Sturisoma Überraschung

  • Nach einem Wochenende unterwegs finde ich doch am Sonntag Abend ein Gelege, das nur von den beiden Sturisomas stammen kann. Diese hatte ich ich mit weiteren zweien mit ca. 8 cm Länge im August erworben. Diese zwei sind übrig geblieben, ein weiterer Nachkauf war leider nicht erfolgreich. Umso schöner ist es, dass sich die Verbliebenen als Männlein und Weiblein outen. Aber die fangen ja ganz schön früh an. Der Papa hat noch kaum Flaum auf den Backen. Handelt es sich eigentlich um S. aureum oder S. festivum?


    Jetzt stellt sich die Frage, ob ich es die Kleinen nach dem Schlupf ihrem Schicksal überlasse oder sie im EHK zumindest auf eine Angangsgröße heranziehe, dass sie den Roten Phantomsalmlern als Futter zu groß erscheinen. Bei den Blauen Neons, Ziersalmlern und Panzerwelsen im Aq habe ich keine Sorge. Und die Phantomsalmler jagen auch nur nach den kleinsten Junggarnelen, wenn diese sich ins freie Wasser trauen.

    Was sagen die Exerten? Kommen da ein paar durch, oder ist das aussichtslos?



    Tag 1:




    Tag 2, der junge Vater:


    Tag 2:



    Tag 3:


  • Moin Martin ! Erstmal meinen Glückwunsch !! Jetzt mußt du mal schauen.... Viel Erfolg. Claus:)

    Ein mongolisches Sprichwort: Berge können sich nicht miteinander unterhalten, aber MENSCHEN ! ;)[bestand]1869[/bestand]

  • Ok, das Votum ist einstimmig!:-)/~Dann werde ich wohl alles, was gammelt, zusammensuchen und schonmal den Kasten vorbereiten. Soweit ich es richtig verstanden habe, sind die Kleinen richtige Grünmüllschlucker. Ich werde sie wohl im Kasten lassen, bis sie nicht mehr als Futter erkannt werden. Das sollte spätestens bei 2 cm der Fall sein. Dann müssen sie den Fahrtenschwimmer im großen machen.

  • Huhu Martin!


    Hast Du schon sehen können, ob sich sich die Embryos in den Eiern bewegen? Ich finde das bei meinen Farlowella immer sehr spannend und schaue mir das Gelege mit der Lupe an. Ist ja echt praktisch, wenn die die Eier so schön an die Scheibe pappen!

  • Hi BaBo,


    nein, bisher noch nicht. Aber wenn es soweit ist, muss ich wohl aufpassen, dass ich nicht zu spät mit dem EHK komme. Aber ich bin auch ganz fasziniert über die Entwicklung der Eier. So schön und groß hat man es ja selten.

  • Gestern musst ich unbedingt mal wieder Wasserwechsel machen. Das das Gelege knapp unter der Wasseroberfläche positioniert war, hat mich das sehr behindert.


    Vor dem Wasserwechsel,

    Tag 7:


    Die Sturis kommen immer sofort zur Futterstelle, wenn der Aquarienschrank klappert. Das habe ich genutzt, um die Eier von der Scheibe abzunehmen. Mit einer Rasierklinge und einem Kescher bewaffnet habe ich alle in den EHK überführen können. Etwa 2 Sekunden, nachdem diese auf den Boden des EHK abgesunken sind, gab es eine kleine Explosion und alle Embryonen sind zeitgleich geschlüpft.


    Hier mal ein Bild meines schon erprobten EHK. Ein viereckiges Gefäß (Rote Grütze sei Dank) wird von einem Schaumstoffring aus 20 mm Perimeterdämmung (PU) umfasst. Eine Seitenwand ist weitgehend herausgetrennt. Darin habe ich einen Rest meines Hamburger Mattenfilters geklemmt. Ein luftschlauch transportiert Wasser von meinem UVC-Klärer direkt in den EHK.



    Tag 8, ein Tag nach dem Schlupf:

    Hier kann man schön die kleinen Saugmäulchen erkennen.



    Leider leidet die Bildqualität sehr durch das "Grützen-Fenster".



  • Also, jetzt nach zwei Wochen im Einhängekasten habe ich sie frei gelassen. Mit 15 bis 20 mm sind sie groß genug. Leider sind es jetzt doch nur noch 16 gewesen. Also höchste Zeit. Ich hatte irgendwie nie das Gefühl, dass sie irgendetwas fressen. Offensichtlich genießen sie nun Ihre Freiheit und sind sehr agil. Ich bin gespannt, wie die Kleinen sich jetzt weiter entwickeln.


  • Ich drücke alle Daumen für die Kleinen!


    Von meinen Nadeln habe ich im großen Becken keinen einzigen durchbringen können. Nach etwa drei Wochen waren alle weg. Im Aufzuchtkasten und jetzt im 12 Literbecken kann ich sie gezielter Füttern, da kriege ich wenigstens ein paar durch.

  • Hallo Martin,

    da bin ich mal gespannt, was du berichten kannst. Bei meinen Hexenwelsen hat eine Aufzucht im großen Aquarium schon deshalb nicht funktioniert, da sich meine Weibchen als sehr effektive Jäger für die Jungfische erwiesen.


    Ich drück auf jeden Fall weiter die Daumen!


    Swen