbandes zieht sich eine Reihe aus Strichen, seltener auch Punkten vom Brustflossenansatz bis an das hintere Ende der Afterflossenbasis.
    - Als Artmerkmal muss auch das besonders von territorialen Männchen ausgeführte vertikale Pendeln des Körpers um die Augenachse erwähnt werden.


    Geschlechtsunterschiede:
    - Männchen werden deutlich größer und entwickeln eine lanzenförmig ausgezogene Schwanzflosse, sowie deutlich verlängerte bläulich- oder weißlich transparente Bauchflossen
    - Weibchen haben kurze Bauchflossen die meist rötlich mit schwärzlichem Rand und eine abgerundete Schwanzflosse


    Alter:
    - Keine sichere Angabe!


    Aquarium/Einrichtung: 
    - Steine, Wurzeln, Blätter, Pflanzen und Höhlen, Beckengröße ab 60cm


    Wasserwerte:
    - Schwarzwasserfische!!
    - weiches und saures Wasser, wie in der Natur (pH-Wert um 5, Härte <1°dH, Leitwert 10mS/cm)


    Temperaturbereich:
    - um die 25-28°C


    Ernährung:
    - Frostfutter, Lebendfutter

    Beckenbereich:
     
    - unterer Beckenbereich


    Sozialverhalten/Zucht:
    - Versteck- oder Höhlenbrüter
    - Steht ein Paar über seinem Jungfischschwarm, führen beide Partner unablässig eigenartige Pendelbewegungen aus. Bei gleich bleibender Kopfstellung
    schwingt der Hinterleib auf und ab. Bei der Aufwärtsbewegung werden die unpaarigen Flossen abgespreizt, bei der Abwärtsbewegung angelegt.
    Verfüttert man an nicht brutpflegende Tiere Wasserflöhe, setzt das Pendeln ebenfalls ein. Auch während aggressiver Auseinandersetzungen spielt das Pendeln eine wichtige Rolle.
    - Männchen ergreifen bei der Fortpflanzung in geräumigen Aquarien die Gelegenheit, mit mehreren Weibchen abzulaichen, und verteidigen unter solchen Umständen Großreviere; bei paarweiser Haltung beteiligen sie sich jedoch außerordentlich intensiv an der Brutpflege. Wie stark der Brutpflegetrieb bei den Männchen entwickelt ist, zeigen Brutpflegeersatzhandlungen wie das Wasserflohhüten.
    - Die Entwicklungsdauer bis zum Freischwimmen der Jungfische liegt bei etwa zehn bis zwölf Tage und ist somit höher als bei vielen anderen Zwergcichliden Arten.
    - Die Weibchen hängen die wenigen Larven nach dem Schlupf an der Höhlendecke auf. Dies erfolgt auch einige Tage nach dem Schlupf noch jeden Abend



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