Projekt Wiedereinstieg in die Aquaristik

  • Hallo liebe Selbstbauer,


    vor einem halben Jahr reifte bei mir der Gedanke mir wieder ein Aquarium zuzulegen. Ich hatte von Jugend an, bis vor ca 12 Jahren ein Aquarium.
    Ein Auslöser war vielleicht auch die Fernsehserie "Die Aquqrien Profis". (Zu der habe ich meine eigene Meinung, aber die möchte ich hier nicht äußern :-) ).
    Meine Frau war relativ schnell überzeugt. Um ihr einen Eindruck zu geben, besuchten wir die ABF in Hannover. Der Aquarienteil war zwar, na sagen wir mal mickerig,
    aber meine Frau meinte bei einer 140cm breiten Juwel Kombination das wäre doch was für uns.
    Wieder Zuhause angekommen haben wir nach einem Stellplatz im Wohnzimmer gesucht und gemessen und dabei festgestellt, mehr als ein Meter Länge geht nicht.
    Bei den marktüblichen Komplettangeboten war eigentlich nichts dabei was uns vom Stil oder Optik oder vom Preis gefiel. Schwarz, weiss oder die Holzimitatoberflächen
    passen irgendwie nicht zu unseren Massivholzmöbeln.


    Ich hatte für meine vorigen Aquqarien schon zwei Unterschränke gebaut.
    Der erste war aus normaler Spanplatte und lackiert. das war Anfang der 70er. Mein Werkzeugbestand bescheiden aber er hielt.
    Der ist zwar irgendwann auch ein bisschen aufgequollen, hat das 120 L Becken aber sicher getragen.
    Nummer 2 wurde um 1984 aus Tischlerplatte gebaut mehrfach lasiert und für ein 160 L Becken ausgelegt.
    Die Konstruktion hat auch ein auslaufendes Becken überstanden und wurde erst 2005 nach meiner Scheidung entsorgt.


    Jetzt ist Nummer 3 in Arbeit. Ich habe beim Bau immer mal wieder mit dem Handy Bilder gemacht. Es sind auch nicht alle Baustufen dokumentiert,
    ich habe nur mal versucht ein paar Lösungen von mir aufgezeichnet.


    Unser Wohnzimmeröbel sind aus Pinienmassivholz. Das als Tischlerplatte oder Massivholz hier im Großßraum Braunschweig aufzutreiben erwies sich als unmöglich.
    Also entschieden wir uns nach mehreren Baumarktbesuchen für Buchen Leimholz in 27mm Stärke. Das passt dan vom Holz wenigstens zu den in der Wohnung verbauten Türen.


    Als Erstes habe ich einen Rohentwurf als Skizze auf Papier gemacht. Danach habe ich am PC einen Sägeplan für die Leimholzplatten gemacht um festzustellen wieviel Material ich benötige.
    Die Berechnungsgrundlage war ein 250 L-Becken mit 100 x 50 x 50 cm³. Das Ergebnis des Schnittplans, viel zu viel Abfall.
    Also im Wohnzimmer nachgemessen und die Beckengröße auf 100 x 60 x 60 festgelegt. Neuen Sägeplan gezeichnet und zum Baumarkt und die Platten zusägen lassen.
    Hier die 2.Entwurfszeichnung und den Zuschnittplan.


    Aquarienschrank Leimholz Plan.pdf


    Aquarienschrank Schnittplan.pdf


    Im Baumarkt traten dann die ersten Probleme auf. Der frreundliche Mitarbeiter teilte mir mit, Stücke mit 6 bzw. 7 cm Breite könnte er nicht zusägen, aus Sicherheitsgründen.
    Zum glück hatte ich eine Tischlerei an der Hand, die mir diese Teile dann zusägte.


    Bei guter Vorbereitung erinnert der Schrankbau dann fast an Lego :-)


    Hier jetzt das erste Bild: Wie im Plan zu sehen, habe ich an der Rückwand eine 10x 10 mm² Hilfsleiste vorgesehen, mit der ich mir das verzugsfreie Einleimen der Rückwand erleichtern wollte.
    Die Leisten wurden als erstes an die Bodenplatte und die beiden Seitenwände angeleimt.




    Beim Einleimen der leisten sollte man sich Zeit lassen. Je genauer man hier arbeitet, desto leichter wird es hinterher mit dem Ausrichten der Teile zueinander.


    Im Nchsten Bild mal eine Stellprobe, die Teile stehen durch die Breite wie von selbst, nur gesichert durch die zwei Gehrungszwingen.



