Meinungen zu Unterbau und Filterung

  • Hallo liebe Leut, ich befinde mich in der Endphase meiner Planung zu meinem 250x60x70 AQ und möchte noch ein paar Meinungen einholen.


    Nachdem ich mit Dachlatten eine Simulationsscheibe gebaut habe und so sicherstellen konnte, dass ich um die Ecken im Keller komme... sind die Würfel für das Becken gefallen. :) Jetzt stellen sich noch einige Fragen, zu denen ich hoffe hier noch etwas Input zu bekommen.


    Zum einen geht es um den Unterbau, den ich gerne mauern würde. Ich habe mir vorgestellt das Becken auf drei Stützen zu stellen und entweder mit einer 4cm Multiplexplatte die Strecken von etwa 100cm zu überbrücken, oder alternativ könnte ich noch drei 4x6 Stahlvierkant einmauern, die die Distanz überbrücken und dann eben nur 2 cm Multiplex auflegen. Ich bin mir nicht sicher ob ich die Stahlelemente brauche. Was meint ihr?


    Die zweite Fragestellung betrifft die Filterung. Fest steht, dass es ein offener Biofilter werden wird - weil schon vorhanden - nur stehen mir da noch zwei Optionen zur Verfügung. Da in diesen Filter auch noch drei Becken aus einem anderen Regal mit etwa 450 Litern fließen und in das 250er ~ 10 Wühlmäuse aus dem Tapajos einziehen sollen... habe ich mit gedacht, ich könnte einen ehemaligen Rieselfilter als Vorfilter einsetzen... Einen Sicherheitsüberlauf könnte ich da leicht anbringen, da vier Abläufe in ein Rohr münden und ich einen davon nach oben verlängern könnte.... Oder ist das Überflüssig... Ach ich weiß nicht so recht... :/


    Danke jedenfalls für eure Meinungen... LG Magnus





    PS: Ach ja und wie würdet ihr die Bohrun(en) dimensionieren? bisger habe ich vor den Ablauf 35er Durchmesser verwendet... Danke abermals...

  • Hallo Magnus,


    zum Unterbau kann ich dir leider keine Erfahrungen weitergeben, aber zum Filter. So wie der Filter gezeichnet ist, war meiner auch am Anfang. Ich habe ihn dann aber zu einem Patronenfilter umgebaut. Sieht jetzt so aus:



    Der Filter funktioniert viel besser und lässt sich auch einfacher säubern. Die Filteroberfläche ist um ein vielfaches höher, als in der Hoch-Runter-Variante. Ich habe die Idee auch hier aus dem Forum übernommen und würde es bei einem größeren Becken wieder so machen. Mit deinem geplanten Vorfilter sollte sich auch die Verschmutzung im eigentlich Filterbecken stark in Grenzen halten bzw. du kannst dir die Dreckkammer sparen und die gesamte Fläche für Patronen verwenden.


    Bzgl. der Bohrungen würde ich heute alle lieber zu groß als zu klein wählen. Die Pumpen werden durch zu kleine Rohre und Winkel (Bögen sind besser, brauchen aber auch mehr Platz) gedrosselt, da der Druckverlust von der Strömungsgeschwindigkeit und dem Durchmesser abhängt. Ich würde den Zulauf bei so einem großen Becken ggf. mit 40er Rohr machen und den Beckenablauf (zum großen WW oder Ablassen) direkt mit 50er Rohr. Hast du einen Wasserablauf in der Nähe? Dann brauchst du auch keine Adapter und kannst direkt vom PVC-Rohr auf das HT-Rohr übergehen.

  • Danke Tim für deine Einschätzung, ich muss mich mal mit diesen Patronen befassen. Ist schon klar, dass man eine größere O2-gesättigte Oberfläche hat. Momentan versuche ich das durch ein Fach mit 10 Maximal-Einheiten in der letzten Kammer vor dem Rieselfilter zu kompensieren... und "missbrauche" die Fächer noch für einige Laichkästen, oder lasse die etwas größeren Welse einfach in dem Fach schwimmen... Das läuft bei der anderen Anlage eigentlich ganz gut... auch wenn mal ein paar hundert Jungfische heranwachsen. Wasserablauf ist da, ich habe den hier direkt mit dem Filter verbunden und bekomme mit dem Ausschalten der Pumpe einen 15 % WW, den ich dann auch über eine Zeitschaltuhr steuern kann, da der Zulauf über einen Spülkatsen-Niveauregler gesteuert wird... LG Magnus



  • Thema Unterbau,

    Hallo Magnus, also da ist alles möglich. Du kannst sowohl nur die Platte auf die Mauer legen. Du kannst das Vierkantrohr einmauern und da das Aq entweder mit oder ohne Platte auflegen. Die Platte unter dem Aq bringt eigentlich nichts. Aber sie scheint den Aquarianer immer irgendwie ein beruhigendes Gefühl zu geben. So geht es mir auch.