    BTW. die CO2 Flasche war ein Ebucht Schnäppchen war zwar noch nicht auf der Einkaufsliste aber man muss nehmen, was gerade vorbekommt.


    In dem Bild sind die Durchbrüche schon gebohrt, dazu mehr im nächsten Post



    Bis demnächst


    Jörg

  • Hi Jörg !


    Na, macht doch schon einen echt super Eindruck :thumbup: 
    Wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim zimmern des Schrankes :D 
    Was hast Du denn als Beckenbesatz geplant, wenn ich vorab schon mal fragen darf :rolleyes:


    Gruß


    Thomas

  • So weiter geht es mit der Baubeschreibung.


    Wie ich bereits im ersten Post geschrieben hatte waren auf dem letzten Bild schon die Durchbrüche gebohrt.
    Da ich als weiteres Hobby ein bisschen Maschinenbau mache konnte ich die vorhandenen Maschinen gut "missbrauchen".
    Die Bohrungen wurden mit einen 83mm Lochsääge hergestellt, durch die Bohrungen kann ich notfalls noch mit der Handdurchfassen.
    Nach dem Aussägen habe ich die Bohrungen noch mit der Oberfräse und einem Radienfräser bearbeitet.




    Beim Zuschnitt der Platten, habe ich alles an Klötzchen und Resten mitgenommen, was noch verwendbar aussah.
    Die Reste vom Zuschnitt der Seitenwände habe ich gleich noch als Zusatzstützen für die Front verwendet.



    Wichtig beim Zushnitt ist, dass man möglichst alle gleichlangen Schnitte in einer Einstellung sägen lässt.
    Der Mitarbeiter im Baumarkt hat meinem Wunsch da entsprochen und sowohl die Leimholzplatte für Seiten- und Mittelwände, sowie für die
    Rückwand aus 15 mm Birkensperrholz in einer Einstellung der Plattensäge geschnitten. Dadurch sind hinterher Boden und Deckplatte parallel, wenn man keine weiteren Ungenaugkeiten macht.


    Als nächstes werden die Seitenwände montiert. Ich wollte sowenig Schrauben wie möglich verwenden und habe auf Holzdübel und Verleimen gesetzt.




    Das verwenden der Dübelhilfe erleichtert den Bau enorm. Habe bereits mehrere Holzprojekte euf diese Weise gebeut und nie Probleme gehebt.
    Die Stabilität ist sehr hoch und Die Wände stehen fast von selbst rechtwinklig.
    In der hinterenlinken Ecke erkennt man auf dem 2. Bild die Anschlagleiste für die Rückwand.


    Ich habe erst die linke Seitenwand auf die Bodenplatte geleimt und danach die Rückwand an die beiden Platten.
    Beim Verleimen der Bodenplatte und Seitenwand dient die Rückwand als rechtwinklige Montagehilfe. Siehe Fotos im nächsten Post


    Gruß


    Jörg

  • Weiter geht es,


    Auf den folgenden Bildern ist zu sehen, wie ich, in diesem Fall die Rechte.
    Die Durchbrüche in der Rück und Mittelwand erleichtern es de Teile als Spannhilfsmittel zu verwenden.
    Beim Ansetzen der Schraubzwingen immer Unterleghölzer verwenden.



    Hier verwende ich die Mittelwand als Montgewinkel für die Frontseite der rechten Wand. Ohne diese Unterstützung neigte sich die Seitenwand ein paar Millimeter nach innen.


    Auf dem folgenden Bild sieht man noch wie gleich noch die linke Frontstütze mit aufgeleimt wird. Hier dient ein ursprünglich als Regalbrett geplantes Brett als Stützwinkel.



    Hier noch die Rückansicht, auch hier ersparen mir die Bohrungen den Einsatz langer Schraubzwingen. von denen habe ich leider nur zwei.