    Als Vierkant würde ich 40 x 40 oder 50 x 50 mm nehmen in einer stärke von 4 mm. Damit könntest du sogar auf die mittlere Säule verzichten.

    Als Säulenstärke würde ich wenigstens für die beiden äußeren eine Wandstärke von 24 cm wählen.


    Gruß

    Michael

  • Moin Magnus,

    schönes Projekt. Bin gespannt!


    Ich denke ich stell mal mein Becken vor, um eine Alternative dazu anzubieten. Ich habe intern eine doppelte Kammer kleben lassen. Die äußere ist Grobfilter und dort sitzt der Ablauf für den WW in der Bodenscheibe, die innere leitet das Wasser ins Filterbecken.


    90° Bögen statt Winkel ist ein wichtiger Hinweis, bei mir hatte sich direkt etwas verkeilt... glück gehabt: Notablauf!


    Weiterhin reichen bei mir 40mm zum WW gaaanz locker aus. Ich würde es jetzt eher kleiner machen, sprich 32mm. Zulauf zum Becken hat 25mm.


    Ich halte zwei Säulen mit Stahlvierkant für smart - bei mir steht ein längeres Becken drunter... der Aquabauer wollte ne Siebdruckplatte, sonst hätte ich auch drauf verzichtet. Multiplex weicht doch schnell mal auf...

  • Hallo Michael, Hallo Phil, danke für eure Posts.


    Bezüglich Unterbau habe ich noch mal mit dem Beckenbauer telefoniert, er meinte das Becken ist so konzipiert, dass es auch auf nur zwei Mauern rechts und links ohne Stahlträger liegen könne...

    Ok, ich bleibe bei meinen drei Mauern und Platte, verzichte nur auf den Stahl und schaue mal welche Steine ich am besten nehme, dass auch noch die anderen Becken drunter passen. So breit eben wie möglich.... Wichtiger Punkt ist die Platte, danke für den Hinweis.


    Es bleibt spannend... zumal ich das selber verkleben werde ... :) LG Magnus

  • Hallo Magnus,

    also wenn das Aq vor Ort geklebt werden soll (dein Text zumal ich selber verkleben werden) kommst du eh nicht an einer Platte vorbei. Oder bezieht sich das Verkleben auf die Verrohrung?

    Siebdruckplatte, auf jeden Fall. Zum mauern kannst du Gasbetonsteine "kleben". Ich nehme zum mauern immer Kalksandsteine Format 3DF. Für die mittlere Säule 2DF. Dies sind auch ohne Verkleidung ansehnlich.

    Ablauf habe ich nur zum WW, also nicht zum Filter. Daher umso größer, um so schneller. Glaube es ist 40 mm und außen Übergang auf 50 mm HT.


    Gruß Michael

  • Moin, danke Michael, ja ich werde eine solche Siebdruckplatte nehmen und auf dieser das Becken verkleben... da es als Ganzes nicht in den Keller gelangen kann. Solche Kalksandsteine hatte ich auch im Hinterkopf, die Gasbetonsteine wirken mir zu fragil, hatte ich aber auch schon bei kleineren Becken.


    Ich mache mir auch schon Gedanken über den Besatz. Fest stehen eigentlich nur die Tapajos-Teufelsangeln mit einem Trupp Copesalmlern für das Lange. Das Deltabecken soll dann mit Santa Isabel Skalaren und einen Diskuswildtyp gefüllt werden.

    Ob ich die Biotodoma mit zu den Teufelsangeln stecke, oder lieber zu den Diskus und die Skalare zu den Teufeln? Na ich habe jedenfalls genug Futter für den Kopf momentan :) LG Magnus

  • Hi Magnus,


    liest sich schon mal nicht schlecht, was du da planst.


    Kalksandsteine wären auch, nach einer Holzkonstruktion (bin halt "Holz-Fetischist"), meine Wahl... die kann man nämlich auch noch mit Holz verkleiden 😉


    Was die Verrohrung, besonders Ablauf, angeht, so groß wie möglich, also min. 40mm.


    Kaufe ich übrigens (fast) immer hier: https://www.pvc-welt.de


    Gutes Gelingen!

  • Danke Ralf, ja... du bist an dieser Entscheidung nicht ganz unbeteiligt ... nach dem ich die Jungs zu dir gebracht hatte und dein Becken bestaunen durfte ;) ist einfach geil so ein Teil... auch wenn es nicht an Deins heranreicht... Ich bin schon sehr gespannt auf die Einrichtung, ich plane erst mal einen Besuch in einem Steinbruch. Es besteht die Herausforderung diesen Teufelsangeln das Handwerk zu legen - hinsichtlich ihrer Vorlieben an den Pflanzen zu buddeln... Na ich bin gespannt, wie ich es hinbekomme.

    Wie gehts den Torpedos? Ich hoffe sie benehmen sich und stehen noch gut!


    LG Magnus

  • hi Magnus!


    Dein Projekt klingt sehr vielversprechend.