    Weiter geht es mit der Mittelwand. Beim Aussägen der Aussparungen für die Unterzüge musste ich feststellen, dass sich die Platte etwas gewölbt hatte.
    Das ursprünglich von mir geplante Regalbrett in der rechten Schrankhälfte liess sicih nicht so einbauen wie ich mir das eigentlich gedacht hatte
    (immer dieser Unterschied zwischen Theorie und Praxis :rolleyes: ), also habe ich den Sägerest des Regalbretts als Kurzregal auf die Mittelwand gedübelt und geleimt und damit das Brett wieder gerade gezwungen :D



    Das nächste Problem war das genaue Ausrichten der Mittelwand im Schrank und die Positonierung der Holzdübel. Für die Befestigung der MW an der Rückseite habe ich hier VA-Spanplattenschrauen eingesetzt. Holzdübel lassen sich leider immer nur in einer Richtung einsetzen. hier hätte ich Lamellos einsetzten können, habe ich leider nicht also doch Schrauben :(


  • Weiter geht es mit dem Einbau der Mittelwand.



    auf der rechten Seite leime ich gleichzeitig den ersten Teil der Front ein.
    Wie bereits erwähnt ist das Design des Schranks an unsere Einrichtung angepasst, Bild dazu später.


    Ich hatte das Glück mir aus unserer Tischlerei in dieser Woche 3 zusätzliche lange Schraubzwingen ausleihen konnte. Das
    bedingte allerdings das ich in einer Woche sowohl die Unterzüge einbauen und die Deckplatte aufleimen musste.



    Hier war noch etwas traditionelle Handarbeit mit dem Stemmeisen bei den Aussparungen in der Mittelwand nötig.
    Als Hilfsmittel habe ich hier die Deckplatte auf den Korpus aufgelegt und solange angepasst, bis die Platte völlig plan auf allen Kanten aufliegt.


    Der mittlere Unterzug ist an den Seiten angeschraubt und geleimt. Die Schrauben werden hinterher von Zierleisten verdeckt.



    Hier werden gerade der vordere Unterzug und die Frontblenden gedübelt und geleimt. War ein wenig tricky alle Teile gleichzeitig zu spannen und auszurichten.
    hier wurden mehrere stabile Leisten und die Deckplatte als Hilfsmittel verwendet.


    Und so sieht der Korpus nach dem Entfernen aller Hilfsmittel aus. Im rechten Seitenpfosten sieht man schon die Bohrungen für die Einbohrscharniere.




    Letzter Arbeitsgang für diese Woche, das Aufleimen der Deckplatte.



    Wochenarbeitsplan erledigt, die Zwingen konnten pünktlich zurück gegeben werden :D

  • Die Grundarbeiten an dem Schrankkorpus sind erledigt, was jetzt noch fehlt sind die Türen und die restliche Anpassung an die Wohnzimmermöbel.
    Hier das Bild unserer Anrichte, damit man sieht wo ich designmäßig hinwill.



    Die Keilleisten für den oberen Kranz gab es zufällig in einem Baumarkt in Wolfenbüttel. Ich habe versucht soviel wie möglich mit erhältlichen
    Halbzeug zu erledigen, Ich musste allerdings 5 oder 6 Baumärkte aufsuchen bis ich alle Teile zusammen hatte.


    Hier noch ein Bild vom fräsen der Gehrungen der Keilleisten:



    Die Montage der Sockelleiste:



    Bei den Türen hatte ich Glück, es gab die passen den Leisten im Baumarkt. Nurdie Grundplatten in der benötigten Größe waren nicht erhältlich, Also noch mal reichlich Verschnitt :(


    Auch hier wieder die üblichen Arbeitsgänge Leimen, Festzwingen etc.


    Hier die Einzelteile einer Tür:



    De Leisten wurden immer Stück für Stück aufgeleimt und mit Hilfe der andern Leisten ausgerichtet. Damit die Leisten nicht vorzeitig festkleben wurde Frischhaltefolie zwischen die Teile geegt. Das sieht man auch auf dem Bild om Einleimen der Unterzüge.


  • Hier jetzt das Letzte Bild mit Leisten Leim und Zwingen.



    Hier sieht man noch mal wie ich die Teile miteinander verspannt und ausgerichtet habe.


    Der letzte Stand mit der Stellprobe der erssten Tür. Das Aussehen passt bis auf die Holzsorte.



    Das wars erst Mal.


    Weitere Bilder folgen, wenn ich weiter komme. Im Augen blick kann ich gesundheitlich nicht weiterbauen, aber in ein zwei Woochen geht es weiter.


    Die Bauzeit betrug bisher ungefär 3 Wochen, Die Vorplanung, Entwurf und Materialbeschaffung haben ebenfalls fast 3 Wochen gedauert.


    Da ich ja das den Thread Projekt Wiedereinstieg genannt habe, gibt es demnächst hier och eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen mit der Beschaffung eines Aquarium Beckens.


    Bis dahin schöne Ostern


    Jörg


    Jörg

  • Tach Moin Moin Jörg,


    also so sieht das aus wenn man eine richtige Werkstatt hat mit allem drum und dran. Dann kriegt man solch geile Teile hin. Respekt! Jetzt noch das passende AQ aus Holz dazu (oder Verkleidung des Glaskörpers) und das wäre optisch nicht zu toppen.

    MFG, Volkmar


    MÖGE DAS WASSER MIT DIR SEIN !!!
    ALLES FÜR'S AQUARIUM !!!
    ALLES FÜR DEN FISCH !!!

  • Hallo Jörg,


    willkommen.
    Sieht ja richtig profimässig aus. Wird bestimmt ein super Schrank. Was machst du für eine Oberfläche drauf? Lack, Öl oder Wachs?
    Respekt für den der es selber macht. :thumbsup: 
    Das Maß fürs Becken ist super, wenn es nicht länger geht. Ich habe mich auch für 60 cm Tiefe entschieden und aus Gewichtsgründen aber nur 50cm hoch.


    Gruß Thomas

  • Moin zusammen,


    ThomasS Bei der Oberflächenbeschichtung bin ich mir noch nicht ganz sicher was ich da mache. Unsere Betriebstischler sagen Parkettlack in seidenmatt, der wäre ziemlich unverwüstbar.
    Bislang habe ich meistens Öl oder Wachs genommen. Wenn ich an meinen letzten Schrank denke, der war lasiert und hat auch ein auslaufendes Becken ohne Schaden überstanden.
    Was für Öl spricht ist meine Werkbankplatte auf der der Schrank gebaut wird, gleiches Material, gewachst. Die hält auch alles mögliche aus, ohne Probleme und wenn mal Flecken drin sind kann man problemlos nacharbeiten.


    @Alle :-)


    Ich wollte ja noch mal ein paar Kommentare zur Aquarienbeschaffung abgeben, hier sind sie:


    Ich glaube manchmal dass in diesem wie auch in vielen anderen Bereichen der Servicegedanke abhanden gekommen ist. Teilweise ist es auch vom Verkäufer abhängig.
    Hier im Großraum Braunschweig gibt es nur noch ein Fachgeschäft, hier habe ich von "super Beratung" bis "das war ein doppelter Besuch, das erste und das letzte Mal" alles erlebt.
    Wenn ich mehrfach, mal alleine mal mit Frau in so ein Geschäft gehe und Fragen habe könnte ein Verkäufer vielleicht von ernsthaftem Interesse ausgehen.


    Danach habe ich bei den "größeren" Aquarienbauern angefragt, hier mal die Reaktionen


    Teilweise kamen kurzfristig Pauschalangebote mit Standartausführungen, auf Nachfragen warte ich jetzt schon seit Wochen. Ich möchte hier jetzt keine Namen nennen.
    Dann kamen Angebote erst nach 3 Telefonaten und mehreren E-Mails. Letztendlich hat ein Aquarienbauer aus Bremevörde den Zuschlag bekommen der mir das beste Preis/Leistungsverhältnis geboten
    hat und auch noch mit schneller Reaktion gepunktet hat :-))


    Bis demnächst


    Jörg

  • Hallo Jörg,


    da du ja keine Kunststoffoberflächen magst würde ich an deiner Stelle auch auf Öl oder Wachs gehen. Beides lässt sich gut nacharbeiten wenn es dann doch mal zu Wasserflecken kommt. Ich könnte mir denken das solch eine feines Aquarienmöbel mit einer doch recht "dicken" Schicht Parkettlack nicht mehr so wirkt.
    Ich denke ein wirklich gutes Öl oder ein guter Wachs ist allemal besser.


    Gutes Gelinge,
    Thomas

  • Moin !


    Ja, bei der allg. Begeisterung zum Schrank kann ich mich nur anschließen :thumbup:


    > Zum Thema Service beim Aquarienkauf kann ich nicht so viel sagen ..... Aber am besten ist vermutlich,
    man legt selbst das Becken vorher fest und kauft es direkt !
    Das man von einigen Aquarienbauern nicht mal Angebote bekommt ist natürlich schon ... traurig dann.


    Gruß


    Thomas

  • So, mal wieder ein kleines Update, konnte leider wg. einer Sehnenscheidenentzündung die letzten 2 Wochen nichts machen, jetzt geht es langsam weiter.


    Die nächste anstehende Aufgabe ist das Anbringen der Türen. Durch das Schrankdesign mit dem Vorsatzrahmen kann ich leider keine normalen Topfbandscharniere einsetzen, bzw. habe keine Variante gefunden, die sich ohne viel aufwand adaptieren lässt. deshalb hatte ich mich schon ziemlich früh auf Zylindereinbohrscharniere festgelegt. Die sind verdeckt angebracht, öffnen um 180° und aus massivem Metall.


    Wie man auf einem der vorigen Bilder sieht hatte ich die Bohrungen im Rahmen schon vor der Montage des Rahmens angebracht, war Einfach Rahmen in den Schraubstock einmal ausrichten und die beötigten Löcher Bohren.
    Die Bohrungen müssen ca 3mm von der Front entfernt sein. Der Bohrungsdurchmesser beträgt 16 mm.


    Bei den Türen geht das mit dem Einspannen nicht. Die Türen bestehen ja aus Leimholzplatten mit aufgeleimten Zierleisten, und die Bohrungen sitzen sowohl im Brett als auch in den Leisten.
    Ich habe lange überlegt wie ich die Bohrungen präzise anzeichnen und anschließend auch rechtwinklig bohren kann. Irgend wann kam ich dann auf die Idee mir eine passende Bohrvorrichtung zu bauen.
    Diese Vorrichtung soll den richtigen Seitenabstand gewährleisten und die Rechtwinkligkeit.


    Hier sieht man das Fräsen des Grundkörpers und das Ausmessen des Seitenabstands.


     


    Auf dem nächsten Bild sind zu sehen, von links,


    drei der Schaniere einmal geschlossen, halb und voll geöffnet


    mein Probestück, Bohrung 1 war vom Rahmen bohren und Bohrung 2 mit der Schablone gebohrt.


    ganz rechts ist die Schablone mit Forstnerbohrer am Akkuschrauber



    auf diesem Bild sieht man die Schablone im Einsatz, links Bohrfertig aufgesetzt und rechts in der Seitenansicht beim Ausrichten. Die Zentrierspitze des Bohrers muss hier die vorher angekörnte Position treffen.



    Und zum Schluss, mal wieder eine Stellprobe, Schrank mit Scharnier und Tür. Für den nötigen Luftspalt liegt im Augenblick ein 2mm Alublech unter der Tür. Die Scharniere werden erst nach dem Wachsen ,Ölen oder Lackieren eingepresst, damit der feste Sitz jetzt noch nicht beschädigt wird. Man sieht hier auch ganz gut, dass die Bohrung auch in der aufgeleimten Leiste sitzt





    Jetzt bin ich immer noch auf der Suche nach einer passenden Oberflächenbehandlung für den Schrank. Werde jetzt mal einen Hersteller für NAturfarben hier bei uns in Braunschweig besuchen.


    Das wars für heute,



    Jörg

  • Hallo Thomas
    ich habe mich gestern hier in Braunschweig bei Auro gut informieren lassen.
    Direkt beim Hersteller sollte man doch die beste Beratung bekommen :-)


    Habe heute dort noch eine Probe eines Hartwachsöles abgeholt und einen Probeanstrich auf einem Reststück gemacht.
    Der erste Eindruck nach 2 Stunden Trocknung sehr gut.
    Der Farbton geht wie gewünscht Richtung Honig.
    Das Öl lässt sich gut verarbeiten und richt noch nicht einmal besonders stark.


    Werde morgen mal eine Dose holen und am Wochenende mit dem Behandeln anfangen.


    Schönes Wochenende


    Jörg

  • Liebe Mitleser,


    mal wieder ein kleines Update.


    Habe am letzten Freitag direkt bei Auro hier in Braunschweig eine Dose Hartöl 123 abgeholt. Das nenne ich mal Service, ich hatte noch ein paar Fragen zu dem Öl, da hat man mir einfch einen der Laboringenieure geholt. der hat mich richtig gut beraten, mir die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ölen und Wachsen genau erklärt. Einfach spitze.


    Ich habe dann den Schrank zuerst auf der Bodenunterseite geölt. Sollte noch ein Sicherheitstest sein, wenns dort schief geht kann man die Platte ohne Probleme noch mal abschleifen ohne den rest des Schrankes zu beschädigen. Ich habe den Schrank mit einem Ballen, genau nach Anleitung eingeölt. Das Einölen ist völlig problemlos, innerhalb von 30 Minuten die Fläche mit dem Öl feucht halten, anschließend stehen gebliebene Reste abwischen, fertig. Nach 24 Stunden kann ein weitere Auftrag erfolgen.


    Auf dem Bild ist der Schrank nach zweimaligen Ölen zu sehen. Noch im Kopfstand :-)). Die Bodenplatte ist inzwischen dreimal geölt, das reicht völlig.



    Da ich nach dem Einölen noch Zeit hatte habe ich mich mal wieder an die Dekoabteilung gemacht.
    Die Türgriffe unserer Wohnzimmerschränke waren, in annähernd ähnlicher Form, weder bei den örtlichen Baumärkten bzw. Fachgeschäften zu finden, also wieder einmal selber machen.


    Im folgenden Bildern, von links nach rechts:


    1 und 2 Die original Griffe, scheinen aus Zinkspritzguss, vermessingt zu sein. Spritzguss kann ich nicht also Massivmessing. Zum Glück hatte ich noch fast passendes Halbzeug im Keller :-) .
    3 Zusägen von Flachmaterial
    4 Schaft drehen und Befestigungsgewinde schneiden
    5 Fertigschneiden des Gewindes
    6 Fräsen der Knopfvorderseite



    1 Plandrehen der Knopfrückseite und Eindrehen der Zenrierung
    2 Die Teile für die zwei Türgriffe vor dem verlöten
    3 Verlöten der Knöpfe, Weichlöten reicht hier völlig
    4 die fertigen Griffe nach dem Löten und abschleifen. Das blanke Messing wird nicht weiter behandelt. Ich hoffe, dass die von selbst ein passendes Antikfinish bekommen 8o Die Griffe liegen hier übrigens auf der Schrankunterseite, man sieht ganz gut wie das Holz seine Farbe durch das Öl geändert hat. Die Maserung kommt besser zum Vorschein und die Farbe geht in dei von mir gewünschte Honigtönung.


    So das wars erst einmal wieder, jetz müssen nur noch die Oberseite und im Schrankinneren der Boden geölt werden.
    Und dann kann endlich das Becken kommen. Dauert aber leider noch mindestens 6 Wochen :-(


    Was mir jetzt noch fehlt ist eine vernünftige Aluminium-Abdeckung und die passende Beleuchtung. Da bin ich noch am Suchen, bzw. warte auf Angebote.


    Gruß


    Jörg

  • Hallo liebe Mitleser,


    nach einer Pause mal wieder ein Zwischenbericht.


    Das Ölen des Schranks hat doch eineige Zeit gebraucht. Ist jetzt aber abgeschlossen.
    Ich warte im Augenblick auf das Aquarium. Es hat mich zwar zwischendurch mal besucht, musste aber leider wieder zurück.
    Die Rückwand sah irgendwie nicht so aus wie im Katalog bei BTN :-)) Der Aquarienbauer hat das Becken wieder zurück genommen
    und will die Rückwand austauschen. Mal sehen, wie lange es dauert. Ist jetzt auch schon wieder 2 Wochen her.



    Naja, dann warte ich eben noch etwas. Zwischenzeitlich habe ich angefangen im Schrank die Technikinstallation vorzubereiten.


    Füe die Stromversorgung habe ich eine Steckdosenleiste aus dem EDV Bereich vorgesehen. Da ich keine Lust habe irgendwann, mit der Steckdose,
    die Spax-Schrauben aus dem Holz zu reissen, habe ich Gewindebuchsen eingesetzt und kann die Leiste mit normalen Schrauben befestigen.
    Beim ersten Versuch habe ich nur eine Schraube zum Eindrehen verwendet, um beim Rausdrehen den Gewindeeinsatz gleich wieder mit rauszudrehen :-( .
    Bei der 2. Variante mit den Muttern, kann man die Muttern losen und die Schraube dann problemlos mit 2 Fingern wieder raus drehen.



    Ich hatte mich für die Inline-Heizung von Hydor entschieden. Leider hat die nur eine Öse zum Aufhängen und keine vernünftige Halterung.
    Also war mal wieder Basteln angesagt.
    Ebenfalls habe ich gleich zwei Halterungen für den CO2 Diffusor hergestellt.




    Jetzt heißt es warten auf das Becken und die Abdeckung mit Beleuchtung.


    Für die Beckeneinrichtung habe ich mir schon mal ein paar Wurzeln besorgt und die schon mal in einer Wanne zum Wässern gelagert. Nach 2 Wasserwechseln färben die Wurzeln kaum noch aus.



    Das wärs mal wieder


    Bis demnächst


    Jörg