    Die Biotodomas würde ich nicht zu den Teufelsangeln setzen. Meine Bios waren doch sehr selbstbewusst.


    Apropos Teufelsangeln: welche sind es die aus Tapajos?


    Gruß,

    Sven

  • Hallo Sven, ja ich werde schauen, wie es sich darstellt, die sind ja beide mehr unten unterwegs, auf der anderen Seite haben sie viel Platz. Ja es sind meine Tapajos-Juruparis, ich habe mir von der Nachzucht einige Tiere aufgehoben und denke es werden so insgesamt ein Dutzend zusammen mit den Alttieren dort einziehen. Und dann sehen wir mal :) LG Magnus

  • Danke Ralf, ja... du bist an dieser Entscheidung nicht ganz unbeteiligt ... nach dem ich die Jungs zu dir gebracht hatte und dein Becken bestaunen durfte ;) ist einfach geil so ein Teil... auch wenn es nicht an Deins heranreicht... Ich bin schon sehr gespannt auf die Einrichtung, ich plane erst mal einen Besuch in einem Steinbruch. Es besteht die Herausforderung diesen Teufelsangeln das Handwerk zu legen - hinsichtlich ihrer Vorlieben an den Pflanzen zu buddeln... Na ich bin gespannt, wie ich es hinbekomme.

    Wie gehts den Torpedos? Ich hoffe sie benehmen sich und stehen noch gut!


    LG Magnus

    Hallo Magnus,


    auch bei Aquarien kommt es, wie bei einigen anderen Dingen auch, nicht unbedingt auf die Größe an;)

    Ein toll eingerichtetes 60l-Biotop-Aqua., mit passendem Besatz, kann schöner sein, als ein 2000l-Steinhaufenpott. So seh ich das zumindest.


    Und deine Beckengröße ist ja auch nicht zu verachten! Ich hätte lediglich, wenn bauseits möglich, das Breiten(Tiefen)-/Höhenverhältnis getauscht, also 70 breit/tief u. 60 hoch, od. 65 od. 70 hoch. Mehr Breite/Tiefe finde ich bei bodenorientierten Fischen immer besser.


    Bzgl. Pflanzenbuddelei, kannst du die nicht in Töpfe setzen u. dann rundum ein paar Steine/Platten legen. Hab ich früher bei "Buddel-Buntbarschen" immer gemacht. Waren dann die Pflanzen noch entsprechend "strapazierfähig", ging das auch meistens gut.


    Den "Jungs" gehts seit 2 Wochen richtig gut. Hatte dir ja erzählt, dass sie sich anfangs oft gescheuert haben u. eigentlich ziemlich zurückgezogen lebten u. recht zögerlich ans Futter gingen. Nach ner Weile war das vorbei, man sah sie öfters, meistens als Truppe, sie fraßen richtig gut u. auch das Scheuern war fast weg.

    Dann fing das Scheuern wieder an, immer beginnend an den Kiemendeckeln u. dann über die Seiten scheuerten sie sich an allen möglichen Gegenständen. Manchmal "schoss" auch einer mal quer durchs Becken. Zuerst dachte ich an Kiemenwürmer, aber sie atmen nicht schneller, auch stand kein Kiemendeckel ab. Die Vermutung ging dann Richtung Hautwürmer. Um alle möglichen Ursachen auf einmal bekämpfen zu können, hab ich mir dann im Netz Sera Tremazol (in Deutschland nicht mehr erhältlich) bestellt. Kosten für eine Komplettbehandlung in meinem Becken 60€. Naja, rausfangen war keine Option, du kannst dir vorstellen warum, also einmal saurer Apfel u. durch.

    Das Zeug hab ich dann nach Anleitung zur Bekämpfung von Kiemenwürmern dosiert, schließt dann alle anderen Arten von Hautwürmern etc. mit ein.

    Und seit gut 2 Wochen sind die "Jungs" wie verwandelt, die Färbung ist viel kräftiger, sie sind so gut wie immer im Becken unterwegs u. weiden die Wurzeln ab u. beim Füttern sind sie fast immer die ersten. Absoluter Spitzenreiter beim Grünfutter sind rote u. gelbe Paprikaschnitte, da gehn sie ran wie die Gestörten;)

  • Oh das freut mich, wenn ich auch etwas entsetzt bin hinsichtlich der Wurmgeschichte. Also weder meine Satanoperca, noch andere Fische in dem Becken machen irgendwelche Zicken... Ja die Tiefe hätte ich auch gerne auf 70 erweitert, aber es geht nicht platzmäßig.


    Besten Gruß, Magnus

  • Ich vermute mal, dass sie sich das Wurmzeugs in meinem Becken geholt haben, ist aber auch nur ne Vermutung.

    Meine Tiere haben sich aber seltsamerweise nicht gescheuert 🤔


    Egal, jetzt sind sie alle behandelt u. keiner scheuert sich mehr (bisher aber hoffentlich dauerhaft) :thumbup: